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At The Drive-In: "This Station Is Non-Operational"
| V2 / TBA
At Its Very Best
At The Drive-In sind nun seit vier
Jahren nicht mehr, die Tränen sind vor allem wegen den grossartigen
The Mars Volta längst getrocknet. Jetzt kommt eine 18 Track
Best-Of auf den Markt, die die Melancholie wieder aufleben lässt.
Von Urs Arnold.
Ganz ehrlich: Dieser Band gebührt eine
Laudatio wie fast keiner anderen. Geboren wurde sie 1994 in El
Paso, gestorben ist sie tragischerweise an den Spätfolgen
eines der besten Alben des noch jungen neuen Jahrtausends. "Relationship
of Command" liess die Kritiker jauchzen und die Band auf
eine scheinbar unendliche Tour gehen, die ihr schlussendlich
den Garaus machen sollte. Überfordert mit dem massiven Erfolg
und dem Medieninteresse gab At The Drive-In im Februar 2001 eine
längere Pause bekannt, nur um das Ende im September desselben
Jahres zu verkünden.
Die Bandmitglieder gründeten sogleich
zwei Splittergruppen: Während Sänger Cedric Bixler
und Gitarrist Omar Rodriguez zuerst De:Facto und danach The Mars
Volta bildeten, kam der Rest bei Sparta unter. Vor allem The
Mars Volta stand danach schnell wieder im Rampenlicht, gilt doch
ihre erste Platte "De-Loused In The Comatorium" bereits
jetzt schon als Klassiker.
Der At the Drive-In Nachruf ist in chronologischer
Reihenfolge zusammengestellt worden: Von "Fahrenheit",
welches der "El Gran Orgo EP" entstammt, bis zu "Non-Zero
Possibility" von "Relationship Of Command" ist
(fast) von jeder Scheibe mindestens ein Track drauf. Die Songs
wurden überlegt ausgewählt, auch wenn ein grandioser
Track wie "Invalid Litter Dept." hier nicht anzutreffen
ist. Danach geht es mit raren B-Sides und Remixes weiter, wie
dem dubbigen "Autorelocator", das eine völlig
neue Seite der Band aufdeckt.
Als schönes Extra wird die Anthology
mit Coverversionen von The Smiths und Pink Floyd abgeschlossen,
und damit auch wohl endgültig das Thema At The Drive-In.
Noch einmal haben sie Lärm gemacht, jetzt dürfen sie
in Frieden ruhen.
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