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Namusoke: "s/t" | Chilly Media /
Namskeio
Dancehall-Hybriden
Käme Namusoke aus London, wäre
sie nach M.I.A. das nächste Fräuleinwunder in Sachen
urbane Beats mit Bounce - doch leider kommt sie aus der kleinen
Schweiz. Ob man von ihr bis jenseits des Ärmelkanals hören
wird?
Von Ralph Hofbauer.
Namusokes Debut enthält jedenfalls genug
Energie und Selbstbewusstsein, um diesen zu überqueren.
Zwischen dem Lager der jamaikanischen Dancehall-Ladies und dem
Grime-Hype findet die in Zürich aufgewachsene Namusoke,
deren Eltern aus Tansania stammen, ihren eigenen Platz in der
Musiklandschaft. Insbesondere ihr englischer Gesang lehnt sich
zwar sehr stark an der jamaikanischen Aussprache und Phrasierung
an, doch auf der instrumentalen Ebene ist Reggae nicht als klassischer
Riddim präsent, sondern lediglich als Stilelement in Form
von Dancehall-Perkussion und Dub-Bässen. An Nicht-Jamaikanischem
findet man in Namusokes Musik viel urbanen Soul und (Afro)-Funk,
sowie etwas Hiphop, wie beispielsweise in "Nightriders",
das verstärkt von maskulinen französischen Reimen die
Tanzfläche entert. Ebenso hitverdächtig der zurückgelehnt
pumpende Groove von "Pik Is On".
Schade nur, dass einige der restlichen Stücke
im Vergleich mit den herausragenden Songs arg abfallen und das
Album lyrisch bisweilen etwas platt wirkt. Schlagwörter
wie "Fire & Burn" wurden schon von genug Dancehall-Produktionen
bemüht und es gibt sicherlich originellere Songtitel als
"Homeys & Sistas". Trotzdem braucht sich Namusoke
mit ihren souligen Dancehall-Hybriden vor der Beat-Terroristin
M.I.A. nicht zu verstecken.
www.namusoke.com
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