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Literarischer Veranstaltungskalender November
Donnerstag, 3. November
2005, 19 Uhr, Buchhandlung Haupt Bern
Pascal Mercier
Der Philosoph und Schriftsteller Pascal Mercier
liest aus seinem Bestseller "Nachtzug nach Lissabon"
und entführt uns auf eine philosophische Reise durch Europa.
Buchhandlung Haupt, Falkenplatz 14 , 3001
Bern
Eintritt 10.-, Tel. 031 309 09 09, buchhandlung@haupt.ch
www.haupt.ch
Donnerstag, 3. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Hanns-Josef Ortheil, Zürcher Poetikvorlesung:
"Poetik des Schreibens"
Hanns-Josef Ortheil widmet sich an drei Abenden
dem Thema "Kreative Prozesse". Dabei wird er die Arbeit
an seinen belletristischen Texten im Hinblick auf eine "Poetik
des Schreibens" (3.11.), eine "Poetik der Musik"
(10.11.) und eine "Poetik des Romans" (17.11.) vorstellen
und reflektieren.
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln
geboren, er lebt in Stuttgart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen
ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis und
dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Er lehrt als
Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus
an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Bei Luchterhand
erschienen u.a.: "Mozart - Im Innern seiner Sprachen"
(1982/2002), "Faustinas Küsse" (1998), "Im
Licht der Lagune" (1999), "Die Nacht des Don Juan"
(2000), "Die große Liebe" (2003),"Die weißen
Inseln der Zeit" (2004), "Die geheimen Stunden der
Nacht" (2005).
Die "Zürcher Poetikvorlesung" wird seit 1996 vom
Literaturpodium der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit dem
Deutschen Seminar der Universität Zürich durchgeführt.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Samstag, 5. November
2005, 10 - 16 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
femscript
24 Autorinnen des Schweizer Netzwerks Schreibender
Frauen sind im zweiten Jahr bei uns zu Gast und stellen in Kurzlesungen
ihre Neuerscheinungen 2005 vor.
Stauffacher Buchhandlungen, Parterre, Neuengasse
25-37, Bern
www.stauffacher.ch
Montag, 7. November
2005, 20 Uhr, Vorstadttheater Basel
Sigrid Damm: "Das Leben des Friedrich
Schiller", Biografie
Friedrich Schiller, geboren am 10. November
1759 in Marbach am Neckar, gestorben am 9. Mai 1805 in Weimar,
war einer der ersten Autoren, der seinen Lebensunterhalt mit
der Schriftstellerei zu bestreiten versuchte. Sein Leben war
geprägt von Geldmangel und verschiedensten Krankheiten.
Trotz dieser Einschränkungen war Schiller innerlich ein
freier, unabhängiger und ungestümer Mensch. Seine Freundschaft
zu Goethe, um die er sich sieben Jahre lang bemühte, war
für ihn eines der wichtigsten Ereignisse seines allzu kurzen
Lebens. Diese Arbeitsgemeinschaft beflügelte sein Genie
während Jahren.
Was liegt näher, als Sigrid Damm, die mit ihrer akribischen
Recherche «Christiane und Goethe» viel Anerkennung
bekommen hat, anlässlich des 200. Todestags von Friedrich
Schiller um eine Schiller-Biografie zu bitten? Der Insel-Verlag
erhielt schliesslich - nach anfänglicher Skepsis der
Autorin - eine
Zusage. Die Motivation, sagt Sigrid Damm, fand sie in Schillers
Texten, die sie sehr bewundert und mit Goethes Texten auf eine
Höhe stellt. Ihre Spurensuche führte sie jedoch nicht
ins Zentrum von Schillers literarischem Schaffen, sondern in
sein Leben.
Eine «Wanderung» nennt sie ihre Schiller-Biografie,
auf der sie die Orte seines Lebens aufsucht. Es ist ein kleiner
Raum; denn Schiller hat nie die Orte seiner Dramen - Frankreich,
Italien, die Schweiz oder Schottland - besucht. Sie folgt
seinen Lebensspuren von Stuttgart nach Jena und Weimar, begleitet
ihn auf seinen Reisen nach Rudolfstadt, Leipzig, Dresden und
Berlin. Geschickt lässt sie ihn selbst in Briefen und Dokumenten
zu Wort kommen. Schildert ihn als verbliebten jungen Mann, bringt
ihn uns als jungen Arzt näher, beleuchtet die Dreiecksbeziehung
mit den beiden Lengefeld-Schwestern und lässt auch seine
Freundschaft zu Goethe nicht zu kurz kommen. So liest sich diese
Biografie, als ob man selbst dabei gewesen wäre.
Vorstadt-Theater Basel, St. Alban-Vorstadt
12, 4052 Basel
Eintritt Fr. 15-, Reservation unter Tel. 061 272 23 43, Abendkasse
ab 19.30 Uhr
Veranstaltet von: Literarisches Forum Basel / Buchhandlung "olymp
& hades"
Montag, 7. November
2005, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bider & Tanner Basel
Kjell Westö: "Vom Risiko,
ein Skrake zu sein"
Im Rahmen des 50-Jahre-Jubiläums der
Bibliotheca Fennica der Schweizerischen Vereinigung der Freunde
Finnlands laden wir Sie herzlich ein zu dieser besonderen Lesung.
Bider & Tanner Buchhandlung, Aeschenvorstadt
2, 4014 Basel
Eintritt: Fr. 10.-, Reservationen unter Tel 061 206 99 95 oder
per email unter info@biderundtanner.ch
www.biderundtanner.ch
Dienstag, 8. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Lesezirkel: Paul Nizon
Paul Nizon hat am 4. Oktober im Literaturhaus aus seinem neuen
Roman "Das Fell der Forelle" gelesen. Die Gelegenheit
zu einer genaueren Lektüre und zum eingehenden Gespräch
über die Erzählung des Tagediebs Stolp bietet nun der
Lesezirkel.
Seit seinem fulminanten Erstling "Canto"
von 1963 gehört der in Bern aufgewachsene und in Paris lebende
Autor zu den bedeutendsten Schweizer Schriftstellern und Stilisten.
Seine Texte - Romane, Erzählungen, Tagebücher - sind
allesamt Zeugnisse der nie zu stillenden Lebens- und Liebesgier,
der Sehnsucht "in der Welt anzukommen" und der Erfahrung,
dass dieses An- und In-die-Welt-Kommen immer wieder misslingt.
Alle, die Nizons bisher letzte Variation dieses Themas gelesen
haben, sind zur Diskussion eingeladen. Das Gespräch führt
Thomas Ehrsam.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt frei, Platzreservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Mittwoch, 9. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Novitätenschau Herbst 2005
Die Germanistinnen Karin Schneuwly und Beatrice Stoll (beide
Literaturhaus Zürich) sowie der Buchhändler und Journalist
Urs Heinz Aerni stellen ihre Lieblingsbücher des Herbstes
2005 vor.
Ob Buch, Hörbuch oder Bildband - geredet wird über
Titel, die selbst im dichten Blätterwald des Bücherherbstes
2005 durch schönes Rascheln auffallen. Die drei Vor-Leser
präsentieren ihre Novitäten und erzählen, weshalb
diese sie nicht losgelassen haben.
Das literarische Terzett wird das Publikum dazu anregen, die
kalten Tage mit guter Lektüre zu erwärmen.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt frei, Platzreservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Mittwoch, 9. November,
19 -20.30 Uhr, Bergli Books Basel
Book Discussion Group on "These
Foolish Things" by Deborah Moggach
These Foolish Things is a brilliant comedy
of manners, mixing acute observation with a deeper message about
how different cultures cope with growing old in this modern world.
When an over-worked London doctor is driven
beyond endurance by his obnoxious father-in-law, he arranges
with his entrepreneurial cousin to set up a retirement home in
India to convince his father-in-law to leave. There the idea
is for British pensioners to enjoy the hot weather and take mango
juice with their gin.
Anyone is welcome to attend the meetings of
the Book Discussion Group but it is recommended that you have
read the book in advance. The discussion will be led by Dianne
Dicks.
Bergli Bookshop, Rümelinsplatz 19, 4001
Basel
info@bergli.ch, Tel 061 373 27 77
www.bergli.ch
Donnerstag, 10. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Hanns-Josef Ortheil, Zürcher Poetikvorlesung:
"Poetik der Musik"
Hanns-Josef Ortheil widmet sich an drei Abenden
dem Thema "Kreative Prozesse". Dabei wird er die Arbeit
an seinen belletristischen Texten im Hinblick auf eine "Poetik
des Schreibens" (3.11.), eine "Poetik der Musik"
(10.11.) und eine "Poetik des Romans" (17.11.) vorstellen
und reflektieren.
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln
geboren, er lebt in Stuttgart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen
ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis und
dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Er lehrt als
Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus
an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Bei Luchterhand
erschienen u.a.: "Mozart - Im Innern seiner Sprachen"
(1982/2002), "Faustinas Küsse" (1998), "Im
Licht der Lagune" (1999), "Die Nacht des Don Juan"
(2000), "Die große Liebe" (2003),"Die weißen
Inseln der Zeit" (2004), "Die geheimen Stunden der
Nacht" (2005).
Die "Zürcher Poetikvorlesung"
wird seit 1996 vom Literaturpodium der Stadt Zürich in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich durchgeführt.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Freitag,11. November
2005, 20 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
Amin Maalouf: "Die Spur des Patriarchen
- Geschichte einer Familie"
Zwischen Orient und Okzident: Der libanesisch-französische
Autor liest und erzählt aus der Saga über das Schicksal
seiner levantinischen Familie.
Im 20. Jahrhundert verlässt, wie viele
andere Libanesen, auch die Familie von Amin Maalouf ihre Heimat.
Als der Autor eines Tages auf einen Nachlass mit Schriftstücken
stösst, kann er die Spuren und Lebenswege seiner Verwandten
rekonstruieren, die es in alle Ecken der Welt verschlagen hat.
Ursprünglich ein Nomadenstamm, war die Familie im 19. Jahrhundert
im Libanon sesshaft geworden. Geprägt vom Patriarchen und
Grossvater Botros, bleibt sie tief in der orientalischen Tradition
verwurzelt und öffnet sich zugleich westlichen Einflüssen.
200 Jahre fliessen in die romanhafte Familienbiografie ein, die
von Freidenkern und Fanatikern, Erfolgreichen und Pechvögeln,
von Familienfeiern und Religionsstreit erzählt. Amin Maalouf
liest und erzählt auf französisch, die deutschen Passagen
liest Michael Röhrenbach.
Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen
8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG Ost, Tel 031 313 63
63 oder
www.stauffacher.ch
Freitag, 11. November
2005, 20 Uhr, Quartierzentrum Bachletten Basel
Jean Willi und Christoph Simon
Jean Willi
Geb. 1945 in Basel, lebt seit 30 Jahren auf Ibiza.
In seinem neuen Buch MATAR (bilgerverlag 2005) hat sein Protagonist
einen Vorsatz gefasst:
«Ich hatte mir vorgenommen, jemanden umzubringen; es war
mein Vorsatz fürs neue Jahr."
1989 erschien der Prosaband «Der Tag von Santa Inés»
(NA 1999). Im BilgerVerlag Zürich erschien 1999 der Bestseller
"Sweet Home". Er schrieb zusammen mit Martin Suter
an den Drehbüchern zur Fernsehserie "Die Direktorin".
Erzählungen in verschiedenen Anthologien. Zwischen 1993
und 1996 gab Jean Willi vier Bände mit Texten von Werner
Helwig heraus.
Christoph Simon
Geb. 1972 in Langnau im Emmental, lebt und schreibt in Bern.
Er zählt zu den hoffnungsvollsten Jungautoren in der Schweiz.
In seinem neuen Roman PLANET OBRIST (bilgerverlag 2005) sagt
sein Protagonist: "Ich möchte so wenig besitzen, dass
ich morgen mit zwei Koffern weggehen könnte".
Einen Text-Auszug las er am Ingeborg Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt
2005.
Im BilgerVerlag Zürich erschienen 2001 der Bestseller "Franz
oder Warum Antilopen nebeneinander laufen" und 2003 der
Roman "Luna Llena".
Moderation: Matthyas Jenny und Ricco Bilger
(Verleger)
QuBa, Quartierzentrum Bachletten, Bachlettenstrasse
12, 4054 Basel
Eintritt Fr. 10.-, Reservationen unter 061 271 4920 oder 061
281 8133 oder mjenny@tiscalinet.ch
Eine Veranstaltung des Literaturbüro Basel, Matthyas Jenny,
Bachlettenstrasse 7, 4054 Basel.
Dienstag, 15. November,
20 Uhr, Literaturhaus Zürich
"Writers in Prison"-Tag 2005,
in Memoriam Ken Saro-Wiwa
Gespräch mit Adolf Muschg und Remi Raji (Dichter und Dozent
aus Ibadan), Moderation: Kristin T. Schnider, Übersetzung:
Barbara Müller; Lesung Remi Raji, Gedichte; Texte von Ken
Saro-Wiwa liest Tobias Beyer (Schauspieler)
Zehn Jahre sind seit der Vollstreckung des
Todesurteils gegen den nigerianischen Schriftsteller Ken Saro-Wiwa
vergangen, und die Fragen, die er unnachgiebig aufgeworfen hat,
sind in seinem Land noch immer virulent. Auch unter dem Deckmantel
der Demokratie herrscht Korruption, die rücksichtslose Ausbeutung
der Ölvorkommen wird fortgesetzt.
Der Schriftsteller und Präsident der Deutschen Akademie
der Künste, Adolf Muschg, ist bekannt für seine Einwürfe,
seine stete kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaft und
Politik. Bestürzt, wütend und gleichwohl aufmerksam
für Europas Involviertsein am Tode Saro-Wiwas, schrieb Adolf
Muschg 1995 nach der Hinrichtung: "Mein Armaturenbrett hat
keinen Anzeiger für Menschenrechte."
Adolf Muschg und Remi Raji diskutieren über die Rolle der
Künstler als Intervenierende und über die Gemeinsamkeiten
afrikanischer und europäischer Intellektueller.
Eine Veranstaltung des Deutschschweizer PEN
Zentrums in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 20.-/15.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Dienstag, 15. November
2005, 20 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
Ibrahim al-Koni: "Die verheissene
Stadt"
Über die mythische Dimension des Unterwegsseins.
Der libysche Schriftsteller und sein Übersetzer Dr. Hartmut
Fähndrich mit einem neuen Roman aus der Sahara.
Man sagt, ihm müsste eigentlich der Literatur-nobelpreis
verliehen werden - den Grossen Literaturpreis des Kantons
Bern hat der seit 1993 in der Schweiz lebende Schriftsteller
2005 erhalten. Für ein Werk, mit dem er die Welt der Tuareg
literarisch sichert und in bild- und wortgewaltigen Geschichten
die Autorität der Wüste bezeugt. Die verheissene Stadt,
der sechste auf deutsch übersetzte Titel aus einem Gesamtwerk
von etwa 50 Bänden, hat die Suche nach der verlorenen Oase
zum Motiv. Der Stamm soll eine Stadt errichten und sesshaft werden,
gemäss dem Geheiss des verstorbenen Stammesfürsten.
Sein Wille, durch eine ihm "vermählte" Jungfrau
empfangen und vom Seher gedeutet, lenkt den Aufbau durch alle
Debatten. Der Volksmund wird den Ort später das "kleine
Wâw" nennen und so das grosse Wâw im Gedächtnis
hüten, das auf Erden unerreichbare Paradies.
Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen
8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG Ost, Tel 031 313 63
63 oder
www.stauffacher.ch
Mittwoch, 16. November,
20 Uhr, Vorstadt-Theater Basel
Wolf Wondratschek und 30 Jahre Verlag
Nachtmaschine
Wolf Wondratschek hatte in der Literaturzeitschrift
"Nachtmaschine", Carona/Tessin in den Ausgaben April
1977, September 1977 und Dezember 1979 Gedichte (teils
handschriftlich) veröffentlicht.
Ein Anlass ihn nach Basel einzuladen, um ihn auf die Anfänge
seines Schreibens (und seiner Erfolge) zu befragen - moderiert
von Peter Henning. Wolf Wondratschek wird aus seinem neuen Buch
vorlesen.
Sein neues Buch, soeben bei Hanser erschienen:
"Saint Tropez und andere Erzählungen": Wolf Wondratschek
geht in seinen Erzählungen Schicksalen von Menschen nach,
deren Leben sich gegen ihren Willen selbständig macht und
sie bedroht. Was jedem passieren kann, überall: einem Schriftsteller
in Saint Tropez, einem Feuerwehrmann im Wiener Konzerthaus, einem
jungen russischen Mädchen, sogar einem glücklich verheirateten
Ehepaar. Scheinbar folgerichtige Lebensgeschichten werden als
eine Ansammlung von Zufälligkeiten beschrieben - stilistisch
brillant und meisterlich zu lesen.
Der Verlag Nachtmaschine wurde in einer eisigen
Nacht im Winter 1975/1976 in Carona/Tessin gegründet. In
der Casa Aprile, neben dem Haus von Meret Oppenheim, stand alsbald
eine Rotaprint A4 Druckmaschine auf der in der Nacht die Literaturzeitschrift
"Nachtmaschine" gedruckt wurde. Und dann hat der unbedeutende
Einmann- und Klein-Verlag Nachtmaschine auch noch einige bedeutende
Autoren verlegt.
Vorstadt-Theater, St. Alban-Vorstadt 12, 4052
Basel
Türöffnung 19.30, Lesung und Gespräch ab 20 Uhr
Eintritt: Ein Buch aus dem Büchertischangebot der Bachletten-Buchhandlung
Basel
von CHF 10,00 bis 49,00 nach freier Wahl
www.literaturfestivalbasel.ch
Im Archiv:
Besprechung
von Wolf Wondratscheks "Saint Tropez"
Mittwoch, 16. November
2005, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bider & Tanner Basel
Shbeta Guggenheim: "Oase des Friedens"
Was fast wie ein Märchen klingt, wird
in der "Oase des Friedens" zur Wirklichkeit: Juden
und Palästinenser leben in Frieden mitteinander.
Lesung mit anschliessender Diskussions- und
Fragerunde.
Bider & Tanner Buchhandlung, Aeschenvorstadt
2, 4014 Basel
Eintritt: Fr. 10.-, Reservationen unter Tel 061 206 99 95 oder
per email unter info@biderundtanner.ch
www.biderundtanner.ch
Donnerstag, 17. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Hanns-Josef Ortheil, Zürcher Poetikvorlesung:
"Poetik des Romans"
Hanns-Josef Ortheil widmet sich an drei Abenden dem Thema "Kreative
Prozesse". Dabei wird er die Arbeit an seinen belletristischen
Texten im Hinblick auf eine "Poetik des Schreibens"
(3.11.), eine "Poetik der Musik" (10.11.) und eine
"Poetik des Romans" (17.11.) vorstellen und reflektieren.
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln
geboren, er lebt in Stuttgart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen
ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis und
dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Er lehrt als
Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus
an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Bei Luchterhand
erschienen u.a.: "Mozart - Im Innern seiner Sprachen"
(1982/2002), "Faustinas Küsse" (1998), "Im
Licht der Lagune" (1999), "Die Nacht des Don Juan"
(2000), "Die große Liebe" (2003),"Die weißen
Inseln der Zeit" (2004), "Die geheimen Stunden der
Nacht" (2005).
Die "Zürcher Poetikvorlesung"
wird seit 1996 vom Literaturpodium der Stadt Zürich in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich durchgeführt.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Freitag, 18. -
Sonntag, 20. November 2005, Burghof Lörrach
14. Kinderbuchmesse
Lesen, schmökern, blättern, anschauen,
staunen, sich von Geschichten in andere Welten entführen
lassen - auf der 14. Kinderbuchmesse Lörracher LeseLust
locken tausende von druckfrischen Kinderbüchern in die Lesefalle:
mit spannenden Lesungen, der gemütlichen Schmökerecke,
reizvollen Bücherständen, der größten deutschen
Kinderbuchausstellung KIBUM, zauberhaftem Kindertheater, lustigem
Bilderbuchkino, einer attraktiven Büchertauschbörse,
einer langen Lesenacht und vielen Überraschungen...
KinderSTIMMEN beherrschen die 14. Kinderbuchmesse:
in Kinderchören, MitbeSTIMMungs-Workshop, einer Kinderrechte-Ausstellung
und mit AbendSTIMMung. Ob auf der Bühne oder in der Politik
- Kinder brauchen Märchen, Lieder, Geschichten, Theater,
eine Kinderlobby und Kinderrechte: Kinderstimmen werden auf der
Kinderbuchmesse gehört. SWR-Radioworkshops und Hörspielwerkstätten
brauchen KinderSTIMMEN, eine Kräuterhexe erzählt Märchen
und Clown Rabe zaubert.
Burghof Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft
Lörrach, Herrenstr. 5, D-79539 Lörrach, Tel. 0049 76
21 94 0890, info@burghof.com
www.burghof.com
Freitag, 18. November
2005, 18.30Uhr, Dampfzentrale Bern
9. Berner Lyrikpreis
Wir laden ein zur Preisverleihung des 9. Berner
Lyrik-Wettbewerbs, die im Rahmen von Trafo / Wort+ (s.u.) stattfindet.
Juriert wurden die 304 Einsendungen von Jacqueline Aerne, Yeboaa
Ofosu und Daniela Schenk, die prämierten Gedichte liest
Schauspielerin Ruth Schwegler.
Dampfzentrale, Sandrainstrasse, Bern
Eintritt frei
Veranstaltet von Stauffacher Buchhandlungen
www.stauffacher.ch
Samstag, 19. November
2005, ab 13.30 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen Bern
Mike van Audenhove - Signierung
Der Zürcher Kult-Zeichner signiert seine
neuen Cartoons Viecher by Mike und alle Bände sowie den
Kalender 2006 des Klassikers Zürich by Mike.
Stauffacher Buchhandlungen, Parterre,
Neuengasse 25-37, Bern
www.stauffacher.ch
Dienstag, 22. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Joshua Sobol (Israel)
"Der Mensch ist ein Material, das jede Eigenschaft annehmen
kann. Jede neue Begegnung erzeugt einen neuen Menschen, der bis
zu jenem Augenblick nicht existiert hat." In Joshua Sobols
Roman "Whisky ist auch in Ordnung" (Luchterhand, 2005)
entdeckt ein ehemaliger israelischer Geheimagent, der nun als
Werbetexter in New York lebt, in einer Bar einen Gegner von einst.
Eine Jagd durch die Schauplätze der Vergangenheit beginnt,
ein ironisches Verwirrspiel um Identität, Literatur, Gewalt
und Liebe. "Sobols Geschichte ist wie eine Spinne. Sie steht
auf acht Beinen und zieht tausend Fäden zu einem Netz zusammen,
in dem die Figuren sich verstricken." (Facts)
Joshua Sobol, geboren 1939 in Tel Mond, wurde
mit Theaterstücken (Weiningers Nacht, 1982; Ghetto, 1984)
weltberühmt. Er wird bei seiner Zürcher Lesung von
Stephan Wetzel (bis 2005 Dramaturg am Schauspielhaus Zürich)
vorgestellt, der auch das Gespräch mit ihm in Englisch führt.
Aus dem Roman "Whisky ist auch in Ordnung" liest der
Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Donnerstag, 24. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Literatur & Fotografie: Fotografisches
Quartett
Nach dem grossen Erfolg des letztjährigen Anlaufs schenkt
das Quartett zum zweiten Mal einem meist unbeachteten Genre Beachtung:
Das Kritikerteam Barbara Basting (Tages-Anzeiger), Gabriela Christen
(SR DRS), Daniele Muscionico (Neue Zürcher Zeitung) und
Koni Nordmann (Fotograf und Verleger) diskutiert über neue
Fotobücher.
Tagtäglich setzen wir uns einer Bilderflut
aus, die eine immer selektivere Wahrnehmung erfordert. Aber obgleich
wir in einer optisch dominierten Welt leben, sind wir wenig geübt
im kritischen Reflektieren von Bildern.
Folgende Bildbände werden besprochen:
- Jean-Luc Cramatte: Par-dessus l'épaule de Théodore
(Editions LABOR ET FIDES 2005)
- Martin Schoeller: "Close Up" (teNeues 2005)
- Jules Spinatsch: "Temporary Discomfort. Chapter I-V"
(Lars Müller Publishers 2005)
- Wolfgang Tillmans: "truth study center" (Taschen
2005)
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Montag, 28. November
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Kurt-Guggenheim-Abend
"Friedenswunder im Chaos" - Guggenheims
Kriegsromane
Mit Anne-Marie Blanc, Charles Linsmayer, Lukas Waldvogel
Aus Anlass der Neuausgabe von Kurt Guggenheims Romanen "Wilder
Urlaub" und "Wir waren unser vier" innerhalb der
Werkausgabe im Huber-Verlag, Frauenfeld, spricht der Herausgeber
Charles Linsmayer über die Entstehung dieser beiden Kriegsromane
und diskutiert mit Anne-Marie Blanc über die Verfilmung
von "Wilder Urlaub" und über die grosse Zeit der
Praesens-Film. Aus Guggenheims Romanen liest: Lukas Waldvogel.
Im Anschluss an die Veranstaltung zeigen wir den Film "Wilder
Urlaub" von Franz Schnyder.
In "Wir waren unser vier" beschrieb
Kurt Guggenheim 1949 in seinem nüchternen Chronikstil am
Beispiel von vier repräsentativen Figuren, wie die Schweiz
die Jahre des Zweiten Weltkriegs überstand. Bereits mitten
im Krieg, 1941, hatte er die Situation unbeschönigt und
kritisch gespiegelt: im Roman "Wilder Urlaub", der
eines der damals am stärksten tabuisierten Themen aufgegriffen
hatte - den Fall eines Deserteurs der Schweizer Armee. Wie heikel
die Angelegenheit war, zeigte sich, als Franz Schnyder den Roman
in enger Zusammenarbeit mit Guggenheim 1943 für die Praesens-Film
verfilmte und dabei auf hartnäckigen Widerstand bei der
Militärzensur stiess, die die Darstellung eines internen
Militärkonflikts in einem populären Film am liebsten
verhindert hätte.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.literaturhaus.ch
Dienstag, 29. November
2005, 20 Uhr, Stauffacher Buchhandlungen
Birgit Vanderbeke: "Sweet Sixteen"
Der neue Roman der deutschen Schriftstellerin
ist eine Phantasie über den Bruch der Jugend mit der Erwachsenengesellschaft.
"Sechzehnjähriger verschwand am
Geburtstag spurlos", lautet die Schlagzeile. Erst ist es
nur einer, dann sind es fünf, und es werden immer mehr.
Jugendliche aus allen Schichten und Ecken der Republik, die nur
ihren Hang zu Computer und Internet gemein haben. Eltern und
Polizei stehen vor einem Rätsel. Keine Spuren, keine Lösegeldforderungen.
Stattdessen tauchen ein Manifest und hell-blaue T-Shirts mit
dem Aufdruck Free your mind auf, und man begreift: Die Jugendlichen
sind nicht entführt worden. Sie sind nur weg. Machen nicht
mehr mit, haben einfach genug vom Leben in diesem "Saftladen"
mit seinen verlogenen Werten und dürftigen Inhalten. Mit
viel Sympathie für die Ausreisser demontiert die Autorin
die hilflosen Erklärungsversuche von Eltern, Medien, Politikern
und Pädagogen. Und in ihrer Mischung aus Krimi und Satire
geht sie letztlich nur knapp an der Realität vorbei.
Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen
8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG Ost, Tel 031 313 63
63 oder
www.stauffacher.ch
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