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Jean-Christophe Grangé: "Das schwarze
Blut" (Thriller) | Ehrenwirth
Wer der Blutspur folgt...
...darf sich nicht wundern, wenn er
von der Welle des Bösen überrollt wird. Seit der brutalen
Ermordung seiner Freundin Sophie lässt Mark Dupreyat die
Frage nach dem wahren Wesen des Bösen keine Ruhe mehr. Er
wird von dieser Faszination geradezu verzehrt.
Von Monika Zwiefelhofer.
Mark Dupreyat, Gerichtsreporter und Sensationsjournalist,
wittert die grosse Story, als er das Angebot erhält, über
den ehemaligen Tiefseetaucher Jaques Reverdi zu berichten, der
jetzt als Serienkiller in einem malaysischen Gefängnis auf
sein Urteil wartet. Bald erkennt er jedoch, dass er auf normalem
Weg nicht an diese "Bestie" herankommt. Einer rabenschwarzen
Eingebung folgend, erfindet er "Elisabeth", die er
als wissbegierige junge Frau darstellt und die angeblich Psychogramme
von Mördern schreibt. Reverdi gefällt sich in der Rolle
des satanischen Helden und lässt sich auf einen Briefkontakt
ein.
Reise in die Finsternis
Wie eine Blutspur ziehen sich Reverdis bizarren Ritualmorde an
Frauen durch Südostasien. Anzumerken sei an dieser Stelle,
dass die Lektüre nichts für sensible Nerven ist und
dass gewisse Textstellen "kaltes Blut" benötigen
um verarbeitet zu werden. Der Killer führt Mark nun aus
dem Gefängnis heraus mit verschlüsselten Botschaften
in sein makabres Universum des Bösen ein. Und mit zunehmender
Gewissheit, dass ein derart verwirrtes, bösartiges Wesen
tatsächlich so lange unentdeckt sein Unwesen treiben konnte,
kann Mark nicht mehr loslassen. Jetzt muss er den Weg bis zu
Ende gehen.
Satanische, verlogene Liebe
Jaques Reverdi verliebt sich in "Elisabeth". Das ist
kein Wunder, schreibt doch der gewiefte Sensationsreporter in
meisterhafter Manier verführerische Briefe, um den Killer
bei der Stange und bei Laune zum Enthüllen seiner satanischen
Geheimnisse zu halten. Auf des Geliebten Bitte sendet ihm "Elisabeth"/Mark
kaltblütig das gestohlene Foto eines befreundeten Models,
Khadidja und verleiht somit der erfundenen Figur ein sehr reizvolles
Bild. Reverdi schickt seine Geliebte durch halb Südostasien
auf die Entdeckungsreise der Blutspur, seiner Blutspur, deren
Geheimnis er mit grosser Fantasie Stück für Stück
entschleiert.
Ironie des Schicksals
Als Mark genug Material für das von ihm geplante Buch zusammen
hat, bricht er den Kontakt zu Reverdi ab. Doch er hat nicht mit
der Rache eines wahren Serienmörders gerechnet. Reverdi
gelingt in einer waghalsigen Aktion die Flucht aus der Todeszelle.
Er kommt nach Paris und sucht "Elisabeth", deren Gesicht
überall auf Werbeplakaten zu sehen ist. Für Mark und
Khadidja beginnt ein Albtraum...
544 Seiten, CHF 34.90
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Zum Autor
Jean-Christophe Grangé schreibt in
exzellentem Stil Thriller der Gänsehautklasse. Er ist bekannt
für ungewöhnliche Stoffe, unerträgliche Spannung
und exotische Schauplätze. Weitere Romane: "Der Flug
der Störche", "Die purpurnen Flüsse",
"Der steinerne Kreis", "Das Imperium der Wölfe".
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