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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Saul Williams, The Roots, Zap Mama (8. Juli 2005, Miles Davis Hall)Montreux Jazz Festival
Untergrundkünstler in Montreux

Saul Williams
Der Spoken Words Artist Saul Williams attackierte die Musikwelt im Frühling dieses Jahres mit seiner zweiten LP. Ein Werk, das Wellen schlug.

Von Vitus Huber.

Auf seiner Tour durch Clubs und Universitäten schenkt er der Schweiz soviel Aufmerksamkeit, dass er zwischen Auftritten in Schottland und England tatsächlich kurz in Montreux vorbeischaut. Diese Möglichkeit, Saul auf schweizerischem Terrain zu geniessen, bleibt dieses Jahr exklusiv. Die Tour führt ihn zwar vereinzelt durch Europa, jedoch muss sich ein so kleiner Staat wie die Schweiz mit einem einzigen Konzert begnügen.

Sauls Interpretationen wechseln zwischen Buchvorlesungen, Spoken Words und Rockkonzerten, welche oft von den Nine Inch Nails begleitet werden. In Montreux wird Sauls abstrakter Sound von Zap Mamas harmonischem Soul und The Roots' (Ersatz für Talib Kweli) meisterhafter Live-Virtuosität unterstützt. Diese Mischung verspricht einen akzentvollen und abwechslungsreichen Abend, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Saul Williams überlässt die Publikumsspiele lieber Redman (ursprünglich vorgesehener Ersatz für Talib Kweli) oder The Roots und serviert ihnen dafür hochkarätige Wortspielereien mit sozialkritischen Inhalten, unterlegt mit experimentellen Beats. Dieser Abend wird aber mit den drei verschiedenartigen Künstlern weder kopflastig durch Saul, noch reine Beinarbeit wegen The Roots sein, sondern bedient auch die Seele und das Herz dank Zap Mamas Melodien.


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