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Kulturmagazin April 2003 (Nr. 60)

Spielen

Uebersicht & Vorwort | Storyboard | Holy Book | Fast Food | Bonuspoints

Holy Book

Inhalt dieser Seite:
Anno 1503
Siedler IV
Dark Planet

 

Anno 1503
Vor 500 Jahren gab es noch keine Cruise Missiles

Dass Menschen nicht friedlich neben einander leben können, lehrt uns nicht nur der Alltag im Büro, auf der Baustelle, in der Fabrik und daheim in der Familie - irgendein Gen in uns muss da für eine Aggressivität sorgen, die irgendwann mal erforscht werden dürfte und dann als ganz normales Urmenschsein beurteilt werden könnte.

Von peter.doeberlplebs.ch. Anno 1503, als die Welt vielleicht noch halbwegs in Ordnung und die USA nur als unbekannter Fleck vielleicht existieren könnte, ging Europa auf Entdeckungsreise. Mit Musketen, Kanonen, äxten und Säbeln, Speeren und anderem Kinderspielzeug, über das heue nur noch gelächelt wird. Dennoch - ein Blick in den Brockhaus zeigt den Hintergrund der Zeitgeschichte auf - und der tut Not, um dem PC Game Anno 1503 zu folgen. Wir zitieren hier also aus dem multimedialen Nachschlagwerk der Mannheimer.

Brockhaus für die Vorgeschichte des Spiels
Im Jahre 1537 erliess Papst Paul III. eine Bulle, in der die Indianer als "wahre Menschen" bezeichnet wurden, die wie alle anderen menschlichen Geschöpfe der Annahme "des katholischen Glaubens und der Sakramente fähig" seien. Der christliche Oberhirte hätte kaum so ausdrücklich auf die Einheit des Menschengeschlechts verwiesen, wenn es nicht offenbar Zeitgenossen gegeben hätte, die anderer Auffassung waren. Tatsächlich wurden die Indianer als Kannibalen bezeichnet, mit wilden Tieren verglichen und als "dreckige Hunde" beschimpft und eben auch so behandelt. Dem gegenüber stand allerdings auch schon das Bild des "edlen Wilden". Bereits in dem Brief des Kolumbus an seinen Gönner am spanischen Hof, Luís de Santángel, vom 4.Februar 1493, der in publizierter Form Europa Nachricht von der Tat des Entdeckers gab, findet sich dieses gegensätzliche Bild des einerseits in paradiesischer Unschuld und Naturnähe lebenden "Wilden" und das des "Menschenfressers" andererseits. Der Vorwurf des Kannibalismus wird künftig das zentrale Argument für die Rechtfertigung der Eroberung, der Versklavung der Indianer und ihrer Zwangsmissionierung liefern. Genug der Zitate - kommen wir also zum Game.

Echtzeit - bis die Hand lahm wird
Anno 1503 ist sowohl eine Wirtschaftssimulation als auch ein Aufbaustrategiespiel auf zwei CD, samt Handbuch und sehr nett gemachter Verpackung. Es gilt, mit einem Schiff neue Länder zu finden, diese zu besiedeln, sich an den Schätzen zu bereichern und so zum wohlhabenden Eroberer zu werden. Die anfangs genannten ähnlichkeiten zu Columbus und Co. sind also kaum zufällig. Und da Columbus ja nicht nur vorgelagerte Inseln erobert hat, kannst Du als Spieler natürlich auch ein ganzes Kontinent besiedeln, was allerdings ohne Flugzeuge, denn die gab es damals noch nicht, schwierig sein dürfte. Aber, das Internet zeigt es, einigen Spielern ist es gelungen - bitte mich nicht fragen, ich habe zwei Wochen lang erobert, gesiedelt, getauscht, gekauft und verkauft und habe einen halben Völkerstamm auf dem Spielfeld gezeugt, rein virtuell natürlich, und habe jetzt mal einen Zwischenstand gespeichert. In der Zwischenzeit ist meine Hand lahm, mein Arm schmerzt, vor den Augen flimmert es. Aber ich will noch mehr spielen

Suchtfaktor ist gegeben
Sucht ist so eine Sache - die einen saufen sich tot, die anderen spritzen sich in die ewigen Jagdgründe, wieder andere verjubeln alles, das sie haben und behalten nur die letzte Kugel für sich. Aber keine Angst, die Sucht bei "Anno 1503" führt weder zu Selbstmord noch zu anderen Verzweiflungstaten - im Gegenteil. Man will einfach besser und noch besser sein. Deshalb ist bei mir nach der Mail-Kontrolle sofort Anno 1503 angesagt - mal sehen, wie es weiter gehen könnte. Zugegeben - irgendwie erinnert mich das Spiel an die Age of Empire-Geschichten von Microsoft. Erobern, Pakte schliessen und sofort wieder brechen, Bündnisse eingehen, Holz und Metalle besorgen, eintauschen, Schiffe aussenden, neue Inseln einnehmen. Im Gegensatz zu der Microsoftserie hat Anno 1503 aber eine viel höher stehende Grafik anzubieten, man könnte fast glauben, die Kokosnüsse fallen von den Bäumen. Die Spielidee: Neue Siedlungsgebiete finden, Höfe, Dörfer, Städte bauen, der Bevölkerung Arbeit beschaffen, denn sonst rebelliert sie und Arbeitslosengelder gab es 1503 wirklich noch keine. Wichtig sind auch die diplomatischen Gespräche, denn ohne das politische Wischiwaschi (das sich bis in die Gegenwart gerettet hat), geht gar nichts. Natürlich gibt es die Neider, die Feinde, die Intriganten und die Scheinfreunde - also fast alles wie im echten Leben. Schwenken wir nochmals zum Thema Sucht: Das Endlosspiel ist derart faszinierend, dass es wirklich jeden Tag bei mir gespielt wird. Und ich lebe noch, auch wenn da irgendwo auf hoher See eine feindliche Armada kreuzt.

Neue, schöne Funktionen
Gegenüber anderen, ähnlich gelagerten Spielen, geniesst der Spieler bei Anno 1503 die grenzenlosen weiten seines Bildschirms - er kann stundenlang Meere durchscrollen und kommt nie in die Nähe des Festlandes. Das ist mir jedenfalls passiert und dann habe ich die Spielanleitung zur Hand genommen und die automatische Hilfe eingeschaltet. Fortan ging es besser. Gefallen hat mir schon beim Starten des Games das 3D Terrain, auch wenn es, jedenfalls im zweiten Versuch auf dem Notebook mit schwächerer Grafikkarte, eher zweidimensional aussah. Die Charaktere machen Spass, wenn meine Vorfahren vor 500 Jahren wirklich so ausgesehen haben, muss ich mich nicht wundern, denn Gene sind ja erblich. Sehr nett fand ich die Idee, dass die Spielentwickler auch gleich noch den Wettergott bemühen, der aus blühenden Plantagen schnell mal eine Landschaft a la Lothar macht, Erdrutsche oder Gerölllawinen, die Minen verschütten können, Mineralquellen, die plötzlich nur noch Schutt und Asche sind. Aber meine Leutchen arbeiten und arbeiten und das ganze neue Imperium gedeiht trotz aller Angriffe, die sich seit Microsofts Age of Empire weiter entwickelt haben - ich baue meinen Mitbürgern neue Städte, sorge für alles, was sie brauchen, kämpfe gegen Nebenbuhler, die mit falscher Zunge reden. Wie gesagt: Wie im realen Leben, nur 500 Jahre früher. Die Rolle als Diplomat liegt mir wenig, ich muss lügen, dass sich die Balken biegen und dann sehr schnell dafür sorgen, dass der Feind mir auch glaubt, während ich gleich hinter seinen Linien eine neue Front aufbaue, Bauern natürlich, reine Tarnung. Auch gut: Die Kämpfe finden nicht nur im Urwald, der Steppe oder in den Dörfern statt - ich bevorzuge die Seeschlachten, da ist meine Armada derzeit noch überlegen.

Versuch eines Fazits
Klar, ich bin begeistert, dass solche Spiele auf den Markt kommen, dass sie gekauft werden, dass sie gespielt werden und dass es im Internet dazu hunderte von Cheats gibt, die manche Probleme schnell und einfach beseitigen können. Ich bin auch sehr begeistert, dass Anno 1503 soweit als denkbar eine ansprechende, manchmal sogar feudale Grafik auf den Monitor zaubert - aber das liegt natürlich am Spieler. Die Menüführung erfolgt über Icons und Funktionstasten, die Maus ist das Steuerrad quer über alle Spielebenen.
Eigentlich würde ich das Game allen Geschichtslehrern als Pflichtstoff für das eher trockene Mittelalter empfehlen - nur werden die dann sagen, man müsse solche Sachen fundiert an die Kinderchen bringen. Bitte schön - selbst Probieren. Ich wüsste keine bessere Bebilderung einer Seeschlacht im Mittelalter als jene Beispiele im Game, die ich selbst durchgestanden habe. Grafik gut, Sound eher mittelmässig, aber den kann man ja abschalten. Die Handlung bestimmt der Spieler schon mal selbst - und ganz wichtig: Lernen Sie zuerst die einzelnen Möglichkeiten im Schulmodus - es macht später viel mehr Spass.

Vertrieb: Sunflowers, Preis: 45 Euro / ca. 80 CHF

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Siedler IV
Gegen das "Dunkle" Volk

Nett. Putzig. Manchmal abenteuerlustig. Aber meist rechtschaffen und viel schaffend. Das sind die Siedler, wie sie der Gambler seit vielen Jahren kennt. Version Nummer vier des Games ändert wenig am Spielablauf, bringt aber noch bessere Grafiken, Zoom-Möglichkeiten und vor allem noch mehr Spass beim Erstellen einer neuen Siedlung.

Von peter.doeberlplebs.ch. Ein richtiger Siedler ist zuerst mal einer, der dafür schaut, dass aus dem Boden Büsche wachsen, die Beeren geben, mit welchen dann der erste Hunger gestillt werden kann. Diese Felder brauchen Wasser, also muss für Bewässerung gesorgt werden. Es braucht Hütten, Häuser, es braucht auch Soldaten, denn da hat es immer Feinde, die sich an dem unscheinbaren Reichtum noch mehr bereichern wollen (man kennt das aus der Weltgeschichte, auch aktuell). Siedler werden ist nicht schwer, Siedler ein dagegen sehr. Denn da verdörren Felder, derweil sich der Spieler mit seinen Siedlern in einen Kampf begibt und vergisst, dass die Felder auch Pflege brauchen. Umgekehrt ist Wohlstand im Dorf immer gut, nur zieht er natürlich Neider an, die sich da bereichern wollen. Wem das alles klar ist, und wer sich da selbst beweisen will - sei es als Dorfkönig oder Inselfürst, dem sei Siedler IV empfohlen: Nichts mit Strategie-Bombern, nichts mit Fernlenkwaffen - sondern einfach so, wie es einmal in der Entdeckerzeit gewesen sein könnte. Wäre da nicht Fürst Morbus (andere nennen den bösen Morbus heute den bösen Bush)

Quer durch die Geschichte
Du als Spieler entscheidest, ob Du mit den Mayas, den Wikingern oder den Römern zusammenspannst und in jenen Zeiten ein Dorf oder eine Hüttengemeinschaft gründen möchtest. Denk dran, Du wirst Dich auch als Seemann bewähren müssen - also schaue beim Siedeln schon mal, wo denn da ein Hafen angelegt werden könnte. Derweil huschen Deine Mitsiedler bereits durchs Land, pickeln hier ein Fundament, fällen dort Holz für den ersten Wachtturm und es wird Zeit, dass Du Deine Kollegen richtig auf Vordermann bringst - jene zum Sammeln, jene zum Bauen, andere müssen lernen, eine Streitaxt oder einen Säbel zu führen. Viel Arbeit für unbedarfte Siedler, die eigentlich nichts anderes wollen als friedvoll leben. Hin und wieder mal auf die Jagd, das muss sein, dann da oder dort eine neue Quelle entdecken, sei es eine Wasserader oder eine Edelsteinmine, man nimmt, was kommt, und wenn da keine Bewachung dabei ist, könnte ja Bush, äh, Morbus, kommen und alles zunichte machen. Viele Siedler auf die Scheinwelt stellen ist eine gute Sache, ab auf drei neue Siedler solltest Du wenigstens auch einen Soldaten zeugen - das ist ein Durchschnittswert.
Der angedeutete Lerneffekt im Fach Geschichte ist eher mager - über die Mayas erfährst Du in jedem Dreigroschenroman mehr, über die Römer auch, und die Wikingersaga liest sich bei König Artus besser denn im Spiel - trotzdem: Reizvoll die Fantasie der Entwickler, die sich detailgetreue Mühe gegeben haben und das auch in den Zoombereichen beweisen. Schöne Texturen, liebevolle Charaktere, nur das Wild, das jeder braucht, um Fleisch zu bunkern, sieht manchmal etwas ungeholfen und unappetitlich aus.

Morbus kommt
Im Normalfall erlaubt Dir der Spielgenerator einige Minuten, um Deine Siedlung zu bauen, die Vorräte zu organisieren, die Verteidiger zu sammeln und die Wachen auf Vordermann zu trimmen. Und wenn Du dann so schön dran bist, den Wohlstand Deiner neuen Wohnstätte zu checken, schrillen die Alarmglocken - Morbus und sein "Dunkles Volk" greifen Dich an. Wow
Hier müsste man kurz einfügen, warum Morbus gerade bei Dir ankommt: Er hat, wie alle Bösewichte, irgendwo in einem Himmel einen Aufstand gegen den Oberhimmelsmeister (je nach Religion ist das ein anderes Wesen) angezettelt und wurde daraufhin verbannt - auf die Erde. Logisch, Herr Morbus muss sich da sofort rächen, er kämpft gegen alles, das grün ist (also gegen Deine Plantagen, die Felder, den Wald, gegen Dich und Deine Hütten mit den Blumengärten). Seine Horden fallen überall ein und jetzt wirst Du bedauern, dass Du nur auf Wohlstand geschaut hast und zu wenig für Deinen militärischen Schutz ausgegeben hast. Morbus und seine Horden fallen überall ein, Du musst Rettungsmassnahmen einleiten, trotzdem nicht vergessen, dass Du Nahrung für die Truppen brauchst, Du bist plötzlich Dein eigener General und nicht mehr nur Bürgermeister, Du musst neu umdenken, neu organisieren und dann ist von Deiner Siedlung nicht mehr viel übrig, denn Du warst zu langsam oder zu wenig vorbereitet. Deine Priester mit den Superdrinks helfen nur noch mit schwachem Gebräu, die Magie ist schon beinahe wirkungslos. Deine Ländereien werden zu öden Flecken auf der Landkarte, zudem greift Dich noch ein Nachbarvolk an, und auch wenn Du das Gefecht strategisch auf das Meer verlagerst - auch dort läufst Du in Hinterhalte und wirst schliesslich flach gemacht. Auf dem Lande geht es Dir nicht besser - Morbus pflanzt anstelle Deiner Gemüse sein Schattenkraut, Du eilst von Ort zu Ort, flickst dort, baust da, hilfst hier und rettest dort und irgendwann bist Du einfach im "Game over"
Aber vielleicht merkst Du jetzt, dass Deine guten Gärtner den Wirkstoff haben, um Deine Ländereien zu retten - da gibt es nämlich auch einige Gegenmittel gegen Morbus. Vielleicht lohnt sich ein Vorstoss in den Tempel des Morbus'?

Siedlerfazit
Wer gerne stundenlang Figuren hin und her bewegt, dabei nicht vergisst, alle sehr übersichtlichen Spielsteuerungen im Auge zu behalten, wer maustüchtig und tastaturerfahren ist, dem sei "Siedler IV" empfohlen. Wem es um schnelle Action geht, mit viel Geballer, riesigem Sound und grandiosen Explosionen, rate ich ab - die "Siedler IV" ist eher was für Gemütsmenschen denn für Haudegen. Ich finde das Spiel ein "Must" in der Sammlung, speziell für lange, einsame Nächte. Und die gibt es ja scheinbar immer häufiger

Vertrieb: Ubi Soft / Blue Byte, Preis: je nach Laden

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Dark Planet
Nicht alle Pilze sind essbar

Wir sind einmal in der Endzeit der Menschheit gelandet - das Thema wird uns wohl noch lange erhalten bleiben. Wir entdecken einen neuen Planeten, den dunklen, müssen uns dort behaupten, gegen unheimliche Geschöpfe wehren, selbst die Nahrungsmittel sind nicht unbedingt geniessbar, und wenn wir einmal die Spielesteuerung verstanden haben, räumen wir so richtig auf. Nach dem Motto, das heute hochaktuell ist und auch morgen gelten wird: Fressen oder gefressen werden.

Von peter.doeberlplebs.ch. Also, bitte nicht gleich am Anfang auf die schönen Pilze zu steuern, lieber das Sixpack neben den Compi stellen und zuerst einmal ein paar übungen machen, damit die eigenen Mitstreiter auch zur rechten Zeit am rechten Ort sind. Das gestaltet sich anfangs relativ kompliziert, mal Rechtsklick, mal Linksklick, mal ziehen und stets die übersicht bewahren. Die Grafik ist realistisch und trotzdem surreal, was sich zwar widerspricht, doch die Spielentwickler haben das wohl bewusst so gemacht.

Aliens gegen den Rest der Menschheit
Die Geschichte ist schnell erzählt: Menschliche Wesen landen auf einem fremden Planeten, suchen dort Nahrung und Material, das sie zum Aufbau einer neuen Zivilisation brauchen, und werden dabei von zweierlei Arten von Aliens bedroht, die ebenfalls den Planeten als neue Heimat gefunden haben. Nichts Neues eigentlich - das Szenario ist nicht gerade in 3D, auch wenn die Spielfläche zoombar ist und sich in alle Richtungen drehen lässt. Strategiefans werden zuerst einmal Mühe mit der Spielsteuerung haben, die Entwickler haben allerdings diverse Trainingsmodi eingebaut, die selbst erfahrene Gambler genauer anschauen sollten - manches ist ganz anders als gewohnt. Das Spiel lässt sich in einzelnen Kampagnen oder im Mehrspielermodus durchziehen - irgendwann allerdings wird es eher langweilig.
So kämpft man sich durch die Stunden auf diesem fremden Planeten - man baut seine erste Festung, schickt die eigenen Mitstreiter auf die Suche nach Energiequellen, Steinen, Kristallen, und immer gilt es, die Aliens im Auge zu behalten, denn die greifen auch mal an. So bauen wir Menschen denn unsere Siedlungen, stellen neue Soldatengruppen auf, die dann wiederum in Wachttürmen nach Feinden Ausschau halten und so weiter und so fort. Das Gameplay ist alles andere denn neu, Einsteiger in das Strategie-Genre werden aber sicherlich die helle Freude daran haben.

Fazitchen
Eigentlich alles gut und schön und recht und ein bisschen Spass macht die Sache ja auch. Trotzdem will die richtige Spielfreude nicht aufkommen, vielleicht, weil zu viele Spieleffekte nichts anderes denn das "Habe ich doch schon mal gesehen"-Gefühl wecken. Sicher sind Goodies wie Tag- und Nachtszenen, wie die Animationen der einzelnen Spielcharaktere und auch die lebhaft spriessenden Pflanzen gut gelungen und machen dem Auge Spass - die Grafiker und Designer konnten sich in vielen kleinen Details austoben. Diese Highlights können aber die öde Story des Spieles nicht übertrumpfen, und so sagt man sich dann bald einmal - na ja, was gibt es sonst noch an neuen Games?

Vertrieb: dtp, Preis: 36 Euro / 60 CHF

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