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Joy Denalane, (21. Juli 2005) | Kaufleuten,
Zürich
Die Deutsche Mutter des Souls
Joy Denalane zählt unbestritten
zu den grossen Stimmen Deutschlands. Mit neuer Band und brandneuen
englischen Songs im Gepäck beehrte sie das Schweizer Publikum
im ausverkauften Kaufleuten. Eine wunderbare Frau, eine grossartige
Stimme, ein zauberhafter Abend. Nicht umsonst wird sie die Deutsche
Mutter des Souls genannt.
Von Dominik Petermann.
Als Joy Denalane nach einem missratenen Plattenvertrag
und diversen Bands auf den Freundeskreis traf, nahm alles seinen
Anfang. Als Sängerin stiess sie zur damaligen Hip-Hop Formation
um Max Herre, sang zwei Jahre lang auf Produktionen und begleitete
sie auf der legendären FK Allstars Tour. Wie sich ihr Weg
fortsetzte, konnte sich noch keiner erträumen. In Max Herre
fand sie ihren Lebensgefährten, Produzenten und Co-Autor,
mit dem sie ihr preisgekröntes Debüt "Mamani"
verwirklichen konnte. Sie avancierte zur eigenständigen
Sängerin und verbindet mit ihrer kraftvollen Stimme Soul,
Hip-Hop, Funk und Jazz. Ihre selbstbewussten Texte über
Liebe, Treue, Familie und Freunde, Schmerz und Diskriminierung
unterstreichen zusätzlich ihre grossartige Stimme.
Auch bei ihrem jüngsten Konzert im Zürcher
Kaufleuten spürte man die positive Ausstrahlung der Sängerin
enorm. Mit dem Trumpf der Deutschen Sprache im Ärmel, machte
sie den Brückenschlag zum Publikum perfekt und liebte es,
die Zuhörer mit Geschichten und Spässen bei Laune zu
halten. Anders als bei ihrer "Mamani"-Tour war, dass
sie mit völlig neuer Band auftrat. Neben ihren "Mamani"-Hits
stellte sie zudem brandneue englische Songs vor, die auf ihrem
neuen, im Frühjahr 2006 erscheinenden Album zu hören
sein werden. Sie fährt mit dem gleichen Soulkonzept weiter,
singt über Liebe, Herzschmerz und Hoffnung. Wie zum Beispiel
im Song "Mary sing a Song for me", ein Loblied an Mary
J. Blige, die sich laut Joy am Besten in diesen Themen auskennt.
Die Band spielte souverän, auch wenn es schade ist, dass
der legendäre Gitarrist Frank Kuruc, um nur einen Verlust
zu nennen, nicht mehr mit von der Partie ist. Trotz allem überzeugte
die Band mit souligen Klängen, virtuosem Bassspiel, gekonnter
Gitarre, tosenden Drums und betörenden Background Sängerinnen.
"Do it for the love", der Titel der Tour und zugleich
neuer Song im Repertoire, in welchem Joy Denalane mit dem Kommerz
und den komischen Gestalten, die sich im heutigen Black Music
Business eingeschlichen haben, abrechnet. Ein Song, der Joys
Grundsatz, Musik mit Liebe zu machen, unterstreicht. Soul ist
Selbsterkenntnis. Nur wer seine Seele findet, kann sie singen
lassen, sagte sie einmal. Ihr einzigartiges Gespür für
Musik und ihr ausgezeichneter Geschmack schlagen sich merkbar
in ihren neuen Songs nieder. Joy versteht es, ihren grossen Soul-Fundus
zu nutzen und es scheint, als hätte sie sich ein wenig von
ihren Hip-Hop Wurzeln gelöst, um als Vollblut-Soul-Sängerin
durchzustarten.
Zum Schluss gab es als Zugabe noch zwei Songs.
Zum einen "Geh jetzt", wahrscheinlich das herzergreifendste
Lied auf dem "Mamani"-Album, und zum anderen ein neuer
Song namens "Start over", in welchem Joy vom Neuanfang
singt. Dieser Song ist jetzt schon ein Hit, der Hörer wie
Konzertbesucher gleichermassen beeindrucken wird. Es ist kein
Zufall, dass ihr Debüt den Titel "Mamani" trägt,
was im südafrikanischen Xhosa Mutter oder Grossmutter bedeutet.
Joy Denalane ist selbst Mutter zweier Kinder und steht symbolisch
für die Mutter der Deutschen Soulmusik.
www.joydenalane.com
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