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Garth Ennis & Leandro Fernandez: "The
Punisher - Irisches Erbe" (Superhelden) | Marvel/Panini
Ennis rechnet mit gewissen Leuten ab!
Der Punisher ist ja, seitdem sich
Ennis seiner annahm, wieder kräftig in neuen Bänden
unterwegs. Und diesmal legt er sich mit Iren an. Dabei kam Frank
Castle gelegen, dass er einen Auftrag vom MI6 angeboten bekommt,
sich gewisser Leute anzunehmen.
Von Matti Johan Martin.
Eigentlich hat der Punisher Castle nichts
gegen Iren, solange sie in den USA nicht in krumme Geschäfte
verwickelt sind. Und der Rachefeldzug beginnt auch erst, nachdem
Castle knapp einem Bombenanschlag entkommt. Dieser Anschlag galt
zwar nicht ihm, aber dennoch gerät er ob der kriminellen
Tat in Rage. Nachdem er mitlauschen konnte, dass die Bombe wegen
Bauart und verwendeter Materialien mit Britannien in Verbindung
steht, will er sich gewisse Iren vorköpfen. Doch gerade
als er den Boss der lokalen Gang irischer Vorfahren eliminieren
will, wird dieser entführt. Darauf meldet sich ein britischer
Geheimagent, den Castle noch aus Vietnam kennt, bei ihm und informiert
ihn über gewisse Umstände. So sind ehemalige IRA Mitglieder
irgendwie in die Sache verwickelt. Es stellt sich dann heraus,
dass drei bewaffnete Organisationen irischer Einwanderer in Erbstreitigkeiten
stecken. Denn der alte verstorbene Godfather Nesbitt hinterliess
allen drei jeweils einen Teil einer Karte, welche den Weg zu
seinem verborgenen Riesenvermögen weist.
Doch hinter alldem steckt eine grausame Rache, deren Castle beinahe
selbst Opfer wird.
Ennissche Gewaltorgie mit Bezügen
zu seiner alten Heimat
Ennis war ja noch nie ein Kind von
Traurigkeit was Gewalt betrifft. So fliesst auch hier wieder
fast bruttoregistertonnenweise Blut. Doch neben all der US typischen
Banalisierung von Gewalt spricht Ennis auch gewisse Dinge an,
die ihm in seiner alten Heimat gewiss Schwierigkeiten bereiten
werden. So sind die Ausführungen zur Lage von Nordirland
und die Einstellungen von Briten, Iren und Amerikanern zu Nordirland
doch ein kaum verhohlener Angriff auf die IRA. Wie er auch die
US-Amerikaner irischer Abstammung als Grossmäuler darstellt.
Diese Metatexte erheben diesen Punisherband über das Gros
der Reihe, was diesen Band nicht nur für Gewaltfetischisten
lesenswert macht. Die Zeichnungen stechen nicht über den
US typischen Standard heraus. Die Panelanordnung ist jedoch sehr
übersichtlich.
Die Zusätze wie Klappentexte und Cover der einzelnen Hefte
sind inzwischen ein angenehmer Standard.
139 Seiten, CHF 30.30
www.speedcomics.de
www.paninicomics.de
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