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Heitere Open Air | 13. - 15. August 2004 | Zofingen
Das beste Schweizer Open Air 2004?

Gab es hierzulande in diesem Sommer eigentlich ein wirklich gelungenes Musikfestival? Ein Festival mit einem gelungenen Line-up? Ein Festival, das wohlverstanden massentauglich ist, wiewohl aber ausschliesslich Leckerbissen aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen zu bieten hat?

Von Rinaldo Kalbermatter.

Nein, bisher leider nicht. Ein paar Beispiele gefällig? St. Gallen blieb dieses Jahr unter seinen Möglichkeiten. (Muse-Fans möchten mir nun natürlich eins auf'n Deckel hauen.) Zürich ist mit seinem (neuen) Festival mehr schlecht als recht gestartet. (Und das hat nichts mit Neid oder Schadenfreude gegenüber dem grossen Zürich zu tun.) Nyon hat tolles Wetter erwischt. (PaléoianerInnen würden das nicht so wie ich ironisch, sondern ernsthaft meinen.) Und schliesslich haben auch die Berner in diesem Sommer nicht überzeugen können. (Und das schreibt hier ein selbstkritischer Berner.) Oder kurz: Immer stimmte etwas nicht.

Aber keine Sorge, liebe Festivalgängerinnen und -gänger, da ist nämlich etwas Dickes im Anmarsch: das diesjährige Heitere Open Air in Zofingen. Denn auf das Publikum wartet ein ausgewogenes und vielseitiges Line-up - verpackt in drei Tage. Nur ein paar Beispiele für die eingangs angedeuteten Leckerbissen (nach Musikrichtungen):

Rock
Apocalyptica - immer und immer wieder faszinierend
Oomph - die Vorreiter des Deutsch-Metal

Pop
Sugababs - ein quirliger Pop-Dauerbrenner von der Insel
Reamonn - eine qualitative Pop-Konstante aus unserem nördlichen Nachbarland

Elektronica
Massive Attack - spricht für sich
The Freestylers - ein bombastischer Geheimtipp

Weitere
Asian Dub Foundation Soundsystem, Züri West, Beginner, In Extremo, Open Season, Hillbilly Moon Explosion, Dick Brave & the backbeats, The Wailers.

Rein musikalisch gesehen könnte das Heitere also die Überraschung (und die Rettung) des Schweizer Festival-Sommers 2004 werden - vorausgesetzt natürlich die vielversprechenden Acts halten live, was ihnen vorauseilt. Denn an der speziellen Atmosphäre und Geografie der Heitere-Wiese wird es sicherlich nicht liegen.

Wer also in dieser Saison auf Schweizer (oder sogar auf europäischen) Festival-Geländen nicht auf seine Kosten kam, der pilgert mit Sack, Zelt und Pack nach Zofingen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wetter stimmt - ach was, kann uns ja eigentlich egal sein...

www.heitere.ch

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