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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Andreas Brandhorst: "Der Metamorph" (Space Opera) | Heyne
Prädestination in einem kosmischen Konflikt

Der Kampf zwischen Gut und Böse ist Jahrtausende alt. Andreas Brandhorst, der sonst für die Endlosreihe Perry Rhodan schreibt und Terry Pratchett übersetzt, verlängert diesen Kampf aber in die Vergangenheit und zukünftige Gegenwart des von Menschen besiedelten Alls.

Von Matti Johan Martin.

Seit Anbeginn des Alls kämpfen zwei Gegner miteinander. Doch die Gegner haben ihre Körper aufgesplittert. Äonen vor der menschlichen Kolonisierung haben sich zwei befeindete Splitter in dem System Kerberos bekämpft. Kerberos ist der Planet, welcher die zentrale Rolle in diesem Roman spielt, und hat ein sehr spezielles Ökosystem aufzuweisen. Die Flora produziert viele Drogen, was sehr viele Menschen und Aliens bewegte, sich dort niederzulassen. Und natürlich zieht dies die Kriminalität nach sich, welche von den Politikern der zwei im Krieg zueinander befindlichen Wirtschaftmächte der Menschen geduldet wird. Betreibt doch das Konsortium, einer dieser von Menschen geleiteten Wirtschaftsblöcke, geheime Forschungen auf diesem Planeten. Die Genetiker werkeln an einer Geheimwaffe. Sie entwickeln eine Lebensform, welche über die Fähigkeit verfügt, jede Gestalt einer Lebensform an zu nehmen, die es erforscht.

Die Mächtigen bzw. der unglückliche Rungard Avar Valdorian wollten den perfekten Attentäter erschaffen. Doch das Experiment geht schief. Nicht dass der Metamorph, so die Bezeichnung dieses genetischen Experiments, stirbt. Nein, er haut schlicht und einfach aus dem mehrfach gesicherten Labor ab. Nur noch mit einer kleinen Feinheit versehen. Er lud eine Auftragsmatrix herunter, in welcher die Liste mit den Mordopfern um seine Auftraggeber verlängert wurde. Natürlich wird ein etwas befremdlicher Auftragskiller angeheuert, der sich sogleich auf die Suche nach dem Metamorph begibt. Eine Jagd beginnt, in welcher der Jäger auch zum Opfer wird. Denn der Metamorph, soviel sei verraten, war quasi vorherbestimmt. Welche der beiden eingangs erwähnten kosmischen Kräfte dahinter steckt, muss der Leser schon selber herausfinden.

Space Opera der Spitzenklasse
Die verschiedenen Ebenen und Handlungsstränge des Romans, und das sind nicht wenige, werden sehr miteinander verknüpft. Die Sprache bewegt sich auf hohem Niveau. Und die psychologische Charakterisierung der menschlichen wie ausserirdischen Hauptprotagonisten ist gelungen. Nun gut, die Themen (Prädestination, Erlösung, manichäischer Kampf etc.) sind jede für sich nicht unbedingt neu. Nur die Kombination der verschiedenen Zutaten ist es dafür umso mehr.

Wer eine sehr gute Space Opera lesen will, der greife hier unbesehen zu. Es lohnt sich!

606 Seiten, CHF 18.20

www.kantaki.de
www.randomhouse.de

Im Archiv:
Rezension des ersten Bandes


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