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Steven Barnes: "Obi Wan Kenobi und die
Bio Droiden" (Roman) | Blanvalet
Ein Leckerbissen aus dem Expanded Universe?
Dieser Star Wars Roman ist nichts
für eingefleischte SW- Film Fans. Doch die machen ja sowieso
meist einen großen Bogen um das Expanded Universe (EU).
Ansonsten ist es der zweite Teil aus der Klonkriege-Trilogie.
Diese Bücher sind im Zeitraum zwischen den Filmteilen 2:
"Attack of the Clones" und Teil 3: "Revenge of
The Sith" angelegt und beschreiben den Werdegang der Republik
in Richtung Imperium.
Von Felizitas Philipp.
Der Roman spielt auf Cestus, einem Planeten,
der einst eine Strafkolonie war und sich zu einem industriellen
Zentrum, dessen Geschäftselite sich auf die Konstruktion
und den Verkauf von einzigartigen Droiden spezialisiert hat,
gewandelt hat. Diese Elite stammt von früheren Insassen
des Gefängnisses ab und der wirtschaftliche Aufschwung hat
viele Aussenweltler auf den Planeten gelockt, die dort ihr Glück
versuchen wollten.
Eine Fabrik für "Jedi Killer"
Die ursprünglichen Bewohner des Planeten, eine insektoide
Spezies namens X'Ting wurde immer weiter zurückgedrängt,
bis die heutige Regentin G'Mai Duris nur noch einen repräsentativen
Status innehatte. Die eigentliche Macht liegt mittlerweile in
den Händen der Fünf Familien, die die Fabriken zur
Droidenerzeugung leiten.
Diese Personen haben erstens mit unlauteren Mitteln den eigentlichen
Bewohnern das Land abgeluchst, auf dem nun ihre Fabriken stehen,
außerdem sind sie in Geschäfte mit den Separatisten,
unter der Führung Count Dookus, verwickelt und wollen nun
nicht mehr mit der Republik Handel treiben und sich sogar von
ihr lossagen. Sie haben eine neue gefährliche Waffe entwickelt,
eine Droidenart mit der Abkürzung JK, die im Volksmund Jedi
Killer, genannt wird. Diese Droiden haben ein biologisches Innenleben,
das sie in gewissem Maße für die Macht empfänglich
macht.
Intrigen und Winkelzüge
An diesem Punkt werden Obi Wan Kenobi, Kit Fisto und eine handvoll
Klonkrieger entsendet, um dem ein Ende zu bereiten und die ,normalen'
wirtschaftlichen Verhältnisse mit der Republik herzustellen
und den Vertrieb dieser gefährlichen Droiden zu stoppen.
Anfänglich gestalten sich die diplomatischen Verhandlungen
von Obi Wan und der Regentin sehr zäh und schwierig, doch
mit der Zeit wächst das Vertrauen zwischen beiden Parteien.
Doch geschickte Intrigen und Winkelzüge einer Abgesandten
Dookus, Asajj Ventress, machen alle diese diplomatischen Bemühungen
zunichte und Obi Wan ist gezwungen zu fliehen.
Kit Fisto hat unterdessen mit den Klonkriegern begonnen Leute
zu rekrutieren, um die legendäre Befreiungsfront ,Der Wüstenwind'
wieder zu neuem Leben zu erwecken. Die Anschläge gegen Einrichtungen
der Fünf Familien laufen ohne Blutvergießen ab, bis
sich erneut die Abgesandte Dookus einmischt.
Klonkrieger mit Charakter
Soviel sie verraten, doch der Leser und Fan sollte sich selbst
ein Bild machen. Dieses Buch ist wirklich lesenswert, spannend
und kurzweilig geschrieben. Anfänglich bedient sich der
Autor einer sehr blumigen Sprache, die ein wenig irritierend
für den Leser ist. Doch mit der Zeit findet er mehr und
mehr in die Star Wars Sprache und somit auch in das Star Wars
Universum hinein. "Obi Wan Kenobi und die Biodroiden"
ist eine gelungene Mischung aus Politthriller und dem typischen
Star Wars Sciencefiction Genre. Besonders bemerkenswert ist,
dass es gelingt den Charakteren Tiefe und Leben zu geben, allen
voran den Klonkriegern, die man anhand der Filme gerne als Roboter,
die austauschbar sind, abtun möchte. Ebenso wird Obi Wan
Kenobi, eine der Hauptfiguren der gesamten SW Saga, zu einer
schillernden Persönlichkeit mit Charisma und Tiefe. Auch
Fans des ruhmreichen Kit Fisto werden auf ihre Kosten kommen.
Dieser Charakter verfügt seit diesem Buch über einen
sehr trockenen Humor und wächst einem einfach ans Herz.
Abschließend kann nur gesagt werden,
dass alle Fans von Star Wars, vor allem aber Liebhaber des Expanded
Universe, hier auf ihre Kosten kommen werden!
448 Seiten, CHF 15.80
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