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Nr. 133 / Juli 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lauryn Hill, Blak Twang (6. Juli 2005, Auditorium Stravinski) | Montreux Jazz Festival
Danke

Lauryn Hill
Mehr bleibt eigentlich auch nicht zu sagen, wenn der weibliche Musikgott die Schweiz beehrt. Danke, danke, danke.

Von Gregor Frei.

Sie sieht aus wie Schönheit, sie singt wie Melodie, sie rappt wie Flow. Sie hat zusammen mit den Fugees ("The Score") dem Hip Hop die Kasse geöffnet und nur kurz darauf ein Album ("The Miseducation of Lauryn Hill") der Welt geschenkt, das noch heute der Massstab einer jeden Female-MC-Produktion ist.

Wo sie ihre Stimme gefunden hat, weiss bis heute niemand. Bei den Goldwäschern im tiefen Süden, meinen die einen. Inmitten des weiten Meeres, behaupten andere. Klar ist: Lauryn Hills Stimme ist einzigartig: Durch ihre zuversichtlich leidende Tiefe, durch ihre dreckige Reinheit und vor allem durch ihre umarmende Wärme. Dass es wenige gibt, die gleichzeitig so perfekt singen und rappen, ist in Anbetracht dieser Übermenschlichkeit nur noch ein Detail. Auch dass Lieder wie "Everything is Everything", "Doo Wop" in ihrer Brillanz unübertreffbar sind, scheint da nur noch Nebensächlichkeit. Und dass sie "If I Ruled The World" von Nas, dem Lieblingslied des Rap-Herzens, seine Paradiesigkeit gab, ist sowieso unwichtig. Oder?

Wer endlich Frieden mit seinem von Puppenstimmen geplagten Ohr schliessen will, ist am Mittwochabend des Juli-Anfangs in Montreux. Auch seine gelangweilten Tanzbeine werden dankbar sein, denn als kleines zusätzliches Geschenk wartet im Vorprogramm Blak Twang auf das glückliche Publikum: UK Rap mit Bounce-Potential, angereichert mit ehrlichen Lyrics, beeinflusst von dickem Reggae. Es ist noch nicht lange her, seit "Why is it so rotton, my people have you forgotten..." den Kopf quer über alle Soundblasters zum Nicken brachte.

Danke.


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