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Richard Ashcroft: "Keys to the world"
| Virgin (EMI)
Es kann nur einen geben
Nach fast vier Jahren Pause kehrt
Richard Ashcroft zurück ins Musikgeschehen. Seine Songs
sind Kult, und seine Alben wecken schönste Erinnerungen.
Sein Neustes, "Keys to the world", macht das Leben
wieder schön.
Von Dominik Petermann.
Da war doch was im Busche, dachte man sich,
als Richard Ashcroft letztes Jahr plötzlich wieder auf europäischen
Bühnen auftauchte. Lange Zeit ahnte man es, aber Richard
gab sich verschlossen, was weitere Soloalben betraf. Doch jetzt
haben wir die Auflösung. "Keys to the world" heisst
der frisch gebackene Silberling des ehemaligen Frontmann von
The Verve, und klingen tut er so, wie man es sich von Richard
Ashcroft auf Solopfaden gewohnt ist. Trotz regem Medienecho bleibt
der Sänger ehrlich gegenüber seiner Person und Musik,
indem er jeder Art von Hype mit Missfallen begegnet. Er tut,
was er schon immer tat, besingt Themen wie Depression und Glückseligkeit,
Religion und Tod, die Welt und die Liebe. In aufeinander folgenden
Ohrwürmern wie "Music is power" oder "Words
just get in the way" wird er dabei wunderbar melodiös
von Bläsern, Streichern oder Gitarren begleitet. Devot werden
Ashcroft-Fans "Keys to the world" in Empfang nehmen,
nach jeder einzelnen Note lechzen, um schliesslich das ganze
Werk in einem Zug zu verschlingen. Einmal im Magen entsteht ein
warmes Gefühl, das seinesgleichen sucht. Weltoffenes und
ehrliches Songwriting ist Richards altbewährtes Rezept.
Mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung begrüsst man
den Eröffnungssong "Why not nothing?", und man
weiss, warum man dem smarten Sänger bis dato die ewige Treue
geschworen hat. Böse Zungen mögen zwar behaupten, die
Single "Break the night with colour" klinge wie ein
Robbie Williams-Song, aber die Lästereien verlieren bald
an Gewicht, wenn der Song zum Refrain übergeht und die Melodie
sanft von einer Lead-Gitarre übernommen wird. Der Qualitätsunterschied
ist unschwer zu erkennen. Es kann halt doch nur einen geben...
www.richardashcroft.com
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