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Veranstaltungskalender September
Montag, 5. September
2005, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bider und Tanner in Basel
Lesung und Signierung: Jorge Bucay
"Komm, ich erzähl dir eine Geschichte"
Das Leben ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit.
Kommt ganz drauf an, findet Jorge, der Dicke, in dem man erst
auf den zweiten Blick den Psychotherapeuten erkennt, es gibt
für alles eine Erklärung. Und schwierige Sachen erklärt
man am besten - mit Geschichten! Einer, dem das Leben bisweilen
ziemlich kompliziert vorkommt, ist Demian. Weil der neugierige
junge Mann auf seine vielen Fragen alleine keine Antworten findet,
geht er zu Jorge. Zusammen trinken sie Tee, und Jorge erzählt
ihm bei jedem Besuch eine erhellende Geschichte. So leichtfüßig
und witzig, lehrreich und unterhaltsam hat man noch nie über
das Leben gelesen! Und ganz nebenbei lernen wir dabei, uns selbst,
unsere Beziehungen und Ängste besser zu verstehen. Eigentlich
ist es wie mit dem Meister und dem Ring. Aber das ist eine andere
Geschichte...
Eintritt: Fr. 10.-, Reservationen unter Tel
061 206 99 95 oder per E-Mail unter info@biderundtanner.ch.
Dienstag, 6. September
2005, 20 Uhr, Stauffacher Bern
Jorge Bucay: Komm, ich erzähl
dir eine Geschichte
Der argentinische Schriftsteller hat ein inspirierendes
Weisheitsbuch und globales Geschichtenmosaik geschrieben. Er
wird vorgestellt von Verleger Egon Ammann.
Das Leben ist für den Stadtneurotiker
Demian eine ziemlich komplizierte Angelegenheit - und schwierige
Sachen erklärt man am besten mit Geschichten. So denkt zumindest
Jorge, und mit witzigen, kurzweiligen und lehrreichen Erzählungen
hilft der Arzt dem jungen Mann, sich selbst und seinen Problemen
auf die Spur zu kommen. Dabei schöpft er nicht nur aus dem
argentinischen Märchenfundus, auch die Sagenwelt der Antike,
Sufi-Geheimnisse, Zen-Weisheiten und sephardische Legenden finden
Eingang in seinen Erzählkosmos. Jorge Bucay (1949), im spanischen
Sprachraum ein Bestsellerautor, arbeitet als Psychiater und Gestalttherapeut.
Die Fabel-, Parabel- und Märchensammlung "Komm, ich
erzähl dir eine Geschichte" ist die erste Publikation
in Deutsch. Ein Abend in Spanisch/Deutsch, Übersetzung und
Moderation: Alexander Dobler.
Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen
8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG, Tel 031 313 63 63
oder unter
www.stauffacher.ch
Mittwoch, 7. September
2005, 18.30-20.00 Uhr, Bergli Books Basel
"Swiss Me" by Roger Bonner,
illustrated by Edi Barth
Ever tried socializing at the bottle bank?
Or finding the Röstigraben? Want to improve your Swiss German
in 30 minutes? Ever run into Mr. Tell looking for his son? Need
to check if you are becoming too Swiss?
These playful stories by Swiss humorist Roger
Bonner will give new perspectives and pleasures to your life
with the Swiss. You are invited to join us for an
Apero to celebrate the publication of "Swiss Me".
Bergli Bookshop, Rümelinsplatz 19, 4001
Basel
info@bergli.ch, Tel 061 373
27 77
www.bergli.ch
Dienstag, 13. September
2005, 20 Uhr, Buchhandlung Schreiber Olten
Verena Steiner: Energiekompetenz
Produktiver denken, wirkungsvoller Arbeiten, entspannter Leben.
Eine Anleitung für Vielbeschäftigte, für Kopfarbeit
und Management.
Buchhandlung Schreiber, Kirchgasse 7, 4600
Olten
Tel 062 205 00 00, info@schreibers.ch
www.schreibers.ch
Dienstag, 13. September
2005, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich
Lesezirkel: Robert Walser: Jakob von
Gunten
Die Geschichte des scheuen Zöglings Jakob
von Gunten, der im seltsamen Berliner Knabenpensionat Benjamenta,
in dem man "sehr wenig lernt", zu einiger Selbstgewissheit
findet, wird uns in diesem Lesezirkel beschäftigen. Der
Roman "Jakob von Gunten. Ein Tagebuch" stammt von Robert
Walser und ist 1909 erstmals erschienen. Er gilt als das bedeutendste
seiner grösseren Werke. Das walsertypische Hin und Her von
demütigem Sichkleinmachen und kecker Überheblichkeit,
von Niedlichem und Hintergründigem bis Hinterhältigem
bestimmt auch dieses "Tagebuch" bis in den Stil hinein.
Wie immer sind alle, die das Buch gelesen
haben, zur Diskussion eingeladen. Das Gespräch führt
Thomas Ehrsam.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt frei
www.mug.ch/literaturhaus/
Mittwoch, 14. September
2005, 20 Uhr, Grosser Vortragssaal Kunsthaus Zürich
Michel Houellebecq
Das Literaturhaus und die Zürcher Kantonalbank
laden Sie ein zu einer Lesung mit Michel Houellebecq und einem
anschliessenden Umtrunk.
Houellebecqs vierter Roman "La possibilité d'une
île" (dt. "Die Möglichkeit einer Insel",
DuMont Verlag) erscheint nach seinem dreijährigen Schweigen
zeitgleich in sechs Sprachen. - Es sei sein bester Roman, sagte
er in einem Interview zu "les Inrockuptibles", und
das mache ihn für ein, zwei Monate glücklich.
"Die Möglichkeit einer Insel" ist aber auch ein
trauriger Roman, denn Houellebecq zeigt sich darin abermals ganz
als Humanist ex negativo und rechnet mit unserer selbstzerstörerischen
Gegenwartsgesellschaft ab, endgültig.
Das Gespräch mit Michel Houellebecq führt
Barbara Villiger Heilig (Feuilletonredaktorin, NZZ) auf Französisch.
Aus der deutschen Übersetzung liest Robert Hunger-Bühler.
Veranstaltet vom Literaturhaus der Museumsgesellschaft,
Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt: Fr. 20.- / 15.-, Tel 01 254 50 00 oder unter
www.mug.ch/literaturhaus
Anmeldungen, die vor dem 29. August abgeschickt
werden, können nicht berücksichtig werden.
Mittwoch,14. September
2005, 19.00-20.30 Uhr, Bergli Books Basel
Book Discussion Group on "Old
School" by Tobias Wolff
During his senior year at an elite New England
prep school, a young man who had struggled to fit in with his
contemporaries finds his life unraveling due to the school's
obsession with literary figures and their work.
Anyone is welcome to attend the meetings of
the Book Discussion Group but it is recommended that you have
read the book in advance.
Bergli Bookshop, Rümelinsplatz 19, 4001
Basel
info@bergli.ch, Tel 061 373
27 77
www.bergli.ch
Donnerstag, 15. September
2005, 20 Uhr, Bündner Volksbibliothek Chur
Yusuf Yesilöz: Der Imam und die
Eselin
Yusuf Yesilöz liest aus seinem Buch "Der
Imam und die Eselin", in dem es um Dorfzwiste, rauschenden
Feste und Geschäftsangelegenheiten unter Männern geht.
Bündner Volksbibliothek, Arcas 1, Chur,
veranstaltet vom Rotpunktverlag
www.rotpunktverlag.ch
Donnerstag, 15. September
2005, 20 Uhr, Literaturhaus der Museumsgesellschaft Zürich
Paarläufe : "hoch hinaus"
- Diana Dodson & Guy Krneta
Kunst und Literatur im Dialog auf verschiedenen
Plattformen: als performative Veranstaltung, Beilage im Kunst-Bulletin
und Ausstellung.
Der Berg ist ein beliebtes Motiv in Kunst, Literatur und Musik
- er ist Landschaft und ökologisches System, Erholungs-
und Rückzugsraum, Ort der Sehnsucht und der persönlichen
Herausforderung, Metapher oder Symbol. Die Schweizer Künstlerin
Diana Dodson und der Schriftsteller und Dramaturg Guy Krneta
präsentieren uns an dem Abend ihre Sicht auf die Berge.
Diana Dodson (geb. 1963) arbeitet vorwiegend mit Video- und Objektinstallationen.
Für die Ausstellung "hoch hinaus" realisierte
sie ihre Installation "Eigerwohnwand".
Guy Krneta (geb. 1964) schrieb zahlreiche Theaterstücke
und schreibt seit ein paar Jahren auch Prosa. Zuletzt erschien
"Zmittst im Gjätt uss/Mitten im Nirgendwo" (Aufbau
Verlag, 2003).
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt: Fr. 15.-/10.-, Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
Freitag, 16. September
2005, 20 Uhr, Zunfthaus zur Schmieden Zürich
Kenzaburô Ôe
Kenzaburô Ôe (*1935), Nobelpreisträger für
Literatur 1994, stellt im Gespräch mit Eduard Klopfenstein
(Professor am Ostasiatischen Seminar der Universität Zürich)
den eben im S. Fischer Verlag erschienenen Roman "Tagame
/ Berlin-Tokyo" (jap. "Torikaeko - Chenjiringu",
Verlag Kodansha, Tokyo 2000) vor. Aus der deutschen Übersetzung
liest der Schauspieler Peter Kner.
Der Selbstmord des Filmemachers Goro treibt den mit ihm befreundeten
Schriftsteller Kogito in eine insistierende Selbstbefragung.
Hinter diesen Figuren lassen sich leicht der Autor selber und
sein 1997 verstorbener Freund Juzo Itami (erfolgreichster Film:
Tampopo) ausmachen. Am Ausgang des melancholischen Erinnerungslabyrinths
steht jedoch eine Hoffnung: "Vergesst die Toten, und vergesst
auch die Lebenden. Wendet euch allein dem Ungeborenen zu."
Zunfthaus zur Schmiden, Marktgasse 20, 8001
Zürich, veranstaltet vom Literaturhaus der Museumsgesellschaft,
Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt: Fr. 15.-/10.-, Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
Freitag, 16. September
2005, 20 Uhr, Regionalbibliothek Sursee
Yusuf Yesilöz: Der Imam und die
Eselin
Yusuf Yesilöz liest aus seinem Buch "Der
Imam und die Eselin", in dem es um Dorfzwiste, rauschenden
Feste und Geschäftsangelegenheiten unter Männern geht.
Regionalbibliothek Sursee, Herrenrain 22,
Sursee, veranstaltet vom Rotpunktverlag
www.rotpunktverlag.ch
Samstag, 17. September
2005 / Sonntag, 18. September 2005, 19.30 Uhr / ganzer Tag, Allgemeine
Lesegesellschaft am Münsterplatz / Sudhaus Basel
4. Internationales Lyrikfestival Basel
Samstag: Podium:
"Was spricht die tiefe Mitternacht?"
"Der Musiker, der Lyriker sind in ihren Instinkten grundverwandt
und an sich Eins, aber allmählich spezialisiert und voneinander
abgetrennt - bis zum Widerspruch." (Friedrich Nietzsche).
Friederike Kretzen, Sebastian Kiefer und Wolfram Malte Fues wollen
miteinander herausfinden, was sich aus dieser Einheit und ihrem
Widerspruch an den Gedichten Friedrich Nietzsches ergibt, die
Urs Allemann vorträgt: Für den Klang über ihren
Zeilen, für den Sinn in ihren Zeilen und für die Poetik
unter ihren Zeilen.
Sonntag: Lesungen
und Präsentationen mit Birgit Kempker, Matthias Politycki,
Hellmuth Opitz, Steffen Jacobs, Oswald Egger, Kathy Zarnegin,
Urs Allemann, Joerg Jermann, Peter Gisi, Guy Krneta, Rapper Greis,
Wolfram Malte Fues, Rudolf Bussmann, Frank Schablewski, Kurt
Aebli, Sebastian Kiefer, Anna Wiesendanger, Cécile Hummel,
Stephanie Grob, Christian Uetz, Simon Froehling, Tanja Dückers,
Markus Stegmann, Andreas Chiquet u.a.
Samstag: Allgemeine Lesegesellschaft, Münsterplatz
8, Basel
Eintritt: Eintritt: Fr. 15.-/10.-, Zweitageskarte (Samstag und
Sonntag) Fr. 35.-/25.-Vorverkauf/Reservierung unter Tel 061 271
49 20 oder mjenny@tiscalinet.ch
Sonntag: Sudhaus Basel, Burgweg 7
Eintritt: Fr. 25.-/20.-, mit Schülerausweis Fr. 12.- (nur
am Sonntag gültig). Vorverkauf/Reservierung unter Tel 061
271 4920 oder bei mjenny@tiscalinet.ch
Genaues Programm und weitere Infos:
www.literaturfestivalbasel.ch
Montag, 19. September
2005, 9.15 Uhr, Hochschule für Heilpädagogik Zürich
Yusuf Yesilöz: Der Imam und die
Eselin
Yusuf Yesilöz liest aus seinem Buch "Der
Imam und die Eselin", in dem es um Dorfzwiste, rauschenden
Feste und Geschäftsangelegenheiten unter Männern geht.
Hochschule für Heilpädagogik, Schaffhauserstr.
239, veranstaltet vom Rotpunktverlag
www.rotpunktverlag.ch
Donnerstag, 22. September
2005, 18 Uhr, Literaturhaus der Museumsgesellschaft Zürich
Schillerpreise 2005
Als älteste und einzige nationale Institution - sie feiert
dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum - würdigt
die Schweizerische Schillerstiftung jährlich Werke aus allen
Sprachregionen mit einem Literaturpreis.
In diesem Jahr wurden zwölf Autorinnen
und Autoren ausgezeichnet. Die Verleihung der Schillerpreise
an die rätoromanisch- und deutschsprachigen Preisträger
erfolgt im Rahmen einer Veranstaltung im Literaturhaus, verbunden
mit einer kurzen Lesung von Markus Werner und von Göri Klainguti.
Beide Autoren erhalten den Schillerpreis für ihr bisheriges
Gesamtwerk.
Einzelwerkpreise erhalten an diesem Abend:
Klaus Merz für "Los. Eine Erzählung" und
Alain Claude Sulzer für "Ein perfekter Kellner".
Das Prädikat "Buch der Schweizerischen Schillerstiftung
2005" erhält Dieter Forte für seinen Roman "Auf
der anderen Seite der Welt". Alle Autoren werden an diesem
Abend anwesend sein.
Anita Jehli spielt Sätze aus den Cello-Suiten
Nr.1 G-Dur op.72 und Nr.2 D-Dur op.80 von Benjamin Britten.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt frei, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
Freitag, 23. September
2005, 20 Uhr, Literaturhaus der Museumsgesellschaft Zürich
Rhea Galanaki: Das Leben des Ismail
Ferik Pascha
Zusammen mit ihrer deutschen Übersetzerin Michaela Prinzinger
wird Rhea Galanaki (*1948) ihren Roman "Das Leben des Ismail
Ferik Pascha" vorstellen (Suhrkamp, 2001, leider vergriffen).
Das Gespräch wird übersetzt von Maria Zafon, aus dem
Roman liest die Schauspielerin Graziella Rossi.
Galanaki erzählt mit polyphoner Technik
und in poetischer Sprache von einem jungen Kreter, der im 19.
Jahrhundert nach Ägypten verschlagen wurde, dort zum Islam
bekehrt wird und eine militärische Karriere macht. Er kehrt
in seine Heimat zurück, um eine Revolution zu bekämpfen,
die sein Bruder finanziert, von dem er in der Kindheit getrennt
wurde. "Eindringlicher kann die seltsame Identität
der modernen Griechen (...) nicht behandelt werden." (FAZ)
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
Montag, 26. September
2005, 20 Uhr, Vorstadt-Theater Basel
Agota Kristof: Die Analphabetin
Agota Kristof, die den diesjährigen Preis
der Schweizerischen Schillerstiftung erhalten hat und am 30.
Oktober 70-jährig wird, kam 1956 von Ungarn in die Schweiz.
Sie lebt in Neuchâtel und schreibt auf Französisch.
In ihrem schmalen autobiografischen Erzählband «Die
Analphabetin» (dt. 2005) lässt sie Momentaufnahmen
ihres Lebenswegs aufscheinen. Die unbekümmerte Kindheit
im Lehrer-Haushalt, die dramatische Flucht mit ihrem 4-monatigen
Mädchen in den Westen und das Fremd-Bleiben in der neuen
Sprache - Agota Kristof erschliesst mit wenigen Worten ganze
Welten. Ein grossartiges Buch. Durch den Abend führt der
Verleger Egon Ammann.
Veranstaltet vom Literarischen Forum Basel
Vorstadt-Theater Basel, St. Alban-Vorstadt 12
Eintritt: Fr. 15.-, Reservationen unter Tel. 061 272 23 43, Abendkasse
ab 19.30 Uhr
Montag, 26. September
2005, 20 Uhr, Literaturhaus der Museumsgesellschaft Zürich
Eva Menasse und Dimitré Dinev
Eva Menasse und Dimitré Dinev lieben Geschichten, die
die Geschichte - zum Zweck ihrer Entlarvung - poetisch überhöhen,
beide ihre Erstlingsromane sind voll davon. Ihre Geschichten
ergeben Porträts von Familien, deren Vorfahren typisch südosteuropäisch
so viel miteinander vermischt haben wie die Verkaufsstände
und Geschäfte des Wiener Brunnenmarkts. "Wo es Handel
gibt", sagt Dimitré Dinev, "kann man nichts
gegen Fremde haben."
Eva Menasse macht in "Vienna" (Kiwi,
2005) das Erinnern zum Ausgangspunkt des Erzählens und entwirft
mit den Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen und
anderen Wurzeln das Bild einer Epoche.
Dimitré Dinevs Erzählungen "Ein
Licht über dem Kopf" (Deuticke, 2005) spielen in einem
Wien aus der Sicht der Einwanderer, der Unterprivilegierten,
die jeden Tag um ihre blosse Existenz zu kämpfen haben.
Eva Menasse (geb. 1970 in Wien) und der seit
seiner Flucht aus Bulgarien in Wien lebende, deutsch schreibende
Schriftsteller Dimitré Dinev (geb. 1968 in Plovdiv) lesen
und führen mit Christine Lötscher (Tages-Anzeiger)
ein Gespräch.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
Dienstag, 27. September
2005, 20 Uhr, Stauffacher Bern
Jean Ziegler: Das Imperium der Schande
Die Beseitigung von Hunger und Elend als
moralischer Imperativ unserer Zeit: das aufrüttelnde Plädoyer
des engagierten Globalisierungskritikers.
Ein rapide um sich greifender Prozess der
Refeudalisierung ist im Gange: die multinationalen Konzerne dehnen
ihre Macht weltweit aus und erzielen astronomische Gewinne. Eine
neue Klasse von Feudalherrschern, Ziegler nennt sie "Kosmokraten",
entsteht. Der Handlungsspielraum der UNO und der einzelnen Staaten
schrumpft. In seiner neuen Abhandlung über den Kampf
gegen Armut und Unterdrückung, im Original doppelsinnig
"L'Empire de la Honte" betitelt, gibt der Genfer Soziologe,
Ex-Nationalrat und kämpferische Intellektuelle - heute UN-Sonderberichterstatter
für das Recht auf Nahrung - zwei Massenvernichtungswaffen
an, die "Die neuen Herrscher der Welt" (Buchtitel 2002)
perfekt auszuspielen wissen: Verschuldung und Hunger.
Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen
8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 1.-, Vorverkauf Kasse 2. OG, Tel 031 313 63 63 oder
www.stauffacher.ch
Dienstag, 27. September
2005, 20 Uhr, Zentrum für Fotografie, Winterthur
Literatur & Fotografie: Robert
Frank und die Beat Generation - Eine literarische Performance
Wie nichts zuvor zerstörte Robert Franks 1959 in New York
veröffentlichter Fotoband "The Americans" das
Image vom heilen, reichen, fortschrittlichen Amerika. Frank stellte
Aussenseiter ins Rampenlicht, fotografierte Schwarze, Arme, Frauen,
Tunten, weit abseits der Metropolen. Jack Kerouac schreibt in
seinem Vorwort dazu: "Wenn man diese Bilder gesehen hat,
weiss man am Schluss nicht mehr, ob eine Jukebox trauriger ist
als ein Sarg."
Mit Kerouac und anderen Autoren der Beat Generation wie Allen
Ginsberg und William S. Burroughs drehte Robert Frank Filme,
zog umher, experimentierte mit Drogen, liess sich scheiden.
Jukeboxen, Tankstellen, Barbierstühle, Schnellimbisse, Motorräder,
endlose Highways ? diese amerikanischen Objekte, die durchs Roberts
Franks Fotografien zu Ikonen geworden sind, halten auch die traurigen
und humorvollen Passagen der Beatniks zusammen, die an diesem
Abend in einer szenischen Lesung vor dem Hintergrund von Franks
Fotografien präsentiert werden.
Konzept: Rainer Hofmann, Stadttheater Bern
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fotostiftung Schweiz
und dem Fotomuseum Winterthur, die bis zum 20. November 2005
eine Robert Frank Retrospektive unter dem Titel "Robert
Frank - Storylines" zeigen.
Zentrum für Fotografie, Grüzenstrasse
44/45, 8400 Winterthur, veranstaltet vom Literaturhaus der Museumsgesellschaft,
Limmatquai 62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00, unter
Tel 052 234 10 30 oder info@fotostiftung.ch oder
www.mug.ch/literaturhaus
Mittwoch, 28. September
2005, 20 Uhr, Literaturhaus der Museumsgesellschaft Zürich
Zsuzsanna Gahse Buchvernissage
Wie Europa zerfallen die Alpen in einzelne Täler, Seen und
Städte, in unterschiedliche Volksgruppen und Sprachen, in
Stimmen und Stimmungen. Ironisch und intelligent forscht Zsuzsanna
Gahse dieser Vielfalt nach und findet für sie in ihrer neuen
Buchveröffentlichung "Instabile Texte" (Edition
Korrespondenzen, 2005) eine radikale, adäquate Form.
Ob die Texte von der (heimlichen) Hauptperson
Pierre oder der (vielleicht unheimlichen) Hochtal-Berta erzählen
- immer haben sie die Eigenart, dass sie innerhalb der einzelnen
Erzählungen das Tempo wechseln, beschleunigen oder verlangsamen
können. Und dass, was zunächst leicht und witzig wirkt,
beim Wiederlesen seine Tücken zeigt: Geschichten über
das Licht am Zugersee, die Greisin Europa, das gurrende Französisch
in Lausanne oder über jene Personen, deren Köpfe aus
Glühbirnen bestehen.
Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, lebt
als Schriftstellerin und Übersetzerin in Müllheim,
Kanton Thurgau.
Das Gespräch mit der Autorin führt
Heini Vogler (Literaturredaktor, Radio DRS2).
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
Donnerstag, 29. September
2005, Menzingen
Yusuf Yesilöz: Der Imam und die
Eselin
Yusuf Yesilöz liest aus seinem Buch "Der
Imam und die Eselin", in dem es um Dorfzwiste, rauschenden
Feste und Geschäftsangelegenheiten unter Männern geht.
Menzingen, Kanton Zug, veranstaltet vom Rotpunktverlag
www.rotpunktverlag.ch
Donnerstag, 29. September
2005, 20 Uhr, Literaturhaus der Museumsgesellschaft Zürich
Melanie Arns, Gerhard Kofler, Klaus
Merz und Christine Pitzke
"Der Schmerz macht Hühner und Dichter gackern",
schreibt Nietzsche an einer Stelle seines Zarathustra. Wie die
Sprache des Schmerzes bei gackernden Hühnern zu deuten ist,
darüber können uns vielleicht Liebhaber von Frühstückseiern
aufklären. Dichter jedenfalls, die über den Schmerz
zu sprechen versuchen, gelangen immer an eine Grenze der Mitteilbarkeit;
über diese Grenze dennoch ein, zwei Schritte hinauszugelangen,
ist das Ziel der poetischen Arbeit.
Zwei österreichische Verlage, Jung &
Jung (Salzburg) und Haymon (Innsbruck), stellen an diesem Abend
je zwei Autorinnen und Autoren vor, die den Versuch unternommen
haben, die Sprache des Schmerzes, seine Verströmungskapazität
und seinen Ansteckungsgrad zu enträtseln.
Melanie Arns lebt in Leipzig. Aus ihrem Erstlingsroman
"Heul doch!" hat sie 2002 in Klagenfurt gelesen.
Gerhard Kofler gehört zu jenen Autoren, die vollkommen
in zwei Sprachen zu Hause sind. Er liest aus seinem neuen zweiprachigen
Gedichtzyklus "Selbstgespräche im Herbst/ Soliloquio
d'autunno".
Klaus Merz liest aus seinen frühren Erzählungen,
die jetzt unter dem Titel "Priskas Miniaturen" neu
aufgelegt werden.
Christine Pitzke liest aus ihrer ersten Buchpublikation
"Versuche, den Morgen zu beschreiben", für den
sie den Rauriser Literaturpreis erhielt.
Literaturhaus der Museumsgesellschaft, Limmatquai
62, 8001 Zürich
Eintritt 15.-/10.-, Reservationen unter Tel 01 254 50 00 oder
www.mug.ch/literaturhaus
(Comics) Donnerstag,
29. September, 20.15 Uhr, Samstag, 1. Oktober, 20.15 Uhr, Sonntag,
2. Oktober, 18.00 Uhr , Zürich
Nicolas Mahler: Kratochvil - eine panische
Reise
Kratochvil arbeitet normalerweise im Büro
einer Fabrik. Eines Tages findet er sich - ohne zu wissen, wie
ihm geschieht - in einem kargen Wald wieder, hilflos den Tücken
der Natur ausgeliefert, allein. Wie soll er hier Arbeit finden?
Der Gedanke will ihm nicht mehr aus dem Kopf. Seiner gewohnten
Umgebung entrissen, ohne Beschäftigung, irrt er umher. Was
ist mit ihm geschehen? Ist er schon tot? Ist er im Himmel? In
der Hölle? Seine unfreiwillige Reise wird zum Albtraum.
Doch am Ende findet er wieder zurück in seine Fabrik, und
alles scheint, wie es war.
Passend zur Veröffentlichung des neuen
Bandes von Nicolas Mahler, "Das Unbehagen", gastiert
das Figurentheater Vagabu in Zürich und wird seine Adaption
des Mahler-Comics "KRATOCHVIL - eine panische Reise"
auf die Bühne bringen. Am 29. September, 1. und 2. Oktober
werden die Abenteuer des namensgebenden Angestellten vom Puppenspieler
Christian Schuppli, dem Mimen Philippe Minella und dem Musiker
Pierre Cleitman zum Leben erweckt.
Theater Stadelhofen, Stadelhoferstrasse 12,
8001 Zürich
Eintritt: Fr. 35.- / 30.-, Reservierungen unter Tel 01 252 94
24 oder unter
www.theater-stadelhofen.ch
Freitag, 30. September
2005, 20 Uhr, Stauffacher Bern
Alex Capus: Reisen im Licht der Sterne
Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson
und seiner geheimen Schatzinsel. Ein biografischer Roman mit
überraschenden Einsichten.
Gibt es die weltberühmte Schatzinsel
wirklich? Vorsichtig nennt der Oltner Schriftsteller seinen neuen
Roman "Eine Vermutung". Aber mit der Begeisterung eines
Schatzsuchers und der Kombinationsgabe eines Forschers erkundet
er Stevensons Leben, folgt ihm in den feuchten Dschungel von
Samoa, berichtet Spannendes aus der Geschichte der Seefahrt und
Schatzsucher und wühlt gründlich "in fremder Leute
Angelegenheiten, die seit hundert Jahren tot sind und sich nicht
mehr wehren können". Er zeigt den Literaten als Abkömmling
eines schottischen Clans und als schwerkranken Südsee-Forscher,
der ein ihm unverträgliches Klima und familiäre Konflikte
erduldet um seine geheimnisvollen Reisen im Licht der Sterne
zu unternehmen. Hatte er die wahre Insel der Piratenschätze
gefunden? Alex Capus weiss mehr.
Stauffacher Bern, Abendeingang Ryffligässchen
8, Bern, Türöffnung 19.30
Eintritt Fr. 12.-, Vorverkauf Kasse 2. OG, Tel 031 313 63 63
oder
www.stauffacher.ch
Freitag, 30. September
2005, 21 Uhr bis Mitternacht, Buchhandlung Schreiber Olten
Harry Potter Band VI
Pünktlich zur Veröffentlichung der
deutschen Ausgabe von Harry Potter veranstaltet die Buchhandlung
Schreiber in Olten eine Party mit vielen Überraschungen
für Gross und Klein.
Buchhandlung Schreiber, Kirchgasse 7, 4600
Olten
Tel 062 205 00 00, info@schreibers.ch
www.schreibers.ch
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