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Curse (17. Dezember 2005) | Galvanik, Zug
Der Reimprofessor
Curse. Ein Name, ein Wort. So oder
ähnlich wird es später mal in den Heldenbücher
stehen, welche die Ritter unserer Zeit beschreiben.
Von Gregor Frei.
Wenn Curse das Mikrofon ergreift, gibt es
nur noch eines: zuhören. Und zwar ganz, ganz aufmerksam.
Es ist wie beim Surfen: Entweder man erwischt die Welle und kann
genüsslich und begeistert auf ihr reiten, oder aber man
verpasst sie und wird dann regelrecht von ihr überrollt.
Denn wenn Curse seine Wortsalven in die Gehörgänge
lenkt, dann kennt er kein Zurück mehr: Ein Ritter, der ohne
Umwege auf sein Ziel zusteuert. Kein Zufall, dass das Schwert
seit Jahren Curses liebstes Symbol ist.
Es gibt wahrlich wenig Rapper aus Minden.
Und es gibt nicht viel mehr Rapper, die derart viel Inhalt in
ihre Texte packen wie der Mann mit der Brille. Die Tiefe, die
er durch seine Geschichten erzielt, suchen zumindest in Deutschland
seinesgleichen. Dabei scheut er nicht davor, seine Privatsphäre
preiszugeben und persönliche, emotionale Situationsbilder
zu zeichnen: "Von innen nach aussen" hiess denn auch
das Album, das Curse 2001 zum Durchbruch verhalf. Seit diesem
Zeitpunkt ist der Mann aus Minden nicht weniger als das Synonym
für intelligenten Rap. Ein Reimprofessor, der es versteht,
Rhetorik mit Flow, Gefühl und Energie zu verbinden. Was
will man mehr?
Übrigens hat Curse auch noch ein neues
Album im Gepäck. Da bleibt wahrlich nichts mehr zu wünschen
übrig. Die Besprechung von Curses neustem Streich ist hier:
Curse: "Sinnflut"
www.curse.de
www.galvanik-zug.ch
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