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Jules Verne: "Reise zum Mittelpunkt der
Erde" (Hörspiel) | Der Hörverlag
Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
Professor Lidenbrock, kauziger Experte
in Sachen Steine und Mineralien, findet in einem alten isländischen
Buch eine Wegbeschreibung ins Erdinnere. Mit seinem Neffen Axel
steigt er durch einen Vulkankrater hinab und entdeckt eine atemberaubende
unterirdische Welt voll faszinierender Landschaften und Lebewesen.
Von Barbara Lehnherr.
Professor Lidenbrock ist ein wirklich liebenswerter
Mensch, aber auch ein bisschen komisch, wie Wissenschaftler manchmal
sind. Er hat ständig neue, verrückte Ideen und sucht
nach großen Entdeckungen. Wenn er eine spannende Spur gefunden
hat, sind ihm keine Anstrengung und keine noch so extrem scheinende
Aktion zu viel. Deshalb ist sein Neffe Axel auch wenig begeistert,
als Professor Lidenbrock das ganze Haus in Aufregung versetzt.
In einem Antiquariat hat er einen Fund gemacht: ein uraltes isländisches
Buch des isländischen Alchimisten Arne Saknussemm aus dem
16. Jahrhundert, aus dessen Seiten auf altem Pergament eine verschlüsselte
Botschaft in alter Runenschrift herausflattert. Den Inhalt vermag
der Professor nicht zu entschlüsseln, dies gelingt jedoch
Axel, der als wissenschaftlicher Assistent in Professor Lidenbrocks
Haus lebt. Die Botschaft enthält einen Hinweis auf eine
Einstiegsmöglichkeit ins Innere der Erde. Eine wissenschaftliche
Sensation und unsterblicher Ruhm winken den beiden Gelehrten,
wenn dieses Abenteuer gelingen würde. Sofort machen sie
sich auf den Weg, und ihre Reise in die Unterwelt wird zugleich
zu einer Reise durch die Zeit und durch die frühsten Epochen
der Erdgeschichte, in denen es noch Riesenwälder und Dinosaurier
gab.
Als ob man dort wäre
Jules Vernes Buch ist nicht einfach nur ein utopischer Roman.
Er hat es in einer Art und Weise geschrieben, die den Leser von
der ersten Seite an fesselt und bis am Schluss nicht mehr loslässt.
Die Hörbuch-Adaption wird der faszinierenden Sprache von
Jules Verne bis ins letzte gerecht und übertrifft sie teilweise
sogar. Die Umsetzung der Stimmen und Klänge des Erdinneren
sind so realitätsnah, dass man sich tatsächlich mitten
in der Unterwelt wähnt. Die Charaktere des Professors und
seines Neffen werden durch die Vertonung erst richtig zum Leben
erweckt und ein immenser Chor aus Stimmen und Klängen, Geröllschlag,
Wasserrauschen und Höhlenatmosphäre machen das Hörspiel
so zu einer akustischen Expedition.
Grosses Hör-Vergnügen
Die Vertonung eines solchen Klassikers der Abenteuer-Literatur
birgt sicher viele Gefahren und Hindernisse. Diese wurden von
den Produzenten jedoch gekonnt und sicher aus dem Weg geräumt,
so dass das Zuhören ein pures Vergnügen ist. Die manchmal
vielleicht etwas umständliche und leicht veraltete Sprache
von Jules Verne verliert durch die Vertonung genau diese negativen
Aspekte und es wird so, wie schon erwähnt, nur noch das
positive, die farbenfrohe Darstellung und der reiche Wortschatz,
hervorgehoben.
2 CD, 156 Minuten, CHF 35.20
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