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Nr. 144 / Juni 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Jean-Christophe Grangé: "Das schwarze Blut" (Thriller) | Ehrenwirth
Wer der Blutspur folgt...

...darf sich nicht wundern, wenn er von der Welle des Bösen überrollt wird. Seit der brutalen Ermordung seiner Freundin Sophie lässt Mark Dupreyat die Frage nach dem wahren Wesen des Bösen keine Ruhe mehr. Er wird von dieser Faszination geradezu verzehrt.

Von Monika Zwiefelhofer.

Mark Dupreyat, Gerichtsreporter und Sensationsjournalist, wittert die grosse Story, als er das Angebot erhält, über den ehemaligen Tiefseetaucher Jaques Reverdi zu berichten, der jetzt als Serienkiller in einem malaysischen Gefängnis auf sein Urteil wartet. Bald erkennt er jedoch, dass er auf normalem Weg nicht an diese "Bestie" herankommt. Einer rabenschwarzen Eingebung folgend, erfindet er "Elisabeth", die er als wissbegierige junge Frau darstellt und die angeblich Psychogramme von Mördern schreibt. Reverdi gefällt sich in der Rolle des satanischen Helden und lässt sich auf einen Briefkontakt ein.

Reise in die Finsternis
Wie eine Blutspur ziehen sich Reverdis bizarren Ritualmorde an Frauen durch Südostasien. Anzumerken sei an dieser Stelle, dass die Lektüre nichts für sensible Nerven ist und dass gewisse Textstellen "kaltes Blut" benötigen um verarbeitet zu werden. Der Killer führt Mark nun aus dem Gefängnis heraus mit verschlüsselten Botschaften in sein makabres Universum des Bösen ein. Und mit zunehmender Gewissheit, dass ein derart verwirrtes, bösartiges Wesen tatsächlich so lange unentdeckt sein Unwesen treiben konnte, kann Mark nicht mehr loslassen. Jetzt muss er den Weg bis zu Ende gehen.

Satanische, verlogene Liebe
Jaques Reverdi verliebt sich in "Elisabeth". Das ist kein Wunder, schreibt doch der gewiefte Sensationsreporter in meisterhafter Manier verführerische Briefe, um den Killer bei der Stange und bei Laune zum Enthüllen seiner satanischen Geheimnisse zu halten. Auf des Geliebten Bitte sendet ihm "Elisabeth"/Mark kaltblütig das gestohlene Foto eines befreundeten Models, Khadidja und verleiht somit der erfundenen Figur ein sehr reizvolles Bild. Reverdi schickt seine Geliebte durch halb Südostasien auf die Entdeckungsreise der Blutspur, seiner Blutspur, deren Geheimnis er mit grosser Fantasie Stück für Stück entschleiert.

Ironie des Schicksals
Als Mark genug Material für das von ihm geplante Buch zusammen hat, bricht er den Kontakt zu Reverdi ab. Doch er hat nicht mit der Rache eines wahren Serienmörders gerechnet. Reverdi gelingt in einer waghalsigen Aktion die Flucht aus der Todeszelle. Er kommt nach Paris und sucht "Elisabeth", deren Gesicht überall auf Werbeplakaten zu sehen ist. Für Mark und Khadidja beginnt ein Albtraum...

544 Seiten, CHF 34.90

Zum Autor

Jean-Christophe Grangé schreibt in exzellentem Stil Thriller der Gänsehautklasse. Er ist bekannt für ungewöhnliche Stoffe, unerträgliche Spannung und exotische Schauplätze. Weitere Romane: "Der Flug der Störche", "Die purpurnen Flüsse", "Der steinerne Kreis", "Das Imperium der Wölfe".


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