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Robert Ludlum / Gayle Lynds: "Der Altman
Code" (Thriller) | Heyne
Der Altman Code
Die U.S. Marine hat einen chinesischen
Frachter im Visier, der im Verdacht steht, gefährliche Chemikalien
in den Irak zu transportieren. Um einen diplomatischen Supergau
zu verhindern, muss der Geheimdienst herausfinden, ob aus dem
Verdacht tatsächlich Wirklichkeit wird. Für diese Aufgabe
gibt es keinen Besseren als den Chef der Geheimabteilung Covert-One:
Jon Smith. Was er entdeckt, bestätigt seine schlimmsten
Albträume.
Von Barbara Lehnherr.
Mit dem "Altman Code" ist der dritte
Band der Covert-One-Reihe von Robert Ludlum erschienen, den er
zusammen mit Gayle Lynds verfasst hat. Nach "Der Hades Faktor"
und "Die Paris Option" ist dies auch das dritte Buch
um den Hauptdarsteller Lt. Colonel Jon Smith. Erneut muss dieser
mit Hilfe seiner Partnerin Randi Russell gegen die ultimative
Bedrohung der freien Welt ankämpfen, dieses Mal wahlweise
in Gestalt chinesischer, irakischer und iranischer Verbrecher
oder auch korrupter amerikanischer Politiker und Geschäftsmagnaten.
Spannend wie immer
Wer Ludlum kennt und mag, wird auch dieses Buch verschlingen.
Vielleicht ist die Story an einigen Stellen etwas unglaubwürdig,
über das Gesamte gesehen ist sie aber durchaus spannend
und man mag den Thriller, einmal angefangen, schlecht wieder
aus der Hand legen. Der Charakter von Lt. Col. Jon Smith ist
von Ludlum/Lynds nicht in der typischen James-Bond-Agenten-Manier
dargestellt, sondern in einer vielschichtigeren Art und Weise,
die ihn auch immer als normalen Menschen, mit durchaus menschlichen
Problemen zeigt. Seine Beziehung zu seiner Partnerin Randi Russell,
die, wie man erfährt, eigentlich seine Schwägerin ist,
könnte man quasi als treibende Kraft für Smith' Handlungen
verstehen. Ohne diese Beziehung würde der ganzen Geschichte
die nötige Tiefe fehlen und es würde ein nullachtfünfzehn
Agenten-Thriller bleiben. Aus diesem Grund ist das Buch trotz
der bereits erwähnten Unglaubwürdigkeit, also der allzu
starken Fiktion, die stellenweise auftritt, sehr spannend zu
lesen.
aber
Insgesamt ist das Buch also sehr empfehlenswert. Man sollte jedoch
der Vollständigkeit halber und zum besseren Verständnis
einiger Passagen die beiden anderen Bücher der Covert-One-Reihe
auch lesen. Dadurch wird der Hintergrund der Hauptfiguren erst
richtig klar und man hat so viel mehr Freude an der Lektüre
vom "Altman Code". Ein Kritikpunkt an diesem Buch wäre
wahrscheinlich die Tatsache, dass dieses Buch erst nach dem Tod
von Ludlum veröffentlicht wurde, so dass sich "echte"
Kenner von Ludlum sicher fragen, wie viel vom ganzen Text tatsächlich
noch von ihm stammt und wie viel von sog. "Ghostwritern".
Wer die anderen grossen Erfolgsbücher von Ludlum gelesen
hat (Borowski-Trilogie, Rheinmann-Tausch oder die beiden "Matarese"),
wird vielleicht einen gewissen Unterschied feststellen. Da das
Lesen dieses Buches aber trotzdem grossen Spass macht, wäre
es wirklich nur ein übergenaues Hinterfragen, das diesen
Spass deutlich mindern würde.
460 Seiten, CHF 18.20
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Zu den Autoren
Robert Ludlums Romane wurden in über
30 Sprachen übersetzt und erreichten weltweit eine Auflage
von mehr als 200 Millionen Exemplaren. Im Heyne Verlag erschien
zuletzt "Der Tristan-Betrug". Robert Ludlum verstarb
im März 2001. Die Romane aus seinem Nachlass erscheinen
bei Heyne. Gayle Lynds arbeitete selbst mehrere Jahre beim amerikanischen
Geheimdienst, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Als Co-Autorin
von Robert Ludlum machte sie sich einen guten Namen in der Thrillerszene.
Während ihrer Schreibtätigkeit für Ludlum wurde
sie auch bekannt als Autorin einiger Bücher aus der Reihe
"Die drei ???".
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