AKTUELL   ARCHIV & SUCHE   NEWSLETTER   INFOS   KONTAKT

Nr. 137 / November 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

THEMA    NEUHEITEN    COMICS    AUSGELESEN    AUSGESCHRIEBEN    KALENDER

 

« ZURÜCK

 

WEITER »

Überblick

Porträt J.R.R. Tolkien
Der Hobbit
Das Silmarillion
Nachrichten aus Mittelerde
Tolkien Bücher
Tolkien Hörbücher
Stimmen zu Tolkien
 

Weitere Stimmen zu Tolkien

Einen Tolkienleser zu finden ist nicht so schwierig, auch nicht unter den Mitarbeitern des Netzmagazins. Welche Erfahrungen sie mit den Hobbits und Orks gemacht haben, verraten sie gleich selbst.

Claudia Wehrli
Ich habe mit dem Lesen von Tolkiens Büchern erst angefangen, nachdem der erste Film in die Kinos kam. Zwar hatte ich davor einmal einen Versuch gestartet, "Der Herr der Ringe" zu lesen, brach die Lektüre jedoch kurz nach der Episode in den Minen von Moria ab. Die Filme haben mich danach aber wieder dazu angeregt, das Buch noch einmal in Angriff zu nehmen und dieses Mal legte ich es nicht so schnell wieder aus der Hand. Vor allem die Vielfalt und die Detailgenauigkeit der verschiedenen Kulturen beeindruckten mich und natürlich auch die Geschichte an sich, denn es ist eine wahrhaft grosse Geschichte, die nicht nur die Ereignisse erzählt, die im Buch selbst geschildert werden, sondern ein ganzes Universum und tausende von Jahren umspannt. Die Anhänge hatten es mir denn auch fast mehr angetan als die blosse Erzählung und ich begann, "Der Hobbit" und "Das Silmarillion" zu lesen, welches mich vor allem durch seine Poesie fesselte und durch die Tatsache, dass dies alles nur entstanden war, um einen Hintergrund für Tolkiens Elbischen Sprachen zu schaffen. Die Leistung, ein solch komplettes Universum zu schaffen, sowie Tolkiens Art zu schreiben machen für mich die Faszination seiner Werke aus.

Magdalena Pfaffl
Meine ersten - und letzten - Erfahrungen mit J.R.R. Tolkien machte ich vor einigen Jahren, als mir meine Mutter den ersten Band der "Herr der Ringe" Trilogie während einer Krankheit zu lesen gab. Die drei dicken Bücher, das schien viel, verdammt viel zu lesen, aber ich wagte es trotzdem; die Karten auf den ersten paar Seiten des Buches machten mich neugierig. Die ersten 20-30 Seiten gefielen mir. Tolkien verstand es gut seine Fantasy-Welt in allen Farben zu beschreiben und auszumalen, aber irgendwann wurde es langweilig. Es fehlte mir einfach die Handlung; etwas, was mich fesselte. Die Detailbeschreibung jedes einzelnen Haares auf den Hobbitfüßen war für mich einfach zu langweilig. Nach ungefähr 80 Seiten legte ich das Buch dann weg. Später sagte man mir, ich wäre ziemlich genau an der Stelle gewesen, an der die Handlung einsetzte. Noch einmal versucht habe ich es trotzdem nicht, auch wenn ich es mir oft vorgenommen habe. Nach wie vor - und auch durch die Filme - möchte ich die Trilogie eines ruhigen Tages im englischen Original noch einmal zur Hand zu nehmen.

Lena Vurma
In Italien in den Herbstferien und es regnete in Strömen. Ich, 15, pubertär und eine Revolution startend gegen die neue Freundin meines Vaters. Lange Hotelzimmerstunden. Hier öffneten sich die Tore zum Auenland. Gemeinsam gegen das Böse kämpfen, schwärmerisch jede Zeile über Aragorn, den einsamen Wolf, verinnerlichen, in eine Welt abtauchen, in der die Bäume wuchtig ihre Meinung raus schreien. Das war Fantasy und Flucht zugleich. Und was ich von Ringen halte, sollte nun klar sein...

Carmen Ginsig
Wenn jemand "Herr der Ringe" von John R. R. Tolkien verstehen will, ist er gut beraten, wenn er zuerst "Der kleine Hobbit" liest. Es ist die Geschichte einer abenteuerlichen Reise des Hobbits Bilbo Beutlin durch eine fremde Welt voller Phantasiegestalten. Das ist der Grundstein der spannenden Trilogie. Angesiedelt ist die Geschichte in der Kinderliteratur, was den Erwachsenen jedoch nicht hindern sollte, in die zauberhafte Welt der Elfen, Zwerge und Zauberer einzutauchen.

Christian De Simoni
Der typische Tolkienianer wandelt mit offenen Augen und Ohren durch eine elaborierte Art Lummerland: Jeder Gegenstand, jedes Wesen und was auch immer er wahrnimmt, erhält erstens einen wohlklingenden Namen und zweitens eine überaus wichtige Bedeutung. Zeichendeuterisch wandelt er durch dieses wohlklingende, bedeutungsschwangere Wunderland und versucht die Welt zu retten. Was ihm nach etlichen hundert Seiten gelingt. Der Vergleich mit Harry Potter, den ich ebenso wenig gelesen habe, drängt sich auf. Der Vergleich mit Alice im Wunderland wäre übertrieben, da gänzlich entgegengesetzt. Zur Kur, für Hardcore-Tolkienianer, sei ebendies empfohlen: Lewis Carroll, Ionesco, Beckett und Sternes Tristram Shady.


« ZURÜCK

NACH OBEN

WEITER »

Erscheint jeden Monat am 3. neu.

© 2000 - 2005 "DAS NETZMAGAZIN." Alle Rechte vorbehalten. Powered by Bürki Hosting, Spiez.