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Ghost Recon 2 Summit Strike (Tactical Shooter)
| Ubisoft
Allseits verbessert
Ubisoft setzt die Tradition fort:
Nach einem erfolgreichen Vollpreistitel vergeht wenig Zeit, bis
ein neues Spiel auf der gleichen Technik basierend zum kundenfreundlichen
Preis veröffentlicht wird. Dieses Mal: "Ghost Recon
2 Summit Strike".
Von Toprak Yerguz.
Was "Island
Thunder" für das erste "Ghost Recon"
und "Black
Arrow" für "Rainbow
Six 3" war, ist nun "Tom Clancy's Ghost Recon
2 Summit Strike" für "Ghost
Recon 2": Ein Spiel, das auf der Technik der ursprünglichen
Version basiert, aber spielerisch erweitert wurde.
Herr Clancys Universum
Wie alle oben aufgeführten Titel
oder "Splinter Cell", so spielt auch "Summit Strike"
wiederum in Tom Clancys Universum. Das bedeutet einerseits ein
gewisser Realismusanspruch wie zum Beispiel Authentizität
bei Waffen und Umgebungen. Andererseits machen sich langsam Ermüdungserscheinungen
bei den Szenarien bemerkbar. In Irgendwostan (Kasachstan) rennen
wir durch die Levels auf der Suche nach dem irgendwostanischen
(pakistanischen) Bösewicht Rahil. Tom Clancys Universum
war einst dafür bekannt, politische Tendenzen früh
zu thematisieren, mittlerweile wiederholen sich die Szenarien
aber zu oft. Eine Abwechslung täte gut.
Pazifistische Naturen werden zwar ohnehin einen Bogen um einen
Titel wie "Summit Strike" machen, aber die übertriebene
Glorifizierung amerikanischer Einsätze dürfte auch
weniger sensiblen Gemütern sauer aufstossen, zumal sich
einige militärische Ausrüster im Menu auf dem Werbeteller
präsentieren dürfen.
Wer sich davon allerdings vom Kauf abhalten lässt, verpasst
ein Spiel, das mit seinen vielen Modi andere Vollpreisspiele
um Längen schlägt.
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I'm going in
Der grosse Unterschied zwischen Team
Rainbow, dessen neuester Einsatz ebenfalls in dieser Ausgabe
besprochen wird, und den Ghosts, ist deren Einsatzgebiete. "Rainbow
Six"-Spiele finden in städtischen Szenarios statt,
während sich "Ghost Recon"-Einsätze im offenen
Gelände abspielen. Dementsprechend sind die Befehle an die
eigenen Teammitglieder unterschiedlich: Den Ghosts befehlen wir
mittels Tasten- oder Sprachbefehle (per Headset) Flankenangriffe
oder "Stellung halten" statt den im Stadtkampf üblichen
"Tür öffnen und Raum säubern".
Das Szenario spiegelt sich natürlich auch in der optischen
Darstellung wider. "Summit Strike" geizt nicht mit
riesigen Levels, die das Auge verwöhnen: Gleich in der ersten
Mission erwartet uns eine trügerisch schöne Berglandschaft
mit leichtem Schneefall, und gegen Ende des Spiels finden wir
uns in wüstenähnlichen Schluchten, durch welche der
Wind pfeift. Ein Lob gebührt den Verantwortlichen für
diese abwechslungsreichen und ansprechenden Levels.
Ein weiterer Vorteil dieser grossen Szenarien ist die relative
Freiheit, die verschiedenen Missionsziele anzugehen. Zwar kann
man "Summit Strike" kaum als nichtlinear bezeichnen,
aber dennoch werden unterschiedliche Vorgehensweisen innerhalb
einer Mission vom Programm akzeptiert. Die Grösse der Levels
beeinflusst auch die empfundene Geschwindigkeit des Spiels: Durch
die weiten Wege und die grosse Sichtweite erscheint das Spiel
langsamer und taktischer als zum Beispiel das auf engem Raum
stattfindende "Rainbow Six: Lockdown".
Gemeinsam gegen Rahil
Die Steuerung der Spielfigur geht einfach von der Hand. Lobenswerterweise
kann man zwischen der Egosicht und einer Sicht über der
Schulter wählen. Besser noch: Beide Optionen spielen sich
einwandfrei. Einzig im Splitscreen wird den Spielern die Egosicht
aufgezwungen.
Vor einem Einsatz werden die Waffen gewählt, danach geht
es vom Ausgangspunkt in die Mission. Mit einigen grundlegenden
Befehlen lassen sich die drei weiteren Teammitglieder problemlos
kommandieren. Getreu dem Anspruch auf etwas Realismus sollte
dies aber vorsichtig geschehen, denn wenige Kugeltreffer reichen
schon, um ein Teammitglied ernsthaft zu verwunden.
Ein Dutzend Missionen im Einzelspielermodus scheint auf den ersten
Blick trotz der Grösse der Einsätze eher knapp bemessen.
Aber glücklicherweise haben die Entwickler umfangreiche
Mehrspieleroptionen integriert. Jeder Einsatz lässt sich
zunächst einmal mit bis zu vier Spielern gemeinsam per Splitscreen
durchspielen, was für sich bereits ein Vielfaches an Spielspass
bietet. Aber damit nicht genug: Neben den Kooperativmissionen
dürfen sich die Spieler auch aneinander messen. Auf über
20 Karten, darunter überarbeitete Levels der Vorgänger,
kann jeder alleine oder im Team in einer Fülle unterschiedlicher
Spielformen gegeneinander antreten. Sehr löblich ist, dass
beim Online- oder System Link-Spiel mehrere Spieler pro Xbox
am Spiel teilnehmen können.
Offline oder online, kooperativ oder gegeneinander: Die unzähligen
Mehrspielermodi sind über alle Zweifel erhaben. Technisch
solide umgesetzt und variabel gestaltet ist es leicht abzusehen,
dass "Summit Strike" noch lange Zeit seine Fans fesseln
wird, nachdem im Einzelspielermodus alle Missionen abgeschlossen
wurden.
Randnotizen
"Summit Strike" wirkt durchdacht
und abgeschlossen, einzig für die etwas unübersichtliche
Menüstruktur kann man Ubisoft einen kleinen Vorwurf machen.
Hoffentlich lassen sich nicht allzu viele Spieler vom platten
Militarismus abstossen, da sich unter dem befleckten Kleid ein
grundsolides Spiel verbirgt, welches für gestandene Menschen
mit stabilem Gemüt viele Stunden Spass bietet.
Möglicherweise wird man im Onlinespiel Hobbysöldner
antreffen, die über die Vorzüge einer bestimmten Waffe
halbstündige Monologe liefern können. Wer aber genügend
Freunde hat (online oder offline), die einen gesunden Abstand
zu solchen Spielen halten können, hat mit "Summit Strike"
die viel bessere Alternative zum berühmteren "Lockdown".
Und das zum reduzierten Preis.
www.ghostrecon.com/de/ghostrecon2ss/
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