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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dietmar Bittrich: "Der tödliche Rasierspiegel" (Erzählungen) | dtv
Wie man lästige Verwandte beseitigt...

Geht Ihnen Ihre Tante schon länger auf die Nerven oder wollen Sie Ihrem Onkel nun endlich eins auswischen? Dietmar Bittrich zeigt auf seine gewohnt bitterböse Art, wie man nervende Zeitgenossen loswird.

Von Stephan Sigg.

Ja, ja, die lieben Verwandten. Dietmar Bittrich wagt das zu schreiben, was andere nicht einmal hinter hervorgehaltener Hand zugeben würden: Die Verwandten sind eine Qual und gehören schon längst ins Jenseits befördert! Als Beispiel erzählt er von verschiedenen Personen, denen es gelungen ist, sich vom "schwerem Ballast" zu befreien. Natürlich geschah das nicht im Affekt, sondern gut geplant und mit jeder Menge List und Tücke.

31 Beseitigungs-Tipps
Auch wenn man schon bei jeder Geschichte schon vom ersten Satz ahnt, dass der Hauptperson das letzte Stündlein geschlagen hat, freut man sich auf das Wie, Wann und Wo. Denn gerade hier sind oft die Tipps für den eigenen Alltag zu finden! Bittrich liefert 31 Vorschläge für eine mehr oder weniger raffinierte Beseitigung lästiger Zeitgenossen. Dass sich das natürlich nicht nur auf Verwandte beschränken muss, liegt auf der Hand. Die Geschichten sollen übrigens alle so in der Realität stattgefunden haben. Bittrich weist im Vorwort darauf hin, dass er mit "Zeugen" gesprochen und so von Fällen erfahren hat, die "perfekt sind".

Medizin gegen schlechte Laune
Dietmar Bittrich gelingt es wieder mal hervorragend, den Leser herzhaft zum Lachen zu bringen. Auf gewohnt zynische Weise schreibt er über Situationen und Menschen, die wohl jedem sehr bekannt vorkommen. Es sind Geschichten, die aus dem Alltag gegriffen sind und die mit Bittrichs Hang zur Theatralik zu einem tragischkomischen Ende kommen. Dietmar Bittrich ist Medizin gegen schlechte Laune. Also, wir verschreiben folgende Dosierung: Vor jedem Verwandtenbesuch eine Geschichte einnehmen!

207 Seiten, CHF 12.40


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