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Meshuggah: "Catch Thirtythree" |
Nuclear Blast/Warner
Da sind sie wieder, die "Irren"
Diese Schweden haben es dem Hörer
nie einfach gemacht. Auch mit dieser Platte muss sich der Hörer
intensiv auseinandersetzen. Da werden Riffs dargeboten, die doch
etwas schräger daherkommen.
Von Matti Johan Martin.
Aber auch wenn viele Musiker unter den Meshuggahfans
sich gerne an den musikalischen Fertigkeiten ergötzen, kommen
auch andere Metalfans auf ihre Kosten. Denn eins ist garantiert,
trotz (oder gerade wegen?) der unzähligen Breaks ist diese
CD wieder einmal intensiv. In den 80er Jahren gab es eine Band
namens Watchtower, die ähnlich vertrackt vorging. Meshuggahs
Sound ist zwar ziemlich eigenständig, aber dennoch lässt
sich sagen, Meshuggah treten mehr als würdig in die Fusstapfen
von Watchtower.
Für Watchtowers Platten galt: der ,musiktheoretisch
interessierte' Hörer kam auf seine Kosten. Dies gilt zwar
auch für Meshuggah, aber wo Watchtower zuviel Kopfarbeit
in ihre sehr guten Songs steckten, grooven Meshuggah einfach
mehr. So lässt sich zu den Songs auf ,Catch Thirtythree'
auf vielen Strecken sehr gut Headbangen. Dann sind wieder Gitarrenpassagen
zu hören, die im Vorgehen etwas an Neil Young erinnern.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Meshuggah
drücken ganz andere Emotionen aus. Ihre Harmonien und Riffs
beängstigen, während Young ja mehr eine ,süsse
Melancholie', manche sprechen auch von ,Morbidität', ausdrückt.
Es gibt auf dem internationalen Markt nur
wenige andere vergleichbare Bands, unter anderem sind dies System
Of A Down oder The Mars Volta. Doch auch hier trennen diese Bands
Welten. Wobei Fans der jeweiligen Bands sicherlich mal in die
Platten der anderen Band trotz der unterschiedlichen Genres reinhören
sollten. Sie werden es nicht bereuen. Und wer Strapping Young
Lad wegen ihrer Intensität mag, der wird auch an Meshuggah
seine helle Freude haben.
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