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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Openair St. Gallen (1. - 3. Juli 2005) | St. Gallen
Vielleicht war es ein Fehler...

Fatboy Slim: Mehr als Platten-Schwingen lag nicht drin...
Dies hier ist ein Erfahrungsbericht eines Fatboy Slim Jüngers und eines Openair St. Gallen Neulings. Explizit.

Von Rinaldo Kalbermatter.

Vielleicht war es ein Fehler, ein Festival nur wegen eines Acts zu besuchen (siehe Openair St. Gallen Vorschau in der letzten Ausgabe). Doch was soll man denn anderes tun, wenn Fatboy Slim schon mal einen Abstecher in die Schweiz wagt? Das Openair St. Gallen und Norman Cook (a.k.a Fatboy Slim) haben gerufen, also bin ich gekommen.

Freitag. Den Festival-Opener Plenty Enuff sausen lassen, so auch Moneybrother, Patrice, Les Trois Suisse und Patent Ochsner. Erst bei The Bavery kurz reingeschaut; langweilig - zu gross wohl die Vorfreude auf Fatboy Slim. Dann die Foo Fighters geguckt; sosolala. Auch 2raumwohnung sausen lassen, um ein dolles Plätzchen für Norman Cook zu haben. Beine und Rücken schmerzten, dann das grosser Warten...

'Ne volle halbe Stunde hatte er Verspätung und alle guckten auf die Bühne, als plötzlich mitten im Publikum der Jubel losging: Da hatte man doch tatsächlich kurzerhand ein kleines Türmchen in die Menge gekarrt, wo sich Cook installierte und feiern liess. Da wurde klar, diese Ikone ist den weiten Weg nach St. Gallen gefahren, gejettet, geschifft und was auch immer, nur um ein simples DJ-Set zu absolvieren. Sprich: Statt intelligente Breakbeats und verschachtelte Samples gabs haufenweise boum, boum, boum. Was für eine Enttäuschung! Hätte mir das jemand gesagt, dass das nur ein DJ-Set wird! Nirgends wurde man gewarnt: nicht auf den Festival-Plakaten, nicht in den Festival-Booklets.

Raus aus der Menge (Dauer ungefähr 107 Stunden), rein ins Bierzelt, um ein Frustbierchen zwei zu holen (Dauer des Anstehens: ca. 20 Stunden), Pinkeln (Anstehen mindestens weitere 33 Stunden, kein Vergleich also zu anderen Festivals) und durchs engste und schlammigste Labyrinth des Festivalgeländes endlich rein ins Zelt (nochmals etwa 73 Stunden). Draussen: boum, boum, boum. Drinnen: Enttäuschung.

Samstag. Pinkeln, Frischmachen und Zähneputzen (diesmal etwa 51 Stunden Wartezeit, weil morgendliche Stosszeit), Hin- und Rückweg zu den sanitären Installationen gar nicht mit einberechnet, Zusammenpacken und Zelt Auseinandernehmen (hey, ca. 15 Minuten!), raus aus dem Gelände, rein in Shuttle-Bus und Zug nach Hause - R.E.M., Mando Diao, Adam Green, Mich Gerber, Sonic Youth (alle Samstag) und Audioslave (Sonntag) hin oder her. Amen.

www.openairsg.ch


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