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Expansion Team Soundsystem (DJ Babu &
Rakaa Iriescience) | Dachstock, Bern | 21. April 2005
Enttäuscht im siebten Himmel
Von Gregor Frei.
DJ Babu ist einer der überhaupt besten
Beat-Produzenten worldwide. Kaum einer, der sich auch nur ein
wenig für Rap interessiert, wird dies bestreiten wollen.
Sein "Worst Comes to Worst"-Beat bildet einen der legendärsten
und beliebtesten Rap-Tracks der letzten Jahre überhaupt.
Auch dies wird niemand bestreiten wollen. Nun kam dieser Mann
in die Schweiz, und erst noch zusammen mit Rakaa Iriescience,
zusammen also zwei Drittel der Dilated Peoples. Somit eigentlich
eine Mischung aus DJ-Babu- und Dilated-Peoples-Konzert. Eigentlich.
Man brauchte lange, um zu realisieren, dass
dieser Anlass ein schlichtes DJ Set mit fetten Tracks und einem
von Zeit zu Zeit rappenden MC war. Nicht mehr und nicht weniger.
Immerhin. Denn DJ Babu legte sehr edel auf. In Crunk-über-alles-Zeiten
war das die angenehmste Therapie, die ein jeder sich vorstellen
kann, der Lil Jon & Co. nicht ganz so fett findet. Talib
Kweli, Ol' Dirty Bastard, Method Man, Mos Def, Mobb Deep und
noch viele andere Legenden von der Ostküste waren dabei
die Medikamente. Das war lebendig, vibrierend, drückend,
befreiend, und nicht zuletzt basslastig.
Das war purer Hip Hop, wie er leibt und lebt.
Das hat gut getan. Und trotzdem enttäuscht, weil man sich
auf ein bisschen mehr Babu und ein bisschen mehr Dilated Peoples
gefreut hat. Zwei ganze Scratch-Einlagen und im Ganzen vielleicht
zehn Minuten Raps von Rakaa waren dann doch ein bisschen wenig.
Immerhin brachte DJ Babu am Schluss noch "Duck Season",
"This Way" und "Worst Comes to Worst". Die
Leute waren bereits vorher aus dem Häuschen und im Moment,
als die ersten Akkorde vom göttlichen "Duck Season"
erklangen, waren die meisten bereits im siebten Himmel angelangt.
Auch Enttäuschte können glücklich sein.
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