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Serie
Teil 2: Zürich und Umgebung
Bisher erschienen: Bern und Umgebung
Inhalt dieser Seite
Zürich
Winterthur
Zürich
Zürich, selbst ernannte Metropole
der Schweiz, Hochburg des Nachtlebens, ein Muss für Partygänger
und andere Dunkelheitsfanatiker doch wohin zieht es denn
den gestressten Zürcher? Das Angebot ist groß, unübersichtlich
und leicht verwirrend für ein ungeübtes Auge
es sei denn, man gehört zu den Insidern...
Hier ein paar kleine Tipps zur Vorbeugung
des "Wo bin ich den hier gelandet"-Syndroms:
Abart (www.abart.ch)
Ein ganz Kleiner unter den Grossen, aber ein ganz Feiner für
all diejenigen, welche etwas Alternatives zum uniformierten Soundprogramm
Zürichs (so à la "Shake your ass!") suchen.
Inzwischen feiert das Abart an der Manessenstrasse (ganz in der
Nähe der Lessingstrasse Insidertipp für alle
Ragga-Liebhaber!) bereits sein 5-jähriges Bestehen und scheint
immer mehr Erfolg mit seinem Programm, einer Mischung aus Rock,
Punk, Grunge, Trash, Indie & Elektropop zu haben. Auch das
Line-up kann sich sehen lassen: A, Placebo, Nada Surf, Porcupine
Tree, nur um ein paar wenige Leckerbissen aufzuzählen. Aber
nicht nur die Grossen kommen zum Zug, sondern auch jene Bands,
die es noch werden wollen, können sich im alljährlichen
"Contest", welcher vom Abart durchgeführt wird
unter Beweis stellen. Dem Sieger winkt ein Plattenvertrag!
Die Einrichtung des Clubs selber ist ziemlich schlicht, doch
trotzdem heimelig, wenn auch ein bisschen düster. Zur Lage
ist noch zu sagen: Im Sommer, wenn man um x Uhr morgens nach
Hause latschen will oder muss, okay, aber im Winter? Nie wieder!
Kaufleuten (www.kaufleuten.ch)
Das krasse Gegenteil des Abarts: Hier trifft sich die Nachwuchs-High-Society
Zürichs oder die, die es zu sein meinen, um sich und ihr
Wesen (aber bestimmt nicht ihren Geist!) zu feiern. Mitten im
Herzen Zürichs, an der Pelikanstrasse, liegt der wohl bekannteste
(und von manchen auch verpönteste) Club der Stadt samt Bar
und Lounge (welche wirklich edel ist, geräumig, Designersofas
und Chill-Out-Sound!). Der Club selber ist seinen Gästen
stylemässig angepasst: große (bequeme) Königsofas,
geile Lichteffekte und eine große Tanzfläche, damit
man auch wirklich alles(!) zu R&B, Soul, House oder Disco
wippen kann. Aber eines muss man dem Kaufleuten lassen: Die Acts,
welche sie aufbieten, sind die Crème de la Crème,
unübertreffbar, besonders für Soul-Artists scheint
der Organisator ein glückliches Händchen zu haben,
denken wir nur einmal an Joy Denalane oder Indie.arie. Aber auch
die neu eingeführten UK-Nights versprechen wilde Nächte,
nächsten Monat mit den Appletons und den Sugarbabes.
Wer also einfach Party haben und schöne Menschen sehen will,
der gehe in den Kaufleuten, denn dort läuft man nie die
Gefahr auf "tote Hose" zu treffen. Zwei Tipps zum Schluss:
Wer nicht Member ist, sollte sich früh genug aufmachen,
wenn er nicht eine Stunde vor dem Club warten will. Und an die
Herren: Nie ohne eine Lady!
x-tra (www.x-tra.ch)
Im Palais haben wohl alle angefangen! Samstag Abend am Limmatplatz
rumgehangen, und gehofft, wenn nicht gar gebangt, dass der Tütsteher
Erbarmen hat und einen reinlässt, denn man ist ja noch keine
18 (vielleicht nicht einmal 16?), aber man will doch wissen,
wie das so ist im Ausgang. Einmal drin befindet man sich sozusagen
auf einem riesigen Spielplatz, viel wird mit Farblichtern und
-feldern gearbeitet, wohl um eine heitere Atmosphäre zu
schaffen. Ueber der Tanzfläche schwebt eine riesige Discokugel,
wie es sich gehört, um die Leute in Stimmung zu bringen.
Nützt wohl, denn um 11 Uhr ist alles am bouncen, für
eine Stunde zumindest, bis dann der letzte Zug fährt...
Unter der Woche wird das ganze viel easier angegangen, Cool Monday,
für viele ein Muss, der den Wochenanfang zu versüßen
vermag, More Than More am Mittwoch und am Donnerstag Salsamania,
wo man wirkliches Tanzen sehen kann (wer hätte das gedacht?).
Auch das x-tra scheint Budget-mässig keine Sorgen zu haben,
nur schon in den nächsten zwei Monaten sind Stress, Gentleman,
die Guano Apes, Samy Deluxe und Afrob im Haus (ja, der Hip-Hop
scheint Erfolge im PALAIS zu verbuchen). Wems gefällt!
Dynamo/ Rote Fabrik (www.rotefabrik.ch)
Zu guter Letzt unsere 2 Kulturschuppen, welche durch ihr vielschichtiges
und -seitiges Angebot fast für jeden etwas bieten, dass
das Herz höher schlagen lässt. Sowohl das Dynamo (Bild
rechts) an der Wasserwektstrasse wie auch "diä Root"
an der Seestrasse beim Wollishofen besteht aus mehreren Räumen/
Hallen, welche leicht schmuddelig wirken, was aber überhaupt
nicht ins Gewicht fällt, da die Happenings und Acts alles
übertreffen. Wer einmal an einem Konzert in der Roten war,
weiß, was es heißt, so richtig abzugehen. Vormerken
sollte man sich auf jeden fall den 9. März (Asian Dub Foundation)
und den 26. März (The Roots). Das kleinere und vielleicht
auch weniger Kommerz-orientierte Dynamo bringt Africa Tropic
Nights, Hip-Hop und Punk (z.B. Anti-Flag) problemlos in einem
Raum unter.
An beiden Orten wird tagsüber und am frühen Abend ein
Alternativprogramm geboten, Theater und div. Tanzkurse, Videowerkstätte,
Fotografieausstellungen und Trommelabende. Auf jeden Fall sollte
man nach "was-auch-immer" im Ziegel bei der Roten einkehren
um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, oder aber ihm
ein richtiges Warm-up zu verpassen!
Wie man sieht birgt das Nachtleben der
Zürcher eine Vielfalt an Möglichkeiten, die Wahl fällt
den meisten jedoch nicht schwer, denn man schubladisiert sich
ja gern selber durch das "iih, da würde ich nie hingehen!",
doch vielleicht sollte man etwas Neues wagen, seinen "style"
für einen Abend vergessen und in neue Welten eintauchen!
Wäre auf jeden Fall interessant, einen Punk im Kaufleuten
anzutreffen... Who knows?!

Winterthur
Wer in Zürich das treffende Konzertlokal
nicht gefunden hat, der könnte möglicherweise in Winterthur
fündig werden, auch wenn die Auswahl nicht allzu gross ist.
Von basil.schneider
plebs.ch.
Zwar ist Winterthur an ihren Einwohnern gemessen die sechstgrösste
Stadt in der Schweiz. Doch was den Ausgang betrifft, leidet sie
aber doch sehr unter ihrer Nähe zu der Ausgangs-Metropole
Zürich.
Dafür aber gibt es in Winterthur die
"Winterthurer Musikfestwochen", welche jeweils Ende
August/Anfang September stattfinden. Dieses Festival ist Anlass
für einen grossen Besucher-Ansturm in der ganzen Stadt und
die Konzerte finden jeweils in einzigartiger Ambiente in der
Altstadt statt. Abgedeckt wird dabei beinahe das komplette Musik-Spektrum,
und wer sich etwas umsieht, findet sicherlich auch etwas nach
seinem Geschmack, in den Bars in und rund um Winterthur, welche
zu dieser Zeit stets volles Partyprogramm haben.
Was Clubs anbelangt, so ist sicherlich
das Salzhaus, gleich in der Nähe des Bahnhofs, erwähnenswert.
Oftmals legen DJs auf, hin und wieder gibt es auch einige Konzerte
im schön gestalteten und dekorierten Salzhaus.
Ebenfalls für kleinere Anlässe
zuständig ist das Albani, welches neben unzähligen
kleinen Konzerten sogar ein preisgünstiges Hotel anbietet
und somit auch der ideale Veranstaltungsort ist für Gäste,
welche einen weiten Weg auf sich genommen haben. Ungefähr
150 Konzerte finden jährlich im kleinen Albani statt, welches
nun schon auf bald 15 Jahre Erfahrung zurückblicken kann.
Ausgangstreffpunkt Nummer eins in Winterthur
bleibt aber wohl das Gaswerk. Noch vor gut einem Jahr war die
Zukunft des Gaswerks ungewiss, wollte doch die SVP die Subventionierungen
der Stadt Winterthur an das Kulturlokal Gaswerk stoppen. Da das
Gaswerk sich der experimentellen und stets nicht-kommerziellen
Seite der Musik verschrieben hat, wäre dieser Beschluss
das Aus für den feinen Club gewesen. Doch das Stimmvolk
von Winterthur entschied sich für das Gaswerk und somit
für ein alternatives Konzertlokal für die Jugend von
Winterthur. Auffallend bei den Konzerten im Gaswerk ist das oftmals
feine Gespür für die richtigen Bands, so ist hin und
wieder bei Konzert-Anlässen in Zürich folgender Ausspruch
zu hören: "Diese Band habe ich bereits vor zwei Jahren
in kleinem Rahmen im Gaswerk in Winterthur gesehen."
Web:
www.musikfestwochen.ch
www.salzhaus.ch
www.albani.ch
www.gaswerk.ch