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Lauryn Hill, Blak Twang (6. Juli 2005, Auditorium
Stravinski) | Montreux Jazz Festival
Danke
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Lauryn Hill |
Mehr bleibt eigentlich auch nicht
zu sagen, wenn der weibliche Musikgott die Schweiz beehrt. Danke,
danke, danke.
Von Gregor Frei.
Sie sieht aus wie Schönheit, sie singt
wie Melodie, sie rappt wie Flow. Sie hat zusammen mit den Fugees
("The Score") dem Hip Hop die Kasse geöffnet und
nur kurz darauf ein Album ("The Miseducation of Lauryn Hill")
der Welt geschenkt, das noch heute der Massstab einer jeden Female-MC-Produktion
ist.
Wo sie ihre Stimme gefunden hat, weiss bis
heute niemand. Bei den Goldwäschern im tiefen Süden,
meinen die einen. Inmitten des weiten Meeres, behaupten andere.
Klar ist: Lauryn Hills Stimme ist einzigartig: Durch ihre zuversichtlich
leidende Tiefe, durch ihre dreckige Reinheit und vor allem durch
ihre umarmende Wärme. Dass es wenige gibt, die gleichzeitig
so perfekt singen und rappen, ist in Anbetracht dieser Übermenschlichkeit
nur noch ein Detail. Auch dass Lieder wie "Everything is
Everything", "Doo Wop" in ihrer Brillanz unübertreffbar
sind, scheint da nur noch Nebensächlichkeit. Und dass sie
"If I Ruled The World" von Nas, dem Lieblingslied des
Rap-Herzens, seine Paradiesigkeit gab, ist sowieso unwichtig.
Oder?
Wer endlich Frieden mit seinem von Puppenstimmen
geplagten Ohr schliessen will, ist am Mittwochabend des Juli-Anfangs
in Montreux. Auch seine gelangweilten Tanzbeine werden dankbar
sein, denn als kleines zusätzliches Geschenk wartet im Vorprogramm
Blak Twang auf das glückliche Publikum: UK Rap mit Bounce-Potential,
angereichert mit ehrlichen Lyrics, beeinflusst von dickem Reggae.
Es ist noch nicht lange her, seit "Why is it so rotton,
my people have you forgotten..." den Kopf quer über
alle Soundblasters zum Nicken brachte.
Danke.
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