AKTUELL   ARCHIV & SUCHE   NEWSLETTER   INFOS   KONTAKT

Nr. 144 / Juni 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NEUHEITEN    COMICS    AUSGELESEN    AUSGESCHRIEBEN    KALENDER

 

« ZURÜCK

 

WEITER »

HIGHLIGHTS
BELLETRISTIK
SACHBUCH

HÖRBUCH

Überblick

ROMANE:
Stéphane Audeguy
Miranda Beverly-Whittemore
Kevin Brockmeier
Truman Capote
Juan Goytisolo
Jan Koneffke
Judith Kuckart
Iain Levison
Nicol Ljubic
Curzio Malaparte
Ulrike Purschke
Susanne Tschirner
Annie Wang

ERZÄHLBÄNDE & GESCHICHTEN:
Marcel Beyer
Anna Ruchat
Angelika Waldis
Dieter E. Zimmer

THRILLER & KRIMIS:
Alex Barclay
Beate Baum
Lena Blaudez
Patricia Highsmith
John Katzenbach
Yasmina Khadra
Robert Ludlum
Jean-Christophe Grangé
Akif Pirinçci
Johannes K. Soyener

PHANTASTIK:
Steven Barnes
Alex Kortner
Dennis L. McKiernan
Julianne Lee
Gerd Scherm
 

Nicol Ljubic: "Heimatroman oder wie mein Vater ein Deutscher wurde" (Roman) | DVA
Reise in die Vergangenheit

Gemeinsam mit seinem Vater fährt Nicol Ljubic nach Kroatien, um von dort die abenteuerliche Reise, die seinen Vater vor vierzig Jahren von Zagreb nach Deutschland geführt hat, zu rekonstruieren - eine spannende Vater-Sohn-Geschichte.

Von Stephan Sigg.

Nicol Ljubic will die Vergangenheit seines Vaters kennen lernen und herausfinden, ob seine Erinnerungen tatsächlich der Realität entsprechen. So setzen sie sich in Bremen ins Auto und fahren nach Kroatien. Der Vater, der sich selbst als richtiger Deutscher bezeichnet, hat sich in seiner neuen Heimat hochgearbeitet - vom Flüchtling zum angesehen Lufthansa-Mechaniker. Doch nun, von einer längeren Krankheit gezeichnet, ist er nicht mehr der "Grizzly", wie man ihn früher oft genannt hat. Trotzdem ist der Sohn fest von der Notwendigkeit der Vater-Sohn-Reise überzeugt.

Flucht aus Jugoslawien
Nach einem Verwandtenbesuch in Zagreb, beginnt der eigentliche Teil ihres Abenteuers: Sie fahren nach Triest, wo Nicol Ljubics Vater die erste Zeit nach seiner Flucht aus dem kommunistischen Jugoslawien verbracht hat. Sofort wird beiden klar, dass die Zeit ihre Spuren in der Stadt hinterlassen hat. Es braucht einiges an Rekonstruktionsarbeit, bis sich Ljubics Vater wieder an die alten Häuser und Strassen erinnert. Doch Autor Ljubic kann sich selbst überzeugen, dass die Geschichten von seinem Vater nicht erfunden sind, sondern tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Das gleiche wiederholt sich in den nächsten Stationen auf Korsika und in Südfrankreich.

Nur eine bleibt verschollen: Die geheimnisvolle Monique, mit der Ljubics Vater in den 60ern Jahren eine Affäre gehabt haben will. Die angebliche Besitzerin einer Metzgerei und Dame von Welt, die damals rege Kontakte zum Who-is-Who der französischen Highsociety pflegte, ist wie vom Erdboden verschluckt und keiner will sich an sie erinnern. Hat es sie wirklich gegeben oder ist sie bloss ein Hirngespinst?

Mit einem Augenzwinkern
"Heimatroman" ist eine spannende Erzählung im Stil eines "Road-Movie". Der Autor (geboren 1971) mit kroatischen Wurzeln erzählt ohne Pathos, dafür aber mit einem Augenzwinkern auf ganz persönliche Weise einen Teil seiner Lebensgeschichte. Stets weiss er den verschiedenen Erzählungen, eine komische Seite abzugewinnen. Vater und Sohn sind unterwegs und lernen sich dabei immer besser kennen und lernen auch, ihre Macken und Ticks besser zu akzeptieren. Eine gelungene Schilderung über einen Vater, der als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen ist und nun dort "deutscher als mancher Deutscher" ist und einen Sohn, der eine aussergewöhnliche Reise in die Vergangenheit und damit gleichzeitig ein Stück Gastarbeiter-Geschichte beschreibt.

213 Seiten, CHF 31.90


« ZURÜCK

NACH OBEN

WEITER »

Erscheint jeden Monat am 3. neu.

© Copyright 2000 - 2006. Alle Rechte vorbehalten. | Powered by Bürki Hosting, Spiez