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British Sea Power | Open Season | Phonag
Brit-Pop, der bildet
Von Daniela Valentino.
Vielleicht erinnert sich noch wer an
das Interpol-Konzert vor zwei Jahren in der Roten Fabrik. Da
standen British Sea Power in eigenwilligen Pfadfinder-Kostümen
zwischen ausgestopften Vögeln, Büschen und sonstigem
Gestrüpp als Vorband auf der Bühne. Ziemlich unkonventionell
das Ganze. Phantasie muss man haben und gute Musik natürlich,
ansonsten würde die Show alleine wahrscheinlich ziemlich
ulkig daherkommen.
Die mittlerweile zu einem Quintett angewachsenen
Brightoner zeigen sich jedoch äusserst geistreich - auch
mit ihrem zweiten Album Open Season. Die Platte ist etwas
zugänglicher und poppiger als ihr Debüt, aber noch
immer ein ideenreiches Werk, dem durch die Unterstützung
von Produzent Mads Bjerke (Spiritualized, Primal Scream) eine
zusätzliche Extraklasse verliehen wurde. Auch auf diesem
Album sind die stimmlichen Bowie-Anleihen von Sänger Yan
nicht zu überhören. Diese Qualität macht sie einmal
mehr noch britischer, als sie es eh schon sind und das ist gut
so.
Open Season
wird von der britischen Presse bereits als eines der Schlüsselalben
von 2005 angepriesen. Ob sie auch bei uns solche Lorbeeren ernten
werden, wird sich zeigen. Zumindest haben wir es hier mit einer
ausgereiften Indiepop-Scheibe zu tun, die aber, anders als der
gewohnte Durchschnitt, mit voller Kraft voraus ihrem eigenen
Horizont entgegen tuckert.
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