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Swiss Singjay Contest (4. Juni 2005) | Salzhaus,
Winterthur
Bühne frei für Schweizer Reggae!
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Charly B |
Die Schweizer Reggae-Szene hat einiges
zu bieten, auch wenn die meisten Künstler (bis jetzt) oft
nur eingefleischten Fans ein Begriff sind. Doch der erste "Swiss
Singjay Contest" bot den Reggae-Talenten eine Plattform
um auf sich aufmerksam zu machen. Nach zwei Durchgängen
stand der Sieger fest: Der Westschweizer Charly B.
Von Stephan Sigg.
Über 25 Künstler aus der ganzen
Schweiz hatten sich für den Contest beworben, 15 von ihnen
hatten einen Startplatz für die erste Ausgabe des Reggae-Wettbewerbs
ergattert. Neben bekannten Namen wie Dodo ("Doppelgänger"),
Benjahman oder Andrew Robinson präsentierten auch einige
Newcomer ihre Songs. Und dies taten sie nicht nur auf Englisch,
Deutsch und Französisch, sondern auch mit coolen Mundartsongs.
Die weiblichen Reggae-Künstler waren in der Minderheit.
Unter den fünfzehn Teilnehmern waren nur zwei Frauen zu
finden: McQueen, die mit ihrem Mundart-Song den Wettbewerb eröffnete,
und Miss Y, die mit ihrer unverwechselbaren Stimme das Publikum
zwar begeisterte, dann aber doch nicht den Einzug in die zweite
Runde schaffte.
In der Pause zwischen erster und zweiter Runde
präsentierte Juror Nattyflo einige Songs aus seinem neuen
Album. Sein Titel "Immer vorwärts" sollte wohl
Gewinner wie Verlierer gleichermassen motivieren. Denn wie sang
Nattyflo: "Es geht immer vorwärts auf dem so steinigen
Weg." Anschliessend wurden die Finalteilnehmer bekannt gegeben:
Neben MC Queen, Elijah und Benjahman schafften es auch BondaA
und Charly B in die letzte Runde.
Hier bekamen alle von ihnen acht Minuten Zeit,
um die Jury (neben Nattyflo auch Lukee Larson (OnFire Sound,
BS), die Bernerin Iris Frauchiger (UpfullQueenz), Asher Selector
und Ras Wakad) und das Publikum von sich zu überzeugen.
Dass dabei Charly B - wenn auch ohne Rastas - am besten abschnitt,
darüber war sich nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum
einig. Der Westschweizer Sänger ist in Sachen Reggae kein
unbeschriebenes Blatt: Schon 1998 kam er mit dem Reggae-Sound
in Kontakt und hat seither zwei Solo-Alben produziert, sowie
an unzähligen anderen Produktionen mitgewirkt. Da kann er
die Auszeichnung zum besten Schweizer Reggae-Künstler als
weiteren Karrierehöhepunkt betrachten. Als Sieger warten
neben der Anerkennung auch einige Auftrittsmöglichkeiten
auf ihn - unter anderem beim "Rototom Sunsplash" in
Italien.
Auch wenn mit rund 400 Gästen nicht so
viele Gäste anwesend waren, soll im nächsten Jahr der
nächste Contest stattfinden. Denn die Schweizer Reggae-Szene
hat einiges zu bieten. Und vielleicht melden sich bis dahin auch
weitere "Reggae-Queens", so dass 2006 das Geschlechterverhältnis
etwas ausgeglichener ist.
In dieser Ausgabe:
Interview mit Nattyflo
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