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Dietmar Bittrich: "Der tödliche
Rasierspiegel" (Erzählungen) | dtv
Wie man lästige Verwandte beseitigt...
Geht Ihnen Ihre Tante schon länger
auf die Nerven oder wollen Sie Ihrem Onkel nun endlich eins auswischen?
Dietmar Bittrich zeigt auf seine gewohnt bitterböse Art,
wie man nervende Zeitgenossen loswird.
Von Stephan Sigg.
Ja, ja, die lieben Verwandten. Dietmar Bittrich
wagt das zu schreiben, was andere nicht einmal hinter hervorgehaltener
Hand zugeben würden: Die Verwandten sind eine Qual und gehören
schon längst ins Jenseits befördert! Als Beispiel erzählt
er von verschiedenen Personen, denen es gelungen ist, sich vom
"schwerem Ballast" zu befreien. Natürlich geschah
das nicht im Affekt, sondern gut geplant und mit jeder Menge
List und Tücke.
31 Beseitigungs-Tipps
Auch wenn man schon bei jeder Geschichte schon vom ersten Satz
ahnt, dass der Hauptperson das letzte Stündlein geschlagen
hat, freut man sich auf das Wie, Wann und Wo. Denn gerade hier
sind oft die Tipps für den eigenen Alltag zu finden! Bittrich
liefert 31 Vorschläge für eine mehr oder weniger raffinierte
Beseitigung lästiger Zeitgenossen. Dass sich das natürlich
nicht nur auf Verwandte beschränken muss, liegt auf der
Hand. Die Geschichten sollen übrigens alle so in der Realität
stattgefunden haben. Bittrich weist im Vorwort darauf hin, dass
er mit "Zeugen" gesprochen und so von Fällen erfahren
hat, die "perfekt sind".
Medizin gegen schlechte Laune
Dietmar Bittrich gelingt es wieder
mal hervorragend, den Leser herzhaft zum Lachen zu bringen. Auf
gewohnt zynische Weise schreibt er über Situationen und
Menschen, die wohl jedem sehr bekannt vorkommen. Es sind Geschichten,
die aus dem Alltag gegriffen sind und die mit Bittrichs Hang
zur Theatralik zu einem tragischkomischen Ende kommen. Dietmar
Bittrich ist Medizin gegen schlechte Laune. Also, wir verschreiben
folgende Dosierung: Vor jedem Verwandtenbesuch eine Geschichte
einnehmen!
207 Seiten, CHF 12.40
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