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Kulturmagazin April 2003 (Nr. 60)

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Sachbuch des Monats

Thomas Borer-Fielding: "Public affairs" | Autobiografie
Affaire publique

Knapp ein Jahr ist es her, als die Boulevardmedien eine bisher nie da gewesene Negativkampagne gegen das Botschafterehepartner Borer-Fielding startete. Der Verlauf und Ausgang mit Rücktritt des telegenen Schweizer Botschafters ist noch in bester Erinnerung...

Von stephan.siggplebs.ch. In seiner Autobiografie mit dem bezeichnenden Titel "Public affairs" will Dr. Thomas Borer nun ein für alle Mal seine Sichtweise der Dinge darstellen. Was dabei rauskommt, ist alles andere als eine primitive Abrechnung: Thomas Borer erzählt aus seinem Leben, seinen Werdegang vom schüchternen Primarschüler, über den Leiter der Task Force 2. Weltkrieg zum schillernden Party-Botschafter in Berlin. Erst bei der Lektüre wird klar, welche Leistungen Thomas Borer für die Schweiz vollbracht hat.

Das Buch vermittelt einen spannenden Einblick in die Diplomatenkreise und Machenschaften der Schweizer Politik und liest sich wie ein packender Thriller. Thomas Borer schafft es hervorragend, ohne Gefühlsdusselei oder Sentimentalität historische, politische und persönliche Fakten zu verbinden und diese zu einem fesselnden Buch zusammenzuschneidern.

Thomas Borer und seine Gemahlin Shawne haben es wirklich verstanden, der Schweiz ein neues, modernes Image zu verpassen - schade, dass dies die konservativen Kreise bis heute nicht realisiert haben. Wenigstens dürfen wir uns jetzt über einen neuen, spannenden Buchautor freuen. "Public affairs" ist eine Autobiografie, die ich allen sehr gerne empfehle!

Econ, 280 Seiten, Fr. 37.10

Web: www.econ-verlag.de

INFO
Als Reformer und Krisenmanager (Task Force "Schweiz/2. Weltkrieg") ist er in der Schweiz berühmt, als unkonventioneller Botschafter in Deutschland: Thomas Borer-Fielding wollte immer Diplomat werden und seiner Heimat dienen. Zuvor auf Posten in Lagos und Washington, brachte er zuletzt in Berlin mit seiner glamurösen texanischen Frau Shawne neuen Schwung in einen alten Beruf. Unbeirrt von Klatsch, Intrigen und Pressekampagnen ging der Prädikatsjurist den Weg einer wirtschaftlich orientierten Diplomatie, bis er wegen einer angeblichen Sex-Affäre das diplomatische Korps verließ (oder verlassen musste?). Keiner kann darüber natürlich besser Auskunft geben als er selbst.

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