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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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BERICHTE:
Little Jig Labelnight
Swiss Singjay Contest

VORFREUDE:
Funkadelic
 

Swiss Singjay Contest (4. Juni 2005) | Salzhaus, Winterthur
Bühne frei für Schweizer Reggae!

Charly B

Die Schweizer Reggae-Szene hat einiges zu bieten, auch wenn die meisten Künstler (bis jetzt) oft nur eingefleischten Fans ein Begriff sind. Doch der erste "Swiss Singjay Contest" bot den Reggae-Talenten eine Plattform um auf sich aufmerksam zu machen. Nach zwei Durchgängen stand der Sieger fest: Der Westschweizer Charly B.

Von Stephan Sigg.

Über 25 Künstler aus der ganzen Schweiz hatten sich für den Contest beworben, 15 von ihnen hatten einen Startplatz für die erste Ausgabe des Reggae-Wettbewerbs ergattert. Neben bekannten Namen wie Dodo ("Doppelgänger"), Benjahman oder Andrew Robinson präsentierten auch einige Newcomer ihre Songs. Und dies taten sie nicht nur auf Englisch, Deutsch und Französisch, sondern auch mit coolen Mundartsongs. Die weiblichen Reggae-Künstler waren in der Minderheit. Unter den fünfzehn Teilnehmern waren nur zwei Frauen zu finden: McQueen, die mit ihrem Mundart-Song den Wettbewerb eröffnete, und Miss Y, die mit ihrer unverwechselbaren Stimme das Publikum zwar begeisterte, dann aber doch nicht den Einzug in die zweite Runde schaffte.

In der Pause zwischen erster und zweiter Runde präsentierte Juror Nattyflo einige Songs aus seinem neuen Album. Sein Titel "Immer vorwärts" sollte wohl Gewinner wie Verlierer gleichermassen motivieren. Denn wie sang Nattyflo: "Es geht immer vorwärts auf dem so steinigen Weg." Anschliessend wurden die Finalteilnehmer bekannt gegeben: Neben MC Queen, Elijah und Benjahman schafften es auch BondaA und Charly B in die letzte Runde.

Hier bekamen alle von ihnen acht Minuten Zeit, um die Jury (neben Nattyflo auch Lukee Larson (OnFire Sound, BS), die Bernerin Iris Frauchiger (UpfullQueenz), Asher Selector und Ras Wakad) und das Publikum von sich zu überzeugen. Dass dabei Charly B - wenn auch ohne Rastas - am besten abschnitt, darüber war sich nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum einig. Der Westschweizer Sänger ist in Sachen Reggae kein unbeschriebenes Blatt: Schon 1998 kam er mit dem Reggae-Sound in Kontakt und hat seither zwei Solo-Alben produziert, sowie an unzähligen anderen Produktionen mitgewirkt. Da kann er die Auszeichnung zum besten Schweizer Reggae-Künstler als weiteren Karrierehöhepunkt betrachten. Als Sieger warten neben der Anerkennung auch einige Auftrittsmöglichkeiten auf ihn - unter anderem beim "Rototom Sunsplash" in Italien.

Auch wenn mit rund 400 Gästen nicht so viele Gäste anwesend waren, soll im nächsten Jahr der nächste Contest stattfinden. Denn die Schweizer Reggae-Szene hat einiges zu bieten. Und vielleicht melden sich bis dahin auch weitere "Reggae-Queens", so dass 2006 das Geschlechterverhältnis etwas ausgeglichener ist.

In dieser Ausgabe:
Interview mit Nattyflo


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