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Little Jig Labelnight mit Highfish, Flink,
Neviss, Solitune (10. Juni 2005) | Schüür, Luzern
Luzernvulkan

Highfish

Flink

Neviss

Solitune
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Indie-Rock und Unterhaltung; in Luzern
brodelt ein Vulkan. An der Little-Jig-Labelnight wäre er
um ein Haar ausgebrochen.
Von Philipp Albrecht (Bilder: redus.ch / Raphael
Müller, Stefan Schälle).
Ein erstes Fazit dieser Little-Jig-Labelnight
ist: Die momentan heisseste Schweizer Liveband heisst Solitune.
Als letzte Band des Abends überzeugten die jungen Eschenbacher
die letzten Zweifler von der Tatsache, dass in Luzern ein Vulkan
am Brodeln ist. So viel Energie und Spielfreude sucht auf hiesigen
Bühnen vergeblich seinesgleichen. Dass dabei auch noch die
Musik in die Knochen geht, versteht sich schon fast von alleine.
Wenn wir schon bei der Spielfreude sind: Alle
vier Little-Jig-Bands, die an jenem warmen Freitagabend in der
schönen Schüür die Bühne erklommen, legten
eine erstaunliche Spielfreude an den Tag. Allzu verwunderlich
ist das dennoch nicht, denn schliesslich ist man zu Hause. Freunde,
Bekannte und Verwandte stehen vor der Bühne und wollen mal
sehen, was die Jungs so zu bieten haben. Enttäuscht wurde
indes niemand. Das Label-Zugpferd Highfish, von denen im Herbst
ein Album zu erwarten ist, zündete eine Stone-Rock-Bombe
nach der anderen. Sie klingen wie ein Rockorchester und spielen
doch nur zu dritt. Es folgte Flink. Gäbe es den Begriff
"Softindierock", sie wären die Pioniere dieses
Stils. Am nächsten von allen Little-Jig-Bands spielen sie
an der Softrock-Grenze. Melodiös aber niemals schnulzig,
weich und trotzdem Gitarren-lastig.
Die grösste Spielfreude zeigte Neviss.
Mit ununterbrochen grinsenden Gesichtern sprangen und stampften
diese auf den Bühnenbrettern herum, bis sie schliesslich
allesamt herumlagen. Da ist's auch gar nicht mehr so schlimm,
wenn nicht alle Töne so klangen, wie sie sollten. Es schien
fast so, als hätten sich die Bands vorher abgesprochen,
wer für welche Unterhaltung zuständig ist. Die Lustigsten
waren Neviss. Traurig an diesem Abend war lediglich der Virus-Musikredaktor
Marco Liembd, der zwischen den Bands fantasielos und langweilig
kommentierte und ansagte. Weil das Rockstar die Luzerner Band
Sportsguitar als meist überschätzte Schweizer Band
bezeichnete, zerriss er auf der Bühne ein Exemplar des Magazins,
unwissend, dass eine Ausgabe zuvor Luzern als Nummer eins Rockstadt
gekürt wurde. Auch als Virus-Musikredaktor sollte man eben
recherchieren können...
www.littlejig.com
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