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Highlights im Juni
Truman Capote:
"Sommerdiebe"
Gerade mal neunzehn Jahre alt war Truman Capote, als er die Geschichte
der 17-jährigen Grady zu schreiben begann, die in einem
heissen New Yorker Sommer die Freiheit entdecken und erwachsen
werden will. Über sechzig Jahre war das stilistisch elegante
Debüt Capotes verschwunden, bevor es 2004 in einem Auktionskatalog
wieder auftauchte. Gerade rechtzeitig zum diesjährigen Capote-Revival
erscheint die deutsche Übersetzung von "Summer Crossing"
nun im Kein & Aber Verlag. |
Stéphane
Audeguy: "Der Herr der Wolken"
Wer noch an Träume glaubt, sollte sich dieses Buch besorgen:
Die Bibliothekarin Virginie Latour soll die Bibliothek des japanischen
Modeschöpfers Akira Kumo katalogisieren. Ihr Arbeitgeber
lässt sie aber nicht nur sein Heiligtum ordnen, sondern
erzählt Virginie auch jedes Mal eine Geschichte über
die Wolken. Das anfängliche Befremden weicht einer tiefen
Faszination für die Helden der Meteorologie. Zwischen der
französischen Bibliothekarin und dem Japaner mit bewegter
Vergangenheit entwickelt sich eine tiefe Beziehung, in der der
Modeschöpfer ein letztes Mal erfährt, was Glück
ist. Ein faszinierendes und vielschichtiges Erstlingswerk, das
man am besten auf dem Rücken liegend liest. |
Alex Barclay: "Schattenturm"
Vor ihrem 30. Geburtstag einen Roman schreiben - das hat
sich Alex Barclay vorgenommen und es auch geschafft. "Schattenturm"
ist aber nicht nur irgendein Roman, sondern ein Muss für
alle Nervenkitzel-Fans, das Spannung von der ersten bis zur letzten
Seite garantiert. Da die einzige unangenehme Nebenwirkung der
Lektüre Sucht nach Nervenkitzel dieser Art ist, bleibt zu
hoffen, dass sich Alex Barclay vorgenommen hat, auch vor ihrem
31. Geburtstag wieder einen Roman zu veröffentlichen. |
Gerhard Haase-Hindenberg:
"Göttin auf Zeit"
Ein Kind als lebende Göttin auf Zeit - diese Tradition
kennt man sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus. Amita
war eine von ihnen. Gerhard Haase-Hindenberg hat mit ihr, ihren
Eltern und anderen Ex-Göttinnen gesprochen und zeichnet
in seinem Buch nun ein farbenfrohes und verwirrendes Bild von
Nepal und Kathmandu, der Stadt der Dyo Maiju, der Mädchengöttin. |
Jules Verne: "Reise
zum Mittelpunkt der Erde"
Professor Lidenbrock und sein Neffe Axel machen sich im Namen
der Wissenschaft und um des ewigen Ruhmes willen auf zu einer
Reise zum Mittelpunkt der Erde. Der Hörverlag macht das
Hörspiel zu einer gelungenen akustischen Expedition. Ein
immenser Chor aus Stimmen und Klängen, Geröllschlag,
Wasserrauschen und Höhlenatmosphäre überzeugen
ebenso wie die gekonnt zum Leben erweckten Charaktere. Die heikle
Vertonung eines Klassikers ist hier durch und durch gelungen! |
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