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Eva Rossmann: "Wein & Tod" (Krimi)
| Folio
Mord im Winzermilieu
Ein neuer Fall für Mira Valensky,
die sich inzwischen zur Chefreporterin gemausert hat: Dieses
Mal wird ein Starwinzer aus dem österreichischen Weinviertel
umgebracht. Die mittlerweile schon erfahrene Schnüfflerin
lässt sich natürlich von nichts und niemandem abhalten,
den Fall aufzuklären und liefert damit die Grundlage für
einen weiteren spannenden Krimi.
Von Stephan Sigg.
Eigentlich hätte Mira Valensky schon
lang einen Orden verdient: Die kriminalistischen Erfolge der
Reporterin mit Hang zu gutem Essen und Wein würden bestimmt
so manchen Polizisten vor Neid erblassen lassen. Dieses Mal verschlägt
es die frisch ernannte Chefreporterin in die Provinz des Weinviertels
auf das Weingut des aufstrebenden Starwinzers Hans Berthold.
Sie soll ein interessantes Porträt über ihn und seine
Familie machen und findet sich, ehe sie es sich versieht in ihrem
nächsten Kriminalfall wieder: Hans Berthold wird beim Joggen
erschossen. War es Suizid oder Mord?
Hartumkämpftes Weinbusiness
Mira Valensky quartiert sich bei der
Winzerfamilie ein, um den Mörder aufzuspüren und deckt
dabei bald viele dunkle Geheimnisse im hartumkämpften Weinbusiness
auf. Von wegen beschauliches Landleben und gemütliche Weinromantik!
Im kleinen, beschaulichen Dorf, in dem die Bertholds zuhause
sind, ist die Konkurrenz gross und aggressiv. Die Berthold-Witwe
Eva will nach dem Tod ihres Mannes alleine weitermachen. Dabei
hat sich nicht damit gerechnet, dass ihr viele Steine in den
Weg gelegt werden und Sabotagakten ihr das Leben schwer machen.
Denn mit dem Tod von Hans Berthold ist der Mörder noch nicht
am Ziel angelangt.
Vertraut wie eine gute Freundin
Auch Eva Rossmanns neues Buches zeichnet
sich durch perfekte Recherche und genaue Sachkenntnis aus. Der
Leser kann sich die Arbeit auf dem Weingut bestens vorstellen
und den Trauben beinahe beim Reifen zusehen. Im Unterschied zu
den anderen Valensky-Krimis verliert "Wein & Tod"
aber zwischendurch etwas an Spannung. Die Lektüre wird zwar
keineswegs langweilig, doch die österreichische Krimi-Autorin
Nr.1 erzählt zahlreiche Nebenhandlungen, die den Hauptplot
vorübergehend in den Hintergrund treten lassen. Die Frage
nach dem Mörder wird erst am Schluss beantwortet und natürlich
muss Schnüfflerin Mira Valensky bis dahin gemeinsam mit
ihrer bosnischen Putzfrau Vesna einige heikle Situationen meistern
- nicht nur beruflich, sondern auch privat. Denn neben ihrer
renovationsgeschädigten Wohnung entdeckt auch Valenskys
Hauskatze Gismo die Freude an der frischen Luft - anfangs nicht
gerade zu Frauchens Begeisterung.
Ein unterhaltsamer, origineller Krimi mit
einer sympathischen Protagonistin, die dem Leser nach ihren zahlreichen
Fällen so vertraut ist wie eine gute Freundin. So freut
man sich schon jetzt auf Valenskys nächsten Fall. In welcher
Branche wird der wohl spielen?
253 Seiten, CHF 34.30
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Zur Autorin
Eva Rossmann wurde 1962 in Graz geboren
und sie lebt im niederösterreichischen Weinviertel. Verfassungsjuristin,
dann Journalistin u. a. beim ORF, der NZZ und den "Oberösterreichischen
Nachrichten". Seit 1994 arbeitet sie als Autorin und freie
Journalistin, u. a. für das Gastromagazin "A la Carte".
Für ihr frauenpolitisches Engagement wurde sie im Jahr 2000
vom PR-Verband Österreichs zur "Kommunikatorin des
Jahres" gewählt. Um für ihren neuen Kriminalroman
zu recherchieren, arbeitete sie monatelang in der Küche
von Manfred Buchingers "Zur Alten Schule" mit. Sie
veröffentlichte zahlreiche Sachbücher. In den letzten
Jahren hat sich Eva Rossmann als Krimiautorin einen Namen gemacht.
Quelle: Folio
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