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Nr. 144 / Juni 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Highlights im Juni

Truman Capote: "Sommerdiebe"
Gerade mal neunzehn Jahre alt war Truman Capote, als er die Geschichte der 17-jährigen Grady zu schreiben begann, die in einem heissen New Yorker Sommer die Freiheit entdecken und erwachsen werden will. Über sechzig Jahre war das stilistisch elegante Debüt Capotes verschwunden, bevor es 2004 in einem Auktionskatalog wieder auftauchte. Gerade rechtzeitig zum diesjährigen Capote-Revival erscheint die deutsche Übersetzung von "Summer Crossing" nun im Kein & Aber Verlag.

Stéphane Audeguy: "Der Herr der Wolken"
Wer noch an Träume glaubt, sollte sich dieses Buch besorgen: Die Bibliothekarin Virginie Latour soll die Bibliothek des japanischen Modeschöpfers Akira Kumo katalogisieren. Ihr Arbeitgeber lässt sie aber nicht nur sein Heiligtum ordnen, sondern erzählt Virginie auch jedes Mal eine Geschichte über die Wolken. Das anfängliche Befremden weicht einer tiefen Faszination für die Helden der Meteorologie. Zwischen der französischen Bibliothekarin und dem Japaner mit bewegter Vergangenheit entwickelt sich eine tiefe Beziehung, in der der Modeschöpfer ein letztes Mal erfährt, was Glück ist. Ein faszinierendes und vielschichtiges Erstlingswerk, das man am besten auf dem Rücken liegend liest.

Alex Barclay: "Schattenturm"
Vor ihrem 30. Geburtstag einen Roman schreiben - das hat sich Alex Barclay vorgenommen und es auch geschafft. "Schattenturm" ist aber nicht nur irgendein Roman, sondern ein Muss für alle Nervenkitzel-Fans, das Spannung von der ersten bis zur letzten Seite garantiert. Da die einzige unangenehme Nebenwirkung der Lektüre Sucht nach Nervenkitzel dieser Art ist, bleibt zu hoffen, dass sich Alex Barclay vorgenommen hat, auch vor ihrem 31. Geburtstag wieder einen Roman zu veröffentlichen.

Gerhard Haase-Hindenberg: "Göttin auf Zeit"
Ein Kind als lebende Göttin auf Zeit - diese Tradition kennt man sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus. Amita war eine von ihnen. Gerhard Haase-Hindenberg hat mit ihr, ihren Eltern und anderen Ex-Göttinnen gesprochen und zeichnet in seinem Buch nun ein farbenfrohes und verwirrendes Bild von Nepal und Kathmandu, der Stadt der Dyo Maiju, der Mädchengöttin.

Jules Verne: "Reise zum Mittelpunkt der Erde"
Professor Lidenbrock und sein Neffe Axel machen sich im Namen der Wissenschaft und um des ewigen Ruhmes willen auf zu einer Reise zum Mittelpunkt der Erde. Der Hörverlag macht das Hörspiel zu einer gelungenen akustischen Expedition. Ein immenser Chor aus Stimmen und Klängen, Geröllschlag, Wasserrauschen und Höhlenatmosphäre überzeugen ebenso wie die gekonnt zum Leben erweckten Charaktere. Die heikle Vertonung eines Klassikers ist hier durch und durch gelungen!


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