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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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BERICHTE:
Little Jig Labelnight
Swiss Singjay Contest

VORFREUDE:
Funkadelic
 

Little Jig Labelnight mit Highfish, Flink, Neviss, Solitune (10. Juni 2005) | Schüür, Luzern
Luzernvulkan


Highfish


Flink


Neviss


Solitune
Indie-Rock und Unterhaltung; in Luzern brodelt ein Vulkan. An der Little-Jig-Labelnight wäre er um ein Haar ausgebrochen.

Von Philipp Albrecht (Bilder: redus.ch / Raphael Müller, Stefan Schälle).

Ein erstes Fazit dieser Little-Jig-Labelnight ist: Die momentan heisseste Schweizer Liveband heisst Solitune. Als letzte Band des Abends überzeugten die jungen Eschenbacher die letzten Zweifler von der Tatsache, dass in Luzern ein Vulkan am Brodeln ist. So viel Energie und Spielfreude sucht auf hiesigen Bühnen vergeblich seinesgleichen. Dass dabei auch noch die Musik in die Knochen geht, versteht sich schon fast von alleine.

Wenn wir schon bei der Spielfreude sind: Alle vier Little-Jig-Bands, die an jenem warmen Freitagabend in der schönen Schüür die Bühne erklommen, legten eine erstaunliche Spielfreude an den Tag. Allzu verwunderlich ist das dennoch nicht, denn schliesslich ist man zu Hause. Freunde, Bekannte und Verwandte stehen vor der Bühne und wollen mal sehen, was die Jungs so zu bieten haben. Enttäuscht wurde indes niemand. Das Label-Zugpferd Highfish, von denen im Herbst ein Album zu erwarten ist, zündete eine Stone-Rock-Bombe nach der anderen. Sie klingen wie ein Rockorchester und spielen doch nur zu dritt. Es folgte Flink. Gäbe es den Begriff "Softindierock", sie wären die Pioniere dieses Stils. Am nächsten von allen Little-Jig-Bands spielen sie an der Softrock-Grenze. Melodiös aber niemals schnulzig, weich und trotzdem Gitarren-lastig.

Die grösste Spielfreude zeigte Neviss. Mit ununterbrochen grinsenden Gesichtern sprangen und stampften diese auf den Bühnenbrettern herum, bis sie schliesslich allesamt herumlagen. Da ist's auch gar nicht mehr so schlimm, wenn nicht alle Töne so klangen, wie sie sollten. Es schien fast so, als hätten sich die Bands vorher abgesprochen, wer für welche Unterhaltung zuständig ist. Die Lustigsten waren Neviss. Traurig an diesem Abend war lediglich der Virus-Musikredaktor Marco Liembd, der zwischen den Bands fantasielos und langweilig kommentierte und ansagte. Weil das Rockstar die Luzerner Band Sportsguitar als meist überschätzte Schweizer Band bezeichnete, zerriss er auf der Bühne ein Exemplar des Magazins, unwissend, dass eine Ausgabe zuvor Luzern als Nummer eins Rockstadt gekürt wurde. Auch als Virus-Musikredaktor sollte man eben recherchieren können...

www.littlejig.com

Im Netzmagazin-Archiv:
Mehr über Luzerner Indie-Rock und Little Jig


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