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Nr. 140 / Februar 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Richard Ashcroft: "Keys to the world" | Virgin (EMI)
Es kann nur einen geben

Nach fast vier Jahren Pause kehrt Richard Ashcroft zurück ins Musikgeschehen. Seine Songs sind Kult, und seine Alben wecken schönste Erinnerungen. Sein Neustes, "Keys to the world", macht das Leben wieder schön.

Von Dominik Petermann.

Da war doch was im Busche, dachte man sich, als Richard Ashcroft letztes Jahr plötzlich wieder auf europäischen Bühnen auftauchte. Lange Zeit ahnte man es, aber Richard gab sich verschlossen, was weitere Soloalben betraf. Doch jetzt haben wir die Auflösung. "Keys to the world" heisst der frisch gebackene Silberling des ehemaligen Frontmann von The Verve, und klingen tut er so, wie man es sich von Richard Ashcroft auf Solopfaden gewohnt ist. Trotz regem Medienecho bleibt der Sänger ehrlich gegenüber seiner Person und Musik, indem er jeder Art von Hype mit Missfallen begegnet. Er tut, was er schon immer tat, besingt Themen wie Depression und Glückseligkeit, Religion und Tod, die Welt und die Liebe. In aufeinander folgenden Ohrwürmern wie "Music is power" oder "Words just get in the way" wird er dabei wunderbar melodiös von Bläsern, Streichern oder Gitarren begleitet. Devot werden Ashcroft-Fans "Keys to the world" in Empfang nehmen, nach jeder einzelnen Note lechzen, um schliesslich das ganze Werk in einem Zug zu verschlingen. Einmal im Magen entsteht ein warmes Gefühl, das seinesgleichen sucht. Weltoffenes und ehrliches Songwriting ist Richards altbewährtes Rezept. Mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung begrüsst man den Eröffnungssong "Why not nothing?", und man weiss, warum man dem smarten Sänger bis dato die ewige Treue geschworen hat. Böse Zungen mögen zwar behaupten, die Single "Break the night with colour" klinge wie ein Robbie Williams-Song, aber die Lästereien verlieren bald an Gewicht, wenn der Song zum Refrain übergeht und die Melodie sanft von einer Lead-Gitarre übernommen wird. Der Qualitätsunterschied ist unschwer zu erkennen. Es kann halt doch nur einen geben...

www.richardashcroft.com


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