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Sachbuch des Monats
Thomas Borer-Fielding: "Public affairs"
| Autobiografie
Affaire publique
Knapp ein Jahr ist es her, als die Boulevardmedien
eine bisher nie da gewesene Negativkampagne gegen das Botschafterehepartner
Borer-Fielding startete. Der Verlauf und Ausgang mit Rücktritt
des telegenen Schweizer Botschafters ist noch in bester Erinnerung...
Von stephan.sigg
plebs.ch.
In seiner Autobiografie mit dem bezeichnenden Titel "Public
affairs" will Dr. Thomas Borer nun ein für alle Mal
seine Sichtweise der Dinge darstellen. Was dabei rauskommt, ist
alles andere als eine primitive Abrechnung: Thomas Borer erzählt
aus seinem Leben, seinen Werdegang vom schüchternen Primarschüler,
über den Leiter der Task Force 2. Weltkrieg zum schillernden
Party-Botschafter in Berlin. Erst bei der Lektüre wird klar,
welche Leistungen Thomas Borer für die Schweiz vollbracht
hat.
Das Buch vermittelt einen spannenden Einblick
in die Diplomatenkreise und Machenschaften der Schweizer Politik
und liest sich wie ein packender Thriller. Thomas Borer schafft
es hervorragend, ohne Gefühlsdusselei oder Sentimentalität
historische, politische und persönliche Fakten zu verbinden
und diese zu einem fesselnden Buch zusammenzuschneidern.
Thomas Borer und seine Gemahlin Shawne
haben es wirklich verstanden, der Schweiz ein neues, modernes
Image zu verpassen - schade, dass dies die konservativen Kreise
bis heute nicht realisiert haben. Wenigstens dürfen wir
uns jetzt über einen neuen, spannenden Buchautor freuen.
"Public affairs" ist eine Autobiografie, die ich allen
sehr gerne empfehle!
Econ, 280 Seiten,
Fr. 37.10
Web: www.econ-verlag.de
INFO
Als
Reformer und Krisenmanager (Task Force "Schweiz/2. Weltkrieg")
ist er in der Schweiz berühmt, als unkonventioneller Botschafter
in Deutschland: Thomas Borer-Fielding wollte immer Diplomat werden
und seiner Heimat dienen. Zuvor auf Posten in Lagos und Washington,
brachte er zuletzt in Berlin mit seiner glamurösen texanischen
Frau Shawne neuen Schwung in einen alten Beruf. Unbeirrt von
Klatsch, Intrigen und Pressekampagnen ging der Prädikatsjurist
den Weg einer wirtschaftlich orientierten Diplomatie, bis er
wegen einer angeblichen Sex-Affäre das diplomatische Korps
verließ (oder verlassen musste?). Keiner kann darüber
natürlich besser Auskunft geben als er selbst. |