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Nr. 140 / Februar 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Namusoke: "s/t" | Chilly Media / Namskeio
Dancehall-Hybriden

Käme Namusoke aus London, wäre sie nach M.I.A. das nächste Fräuleinwunder in Sachen urbane Beats mit Bounce - doch leider kommt sie aus der kleinen Schweiz. Ob man von ihr bis jenseits des Ärmelkanals hören wird?

Von Ralph Hofbauer.

Namusokes Debut enthält jedenfalls genug Energie und Selbstbewusstsein, um diesen zu überqueren. Zwischen dem Lager der jamaikanischen Dancehall-Ladies und dem Grime-Hype findet die in Zürich aufgewachsene Namusoke, deren Eltern aus Tansania stammen, ihren eigenen Platz in der Musiklandschaft. Insbesondere ihr englischer Gesang lehnt sich zwar sehr stark an der jamaikanischen Aussprache und Phrasierung an, doch auf der instrumentalen Ebene ist Reggae nicht als klassischer Riddim präsent, sondern lediglich als Stilelement in Form von Dancehall-Perkussion und Dub-Bässen. An Nicht-Jamaikanischem findet man in Namusokes Musik viel urbanen Soul und (Afro)-Funk, sowie etwas Hiphop, wie beispielsweise in "Nightriders", das verstärkt von maskulinen französischen Reimen die Tanzfläche entert. Ebenso hitverdächtig der zurückgelehnt pumpende Groove von "Pik Is On".

Schade nur, dass einige der restlichen Stücke im Vergleich mit den herausragenden Songs arg abfallen und das Album lyrisch bisweilen etwas platt wirkt. Schlagwörter wie "Fire & Burn" wurden schon von genug Dancehall-Produktionen bemüht und es gibt sicherlich originellere Songtitel als "Homeys & Sistas". Trotzdem braucht sich Namusoke mit ihren souligen Dancehall-Hybriden vor der Beat-Terroristin M.I.A. nicht zu verstecken.

www.namusoke.com


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