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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bobby McFerrin (7. Juli 2005, Casino) | Montreux Jazz Festival
Pfarrerstimmwunder

Wenn es jemanden gibt, der den Gesang einer Frau und den eines Mannes in einer Stimme vereinen kann, dann ist es der gute alte und stets singende Bobby McFerrin. Die lebende Legende, der Improvisationsmeister und der rhythmusschiessende Gesangshirte ist als pumpender Stimmensenator in Montreux zu hören.

Von David Baud.

Der mittlerweile 56-jährige "Walkman" wurde in den Gesang hineingeboren. Es geschah in New York, 1950, als er in die Hände zweier Opernsänger fiel und trotz "Lärm" offenbar harmonisierend aufblühte. Sein Vater, Robert McFerrin, war der erste afroamerikanische Solist an der Metropolitan Opera. Bobby verliebte sich früh in seiner Jugendzeit in die Klarinette und wusste selbst, dass er Musik machen kann. Doch was man kann, ist ja nichts Spezielles, und darum wollte er Pfarrer werden. Seine zweite Liebe war das Klavier. Da schaute er dann doch seinem Können in die Augen und meinte, lieber Gesang und Klavier statt nach der Kirche ein Bier.

Er war und ist ein Klangforscher, der mit Jazz, kombiniert mit ein bisschen Choral, A cappella, Klassik und eigenen Zutaten seine Musik zusammenkocht und dabei von einer Vielzahl Gewürzen der Weltmusik inspiriert wurde. Mit Komödie im Spiel und Brustschlag macht er jedes Mal ein Fest auf der Bühne und hat damit ohne Absicht schon auf zehn Grammys seinen Namen reingeritzt. Auch der Jazzfunker Herbie Hancock, Chick Corea, Keith Jarrett, Linda Goldstein und andere haben mit ihm auf der Bühne ein Musikfest fürs Leben geschaffen.

Im Moment ist Bobby Dirigent eines klassischen Orchesters und hat schon eine Tour hinter sich. Wir wissen, dass er jetzt Musiker ist und noch kein Pfarrer, aber das könnte sich ja bald ändern. Wer also noch ein Fest der Musik von Bobby hören, sehen und erleben will, für den ist Montreux die Chance.

www.montreuxjazz.com
www.bobbymcferrin.com


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