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Saul Williams, The Roots, Zap Mama (8. Juli
2005, Miles Davis Hall)Montreux Jazz Festival
Untergrundkünstler in Montreux
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Saul Williams |
Der Spoken Words Artist Saul Williams
attackierte die Musikwelt im Frühling dieses Jahres mit
seiner zweiten LP. Ein Werk, das Wellen schlug.
Von Vitus Huber.
Auf seiner Tour durch Clubs und Universitäten
schenkt er der Schweiz soviel Aufmerksamkeit, dass er zwischen
Auftritten in Schottland und England tatsächlich kurz in
Montreux vorbeischaut. Diese Möglichkeit, Saul auf schweizerischem
Terrain zu geniessen, bleibt dieses Jahr exklusiv. Die Tour führt
ihn zwar vereinzelt durch Europa, jedoch muss sich ein so kleiner
Staat wie die Schweiz mit einem einzigen Konzert begnügen.
Sauls Interpretationen wechseln zwischen Buchvorlesungen,
Spoken Words und Rockkonzerten, welche oft von den Nine Inch
Nails begleitet werden. In Montreux wird Sauls abstrakter Sound
von Zap Mamas harmonischem Soul und The Roots' (Ersatz für
Talib Kweli) meisterhafter Live-Virtuosität unterstützt.
Diese Mischung verspricht einen akzentvollen und abwechslungsreichen
Abend, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Saul Williams überlässt die Publikumsspiele
lieber Redman (ursprünglich vorgesehener Ersatz für
Talib Kweli) oder The Roots und serviert ihnen dafür hochkarätige
Wortspielereien mit sozialkritischen Inhalten, unterlegt mit
experimentellen Beats. Dieser Abend wird aber mit den drei verschiedenartigen
Künstlern weder kopflastig durch Saul, noch reine Beinarbeit
wegen The Roots sein, sondern bedient auch die Seele und das
Herz dank Zap Mamas Melodien.
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