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Nr. 137 / November 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Literarischer Veranstaltungskalender November

Datum Ort Veranstaltung
03.11.05 Bern Pascal Mercier
03.11.05 Zürich Zürcher Poetikvorlesung
05.11.05 Bern femscript
07.11.05 Basel Sigrid Damm
07.11.05 Basel Kjell Westö
08.11.05 Zürich Lesezirkel: Paul Nizon
09.11.05 Zürich Novitätenschau Herbst 2005
09.11.05 Basel Book Discussion Group on "These foolish things" by Deborah Moggach
10.11.05 Zürich Zürcher Poetikvorlesung
11.11.05 Bern Amin Maalouf
11.11.05 Basel Jean Willi und Christoph Simon
15.11.05 Zürich Writers in Prison - Tag 2005
15.11.05 Bern Ibrahim al-Koni
16.11.05 Basel Wolf Wondratschek und 30 Jahre Verlag Nachtmaschine
16.11.05 Basel Shbeta Guggenheim
17.11.05 Zürich Zürcher Poetikvorlesung
18.-
20.11.05
D-Lörrach 14. Kinderbuchmesse
18.11.05 Bern 9. Berner Lyrikpreis
19.11.05 Bern Mike van Audenhove
22.11.05 Zürich Joshua Sobol
24.11.05 Zürich Fotografisches Quartett
28.11.05 Zürich Kurt-Guggenheim-Abend
29.11.05   Bern   Birgit Vanderbeke

 

Donnerstag, 3. November 2005, 19 Uhr, Buchhandlung Haupt Bern
Pascal Mercier

Der Philosoph und Schriftsteller Pascal Mercier liest aus seinem Bestseller "Nachtzug nach Lissabon" und entführt uns auf eine philosophische Reise durch Europa.

Buchhandlung Haupt, Falkenplatz 14 , 3001 Bern
Eintritt 10.-, Tel. 031 309 09 09, buchhandlung@haupt.ch

www.haupt.ch

 

Donnerstag, 3. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Hanns-Josef Ortheil, Zürcher Poetikvorlesung: "Poetik des Schreibens"

Hanns-Josef Ortheil widmet sich an drei Abenden dem Thema "Kreative Prozesse". Dabei wird er die Arbeit an seinen belletristischen Texten im Hinblick auf eine "Poetik des Schreibens" (3.11.), eine "Poetik der Musik" (10.11.) und eine "Poetik des Romans" (17.11.) vorstellen und reflektieren.

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren, er lebt in Stuttgart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis und dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Er lehrt als Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Bei Luchterhand erschienen u.a.: "Mozart - Im Innern seiner Sprachen" (1982/2002), "Faustinas Küsse" (1998), "Im Licht der Lagune" (1999), "Die Nacht des Don Juan" (2000), "Die große Liebe" (2003),"Die weißen Inseln der Zeit" (2004), "Die geheimen Stunden der Nacht" (2005).
Die "Zürcher Poetikvorlesung" wird seit 1996 vom Literaturpodium der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich durchgeführt.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Samstag, 5. November 2005, 10 - 16 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
femscript

24 Autorinnen des Schweizer Netzwerks Schreibender Frauen sind im zweiten Jahr bei uns zu Gast und stellen in Kurzlesungen ihre Neuerscheinungen 2005 vor.

Stauffacher Buchhandlungen, Parterre, Neuengasse 25-37, Bern

www.stauffacher.ch

 

Montag, 7. November 2005, 20 Uhr, Vorstadttheater Basel
Sigrid Damm: "Das Leben des Friedrich Schiller", Biografie

Friedrich Schiller, geboren am 10. November 1759 in Marbach am Neckar, gestorben am 9. Mai 1805 in Weimar, war einer der ersten Autoren, der seinen Lebensunterhalt mit der Schriftstellerei zu bestreiten versuchte. Sein Leben war geprägt von Geldmangel und verschiedensten Krankheiten. Trotz dieser Einschränkungen war Schiller innerlich ein freier, unabhängiger und ungestümer Mensch. Seine Freundschaft zu Goethe, um die er sich sieben Jahre lang bemühte, war für ihn eines der wichtigsten Ereignisse seines allzu kurzen Lebens. Diese Arbeitsgemeinschaft beflügelte sein Genie während Jahren.
Was liegt näher, als Sigrid Damm, die mit ihrer akribischen Recherche «Christiane und Goethe» viel Anerkennung bekommen hat, anlässlich des 200. Todestags von Friedrich Schiller um eine Schiller-Biografie zu bitten? Der Insel-Verlag erhielt schliesslich - nach anfänglicher Skepsis der Autorin - eine
Zusage. Die Motivation, sagt Sigrid Damm, fand sie in Schillers Texten, die sie sehr bewundert und mit Goethes Texten auf eine Höhe stellt. Ihre Spurensuche führte sie jedoch nicht ins Zentrum von Schillers literarischem Schaffen, sondern in sein Leben.
Eine «Wanderung» nennt sie ihre Schiller-Biografie, auf der sie die Orte seines Lebens aufsucht. Es ist ein kleiner Raum; denn Schiller hat nie die Orte seiner Dramen - Frankreich, Italien, die Schweiz oder Schottland - besucht. Sie folgt seinen Lebensspuren von Stuttgart nach Jena und Weimar, begleitet ihn auf seinen Reisen nach Rudolfstadt, Leipzig, Dresden und Berlin. Geschickt lässt sie ihn selbst in Briefen und Dokumenten zu Wort kommen. Schildert ihn als verbliebten jungen Mann, bringt ihn uns als jungen Arzt näher, beleuchtet die Dreiecksbeziehung mit den beiden Lengefeld-Schwestern und lässt auch seine Freundschaft zu Goethe nicht zu kurz kommen. So liest sich diese Biografie, als ob man selbst dabei gewesen wäre.

Vorstadt-Theater Basel, St. Alban-Vorstadt 12, 4052 Basel
Eintritt Fr. 15-, Reservation unter Tel. 061 272 23 43, Abendkasse ab 19.30 Uhr
Veranstaltet von: Literarisches Forum Basel / Buchhandlung "olymp & hades"

 

Montag, 7. November 2005, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bider & Tanner Basel
Kjell Westö: "Vom Risiko, ein Skrake zu sein"

Im Rahmen des 50-Jahre-Jubiläums der Bibliotheca Fennica der Schweizerischen Vereinigung der Freunde Finnlands laden wir Sie herzlich ein zu dieser besonderen Lesung.

Bider & Tanner Buchhandlung, Aeschenvorstadt 2, 4014 Basel
Eintritt: Fr. 10.-, Reservationen unter Tel 061 206 99 95 oder per email unter info@biderundtanner.ch

www.biderundtanner.ch

 

Dienstag, 8. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Lesezirkel: Paul Nizon
 
Paul Nizon hat am 4. Oktober im Literaturhaus aus seinem neuen Roman "Das Fell der Forelle" gelesen. Die Gelegenheit zu einer genaueren Lektüre und zum eingehenden Gespräch über die Erzählung des Tagediebs Stolp bietet nun der Lesezirkel.

Seit seinem fulminanten Erstling "Canto" von 1963 gehört der in Bern aufgewachsene und in Paris lebende Autor zu den bedeutendsten Schweizer Schriftstellern und Stilisten. Seine Texte - Romane, Erzählungen, Tagebücher - sind allesamt Zeugnisse der nie zu stillenden Lebens- und Liebesgier, der Sehnsucht "in der Welt anzukommen" und der Erfahrung, dass dieses An- und In-die-Welt-Kommen immer wieder misslingt. Alle, die Nizons bisher letzte Variation dieses Themas gelesen haben, sind zur Diskussion eingeladen. Das Gespräch führt Thomas Ehrsam.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt frei, Platzreservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Mittwoch, 9. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Novitätenschau Herbst 2005
 
Die Germanistinnen Karin Schneuwly und Beatrice Stoll (beide Literaturhaus Zürich) sowie der Buchhändler und Journalist Urs Heinz Aerni stellen ihre Lieblingsbücher des Herbstes 2005 vor.
Ob Buch, Hörbuch oder Bildband - geredet wird über Titel, die selbst im dichten Blätterwald des Bücherherbstes 2005 durch schönes Rascheln auffallen. Die drei Vor-Leser präsentieren ihre Novitäten und erzählen, weshalb diese sie nicht losgelassen haben.
Das literarische Terzett wird das Publikum dazu anregen, die kalten Tage mit guter Lektüre zu erwärmen.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt frei, Platzreservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Mittwoch, 9. November, 19 -20.30 Uhr, Bergli Books Basel
Book Discussion Group on "These Foolish Things" by Deborah Moggach

These Foolish Things is a brilliant comedy of manners, mixing acute observation with a deeper message about how different cultures cope with growing old in this modern world.

When an over-worked London doctor is driven beyond endurance by his obnoxious father-in-law, he arranges with his entrepreneurial cousin to set up a retirement home in India to convince his father-in-law to leave. There the idea is for British pensioners to enjoy the hot weather and take mango juice with their gin.

Anyone is welcome to attend the meetings of the Book Discussion Group but it is recommended that you have read the book in advance. The discussion will be led by Dianne Dicks.

Bergli Bookshop, Rümelinsplatz 19, 4001 Basel
info@bergli.ch, Tel 061 373 27 77

www.bergli.ch

 

Donnerstag, 10. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Hanns-Josef Ortheil, Zürcher Poetikvorlesung: "Poetik der Musik"

Hanns-Josef Ortheil widmet sich an drei Abenden dem Thema "Kreative Prozesse". Dabei wird er die Arbeit an seinen belletristischen Texten im Hinblick auf eine "Poetik des Schreibens" (3.11.), eine "Poetik der Musik" (10.11.) und eine "Poetik des Romans" (17.11.) vorstellen und reflektieren.

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren, er lebt in Stuttgart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis und dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Er lehrt als Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Bei Luchterhand erschienen u.a.: "Mozart - Im Innern seiner Sprachen" (1982/2002), "Faustinas Küsse" (1998), "Im Licht der Lagune" (1999), "Die Nacht des Don Juan" (2000), "Die große Liebe" (2003),"Die weißen Inseln der Zeit" (2004), "Die geheimen Stunden der Nacht" (2005).

Die "Zürcher Poetikvorlesung" wird seit 1996 vom Literaturpodium der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich durchgeführt.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Freitag,11. November 2005, 20 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
Amin Maalouf: "Die Spur des Patriarchen - Geschichte einer Familie"

Zwischen Orient und Okzident: Der libanesisch-französische Autor liest und erzählt aus der Saga über das Schicksal seiner levantinischen Familie.

Im 20. Jahrhundert verlässt, wie viele andere Libanesen, auch die Familie von Amin Maalouf ihre Heimat. Als der Autor eines Tages auf einen Nachlass mit Schriftstücken stösst, kann er die Spuren und Lebenswege seiner Verwandten rekonstruieren, die es in alle Ecken der Welt verschlagen hat. Ursprünglich ein Nomadenstamm, war die Familie im 19. Jahrhundert im Libanon sesshaft geworden. Geprägt vom Patriarchen und Grossvater Botros, bleibt sie tief in der orientalischen Tradition verwurzelt und öffnet sich zugleich westlichen Einflüssen. 200 Jahre fliessen in die romanhafte Familienbiografie ein, die von Freidenkern und Fanatikern, Erfolgreichen und Pechvögeln, von Familienfeiern und Religionsstreit erzählt. Amin Maalouf liest und erzählt auf französisch, die deutschen Passagen liest Michael Röhrenbach.

Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen 8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG Ost, Tel 031 313 63 63 oder

www.stauffacher.ch

 

Freitag, 11. November 2005, 20 Uhr, Quartierzentrum Bachletten Basel
Jean Willi und Christoph Simon

Jean Willi
Geb. 1945 in Basel, lebt seit 30 Jahren auf Ibiza.
In seinem neuen Buch MATAR (bilgerverlag 2005) hat sein Protagonist einen Vorsatz gefasst:
«Ich hatte mir vorgenommen, jemanden umzubringen; es war mein Vorsatz fürs neue Jahr."
1989 erschien der Prosaband «Der Tag von Santa Inés» (NA 1999). Im BilgerVerlag Zürich erschien 1999 der Bestseller "Sweet Home". Er schrieb zusammen mit Martin Suter an den Drehbüchern zur Fernsehserie "Die Direktorin". Erzählungen in verschiedenen Anthologien. Zwischen 1993 und 1996 gab Jean Willi vier Bände mit Texten von Werner Helwig heraus.

Christoph Simon
Geb. 1972 in Langnau im Emmental, lebt und schreibt in Bern. Er zählt zu den hoffnungsvollsten Jungautoren in der Schweiz.
In seinem neuen Roman PLANET OBRIST (bilgerverlag 2005) sagt sein Protagonist: "Ich möchte so wenig besitzen, dass ich morgen mit zwei Koffern weggehen könnte".
Einen Text-Auszug las er am Ingeborg Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt 2005.
Im BilgerVerlag Zürich erschienen 2001 der Bestseller "Franz oder Warum Antilopen nebeneinander laufen" und 2003 der Roman "Luna Llena".

Moderation: Matthyas Jenny und Ricco Bilger (Verleger)

QuBa, Quartierzentrum Bachletten, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel
Eintritt Fr. 10.-, Reservationen unter 061 271 4920 oder 061 281 8133 oder mjenny@tiscalinet.ch
Eine Veranstaltung des Literaturbüro Basel, Matthyas Jenny, Bachlettenstrasse 7, 4054 Basel.

 

Dienstag, 15. November, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
"Writers in Prison"-Tag 2005, in Memoriam Ken Saro-Wiwa
 
Gespräch mit Adolf Muschg und Remi Raji (Dichter und Dozent aus Ibadan), Moderation: Kristin T. Schnider, Übersetzung: Barbara Müller; Lesung Remi Raji, Gedichte; Texte von Ken Saro-Wiwa liest Tobias Beyer (Schauspieler)

Zehn Jahre sind seit der Vollstreckung des Todesurteils gegen den nigerianischen Schriftsteller Ken Saro-Wiwa vergangen, und die Fragen, die er unnachgiebig aufgeworfen hat, sind in seinem Land noch immer virulent. Auch unter dem Deckmantel der Demokratie herrscht Korruption, die rücksichtslose Ausbeutung der Ölvorkommen wird fortgesetzt.
Der Schriftsteller und Präsident der Deutschen Akademie der Künste, Adolf Muschg, ist bekannt für seine Einwürfe, seine stete kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik. Bestürzt, wütend und gleichwohl aufmerksam für Europas Involviertsein am Tode Saro-Wiwas, schrieb Adolf Muschg 1995 nach der Hinrichtung: "Mein Armaturenbrett hat keinen Anzeiger für Menschenrechte."
Adolf Muschg und Remi Raji diskutieren über die Rolle der Künstler als Intervenierende und über die Gemeinsamkeiten afrikanischer und europäischer Intellektueller.

Eine Veranstaltung des Deutschschweizer PEN Zentrums in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 20.-/15.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Dienstag, 15. November 2005, 20 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
Ibrahim al-Koni: "Die verheissene Stadt"

Über die mythische Dimension des Unterwegsseins. Der libysche Schriftsteller und sein Übersetzer Dr. Hartmut Fähndrich mit einem neuen Roman aus der Sahara.

Man sagt, ihm müsste eigentlich der Literatur-nobelpreis verliehen werden - den Grossen Literaturpreis des Kantons Bern hat der seit 1993 in der Schweiz lebende Schriftsteller 2005 erhalten. Für ein Werk, mit dem er die Welt der Tuareg literarisch sichert und in bild- und wortgewaltigen Geschichten die Autorität der Wüste bezeugt. Die verheissene Stadt, der sechste auf deutsch übersetzte Titel aus einem Gesamtwerk von etwa 50 Bänden, hat die Suche nach der verlorenen Oase zum Motiv. Der Stamm soll eine Stadt errichten und sesshaft werden, gemäss dem Geheiss des verstorbenen Stammesfürsten. Sein Wille, durch eine ihm "vermählte" Jungfrau empfangen und vom Seher gedeutet, lenkt den Aufbau durch alle Debatten. Der Volksmund wird den Ort später das "kleine Wâw" nennen und so das grosse Wâw im Gedächtnis hüten, das auf Erden unerreichbare Paradies.

Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen 8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG Ost, Tel 031 313 63 63 oder

www.stauffacher.ch

 

Mittwoch, 16. November, 20 Uhr, Vorstadt-Theater Basel
Wolf Wondratschek und 30 Jahre Verlag Nachtmaschine

Wolf Wondratschek hatte in der Literaturzeitschrift "Nachtmaschine", Carona/Tessin in den Ausgaben April 1977, September 1977 und Dezember 1979 Gedichte  (teils handschriftlich) veröffentlicht.
Ein Anlass ihn nach Basel einzuladen, um ihn auf die Anfänge seines Schreibens (und seiner Erfolge) zu befragen - moderiert von Peter Henning. Wolf Wondratschek wird aus seinem neuen Buch vorlesen.

Sein neues Buch, soeben bei Hanser erschienen: "Saint Tropez und andere Erzählungen": Wolf Wondratschek geht in seinen Erzählungen Schicksalen von Menschen nach, deren Leben sich gegen ihren Willen selbständig macht und sie bedroht. Was jedem passieren kann, überall: einem Schriftsteller in Saint Tropez, einem Feuerwehrmann im Wiener Konzerthaus, einem jungen russischen Mädchen, sogar einem glücklich verheirateten Ehepaar. Scheinbar folgerichtige Lebensgeschichten werden als eine Ansammlung von Zufälligkeiten beschrieben - stilistisch brillant und meisterlich zu lesen.

Der Verlag Nachtmaschine wurde in einer eisigen Nacht im Winter 1975/1976 in Carona/Tessin gegründet. In der Casa Aprile, neben dem Haus von Meret Oppenheim, stand alsbald eine Rotaprint A4 Druckmaschine auf der in der Nacht die Literaturzeitschrift "Nachtmaschine" gedruckt wurde. Und dann hat der unbedeutende Einmann- und Klein-Verlag Nachtmaschine auch noch einige bedeutende Autoren verlegt.

Vorstadt-Theater, St. Alban-Vorstadt 12, 4052 Basel
Türöffnung 19.30, Lesung und Gespräch ab 20 Uhr
Eintritt: Ein Buch aus dem Büchertischangebot der Bachletten-Buchhandlung Basel
von CHF 10,00 bis 49,00 nach freier Wahl

www.literaturfestivalbasel.ch

Im Archiv:
Besprechung von Wolf Wondratscheks "Saint Tropez"

 

Mittwoch, 16. November 2005, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bider & Tanner Basel
Shbeta Guggenheim: "Oase des Friedens"

Was fast wie ein Märchen klingt, wird in der "Oase des Friedens" zur Wirklichkeit: Juden und Palästinenser leben in Frieden mitteinander.

Lesung mit anschliessender Diskussions- und Fragerunde.

Bider & Tanner Buchhandlung, Aeschenvorstadt 2, 4014 Basel
Eintritt: Fr. 10.-, Reservationen unter Tel 061 206 99 95 oder per email unter info@biderundtanner.ch

www.biderundtanner.ch

 

Donnerstag, 17. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Hanns-Josef Ortheil, Zürcher Poetikvorlesung: "Poetik des Romans"
 
Hanns-Josef Ortheil widmet sich an drei Abenden dem Thema "Kreative Prozesse". Dabei wird er die Arbeit an seinen belletristischen Texten im Hinblick auf eine "Poetik des Schreibens" (3.11.), eine "Poetik der Musik" (10.11.) und eine "Poetik des Romans" (17.11.) vorstellen und reflektieren.

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren, er lebt in Stuttgart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis und dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Er lehrt als Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Bei Luchterhand erschienen u.a.: "Mozart - Im Innern seiner Sprachen" (1982/2002), "Faustinas Küsse" (1998), "Im Licht der Lagune" (1999), "Die Nacht des Don Juan" (2000), "Die große Liebe" (2003),"Die weißen Inseln der Zeit" (2004), "Die geheimen Stunden der Nacht" (2005).

Die "Zürcher Poetikvorlesung" wird seit 1996 vom Literaturpodium der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich durchgeführt.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Freitag, 18. - Sonntag, 20. November 2005, Burghof Lörrach
14. Kinderbuchmesse

Lesen, schmökern, blättern, anschauen, staunen, sich von Geschichten in andere Welten entführen lassen - auf der 14. Kinderbuchmesse Lörracher LeseLust locken tausende von druckfrischen Kinderbüchern in die Lesefalle: mit spannenden Lesungen, der gemütlichen Schmökerecke, reizvollen Bücherständen, der größten deutschen Kinderbuchausstellung KIBUM, zauberhaftem Kindertheater, lustigem Bilderbuchkino, einer attraktiven Büchertauschbörse, einer langen Lesenacht und vielen Überraschungen...

KinderSTIMMEN beherrschen die 14. Kinderbuchmesse: in Kinderchören, MitbeSTIMMungs-Workshop, einer Kinderrechte-Ausstellung und mit AbendSTIMMung. Ob auf der Bühne oder in der Politik - Kinder brauchen Märchen, Lieder, Geschichten, Theater, eine Kinderlobby und Kinderrechte: Kinderstimmen werden auf der Kinderbuchmesse gehört. SWR-Radioworkshops und Hörspielwerkstätten brauchen KinderSTIMMEN, eine Kräuterhexe erzählt Märchen und Clown Rabe zaubert.

Burghof Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft Lörrach, Herrenstr. 5, D-79539 Lörrach, Tel. 0049 76 21 94 0890, info@burghof.com

www.burghof.com

 

Freitag, 18. November 2005, 18.30Uhr, Dampfzentrale Bern
9. Berner Lyrikpreis

Wir laden ein zur Preisverleihung des 9. Berner Lyrik-Wettbewerbs, die im Rahmen von Trafo / Wort+ (s.u.) stattfindet. Juriert wurden die 304 Einsendungen von Jacqueline Aerne, Yeboaa Ofosu und Daniela Schenk, die prämierten Gedichte liest Schauspielerin Ruth Schwegler.

Dampfzentrale, Sandrainstrasse, Bern
Eintritt frei
Veranstaltet von Stauffacher Buchhandlungen

www.stauffacher.ch

 

Samstag, 19. November 2005, ab 13.30 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
Mike van Audenhove - Signierung

Der Zürcher Kult-Zeichner signiert seine neuen Cartoons Viecher by Mike und alle Bände sowie den Kalender 2006 des Klassikers Zürich by Mike.
 
Stauffacher Buchhandlungen, Parterre, Neuengasse 25-37, Bern

www.stauffacher.ch

 

Dienstag, 22. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Joshua Sobol (Israel)
 
"Der Mensch ist ein Material, das jede Eigenschaft annehmen kann. Jede neue Begegnung erzeugt einen neuen Menschen, der bis zu jenem Augenblick nicht existiert hat." In Joshua Sobols Roman "Whisky ist auch in Ordnung" (Luchterhand, 2005) entdeckt ein ehemaliger israelischer Geheimagent, der nun als Werbetexter in New York lebt, in einer Bar einen Gegner von einst. Eine Jagd durch die Schauplätze der Vergangenheit beginnt, ein ironisches Verwirrspiel um Identität, Literatur, Gewalt und Liebe. "Sobols Geschichte ist wie eine Spinne. Sie steht auf acht Beinen und zieht tausend Fäden zu einem Netz zusammen, in dem die Figuren sich verstricken." (Facts)

Joshua Sobol, geboren 1939 in Tel Mond, wurde mit Theaterstücken (Weiningers Nacht, 1982; Ghetto, 1984) weltberühmt. Er wird bei seiner Zürcher Lesung von Stephan Wetzel (bis 2005 Dramaturg am Schauspielhaus Zürich) vorgestellt, der auch das Gespräch mit ihm in Englisch führt. Aus dem Roman "Whisky ist auch in Ordnung" liest der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Donnerstag, 24. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Literatur & Fotografie: Fotografisches Quartett
 
Nach dem grossen Erfolg des letztjährigen Anlaufs schenkt das Quartett zum zweiten Mal einem meist unbeachteten Genre Beachtung: Das Kritikerteam Barbara Basting (Tages-Anzeiger), Gabriela Christen (SR DRS), Daniele Muscionico (Neue Zürcher Zeitung) und Koni Nordmann (Fotograf und Verleger) diskutiert über neue Fotobücher.

Tagtäglich setzen wir uns einer Bilderflut aus, die eine immer selektivere Wahrnehmung erfordert. Aber obgleich wir in einer optisch dominierten Welt leben, sind wir wenig geübt im kritischen Reflektieren von Bildern.

Folgende Bildbände werden besprochen:
- Jean-Luc Cramatte: Par-dessus l'épaule de Théodore (Editions LABOR ET FIDES 2005)
- Martin Schoeller: "Close Up" (teNeues 2005)
- Jules Spinatsch: "Temporary Discomfort. Chapter I-V" (Lars Müller Publishers 2005)
- Wolfgang Tillmans: "truth study center" (Taschen 2005)

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Montag, 28. November 2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Kurt-Guggenheim-Abend

"Friedenswunder im Chaos" - Guggenheims Kriegsromane
Mit Anne-Marie Blanc, Charles Linsmayer, Lukas Waldvogel
 
Aus Anlass der Neuausgabe von Kurt Guggenheims Romanen "Wilder Urlaub" und "Wir waren unser vier" innerhalb der Werkausgabe im Huber-Verlag, Frauenfeld, spricht der Herausgeber Charles Linsmayer über die Entstehung dieser beiden Kriegsromane und diskutiert mit Anne-Marie Blanc über die Verfilmung von "Wilder Urlaub" und über die grosse Zeit der Praesens-Film. Aus Guggenheims Romanen liest: Lukas Waldvogel. Im Anschluss an die Veranstaltung zeigen wir den Film "Wilder Urlaub" von Franz Schnyder.

In "Wir waren unser vier" beschrieb Kurt Guggenheim 1949 in seinem nüchternen Chronikstil am Beispiel von vier repräsentativen Figuren, wie die Schweiz die Jahre des Zweiten Weltkriegs überstand. Bereits mitten im Krieg, 1941, hatte er die Situation unbeschönigt und kritisch gespiegelt: im Roman "Wilder Urlaub", der eines der damals am stärksten tabuisierten Themen aufgegriffen hatte - den Fall eines Deserteurs der Schweizer Armee. Wie heikel die Angelegenheit war, zeigte sich, als Franz Schnyder den Roman in enger Zusammenarbeit mit Guggenheim 1943 für die Praesens-Film verfilmte und dabei auf hartnäckigen Widerstand bei der Militärzensur stiess, die die Darstellung eines internen Militärkonflikts in einem populären Film am liebsten verhindert hätte.

Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder

www.literaturhaus.ch

 

Dienstag, 29. November 2005, 20 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen
Birgit Vanderbeke: "Sweet Sixteen"

Der neue Roman der deutschen Schriftstellerin ist eine Phantasie über den Bruch der Jugend mit der Erwachsenengesellschaft.

"Sechzehnjähriger verschwand am Geburtstag spurlos", lautet die Schlagzeile. Erst ist es nur einer, dann sind es fünf, und es werden immer mehr. Jugendliche aus allen Schichten und Ecken der Republik, die nur ihren Hang zu Computer und Internet gemein haben. Eltern und Polizei stehen vor einem Rätsel. Keine Spuren, keine Lösegeldforderungen. Stattdessen tauchen ein Manifest und hell-blaue T-Shirts mit dem Aufdruck Free your mind auf, und man begreift: Die Jugendlichen sind nicht entführt worden. Sie sind nur weg. Machen nicht mehr mit, haben einfach genug vom Leben in diesem "Saftladen" mit seinen verlogenen Werten und dürftigen Inhalten. Mit viel Sympathie für die Ausreisser demontiert die Autorin die hilflosen Erklärungsversuche von Eltern, Medien, Politikern und Pädagogen. Und in ihrer Mischung aus Krimi und Satire geht sie letztlich nur knapp an der Realität vorbei.

Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen 8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG Ost, Tel 031 313 63 63 oder

www.stauffacher.ch


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