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Candlemass: "Candlemass" | Nuclear
Blast
Die Doomgötter dröhnen wieder!
Nun gut, eigentlich sind Black Sabbath
die Götter des Doom. Doch wie einst Jupiter seinen Vater
Saturn ablöste, gelten die Schweden Candlemass seit den
seligen 80ern als einer der Grundsteine für diese "seeehr
langsame" Spielart des Metal.
Von Matti Johan Martin.
Die hervorragende Platte "Nightfall"
gilt als einer, wenn nicht sogar als der Meilenstein in ihrer
Karriere. Die zwei letzten Platten waren jedoch etwas vergoren.
Die Band verschwand dann mehr oder weniger klammheimlich in der
Versenkung und die Musiker folgten ihren eigenen Pfaden. Doch
nach Jahren der Abstinenz rauften sich die Herren erneut zusammen
und nahmen diese CD auf. Und zum Glück darf der Fan beherzt
zugreifen. Auch wenn die epischen Ausmasse von "Nightfall"
nicht erreicht werden, ist den Schweden ein Glanzstück geglückt.
Natürlich herrschen langsame Riffs in den 10 Stücken
vor. Doch ab und zu treten die Mannen doch etwas mehr auf die
Tube. Aber auch wenn sie mehr rocken, das Tempo ist nie so schnell
wie bei langsameren Tracks von den Hellacopters.
Doch trotz der vorherrschenden Langsamkeit
wird ab und zu die Doublebass gespielt und melodiöse (Tap-)
Soli eingefügt, die doch ahnen lassen, dass die Herren ziemlich
auf die Tube drücken könnten, wenn sie nur wollten.
Doch blosse Geschwindigkeit ist nicht unbedingt mit Härte
gleichzusetzen. Dafür sind die Riffs viel zu gut auf dieser
CD. Und ganz nebenbei versprühen sie auch einen Groove.
Da sind Fill-Ins, welche leicht hinter der Betonung gespielt,
einem geraden Riff eine gewisse Lässigkeit verleihen. Wer
von schnellen Sounds manchmal die Nase voll hat, kommt an dieser
CD nicht vorbei. Diese CD sollte jeder offene Metalhead in seine
Sammlung einreihen.
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