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Woodbine | Best Before End | Musikvertrieb
Mindestens haltbar bis in die Ewigkeit
Von Daniela Valentino.
Woodbine ist britische Zuckerwatte. Mit
"Best Before End" haben sie ein weiteres einfühlsames
Stück Musik komponiert, das sich behutsam in den Gehörgängen
einnistet. Sozusagen ein kleiner Geniestreich des jungen Trios,
der sich auf die feine britische Art als dein neuer bester Freund
anbietet. Woodbine haben 1999 ihr wunderbares, selbstbetiteltes
Debüt veröffentlicht, das auf der britischen Insel
ganz schön für Wirbel gesorgt hat und von der Presse
nur so umjubelt wurde. Feinster britischer Indie-Pop. Wer kann
dazu schon nein sagen?
Jetzt meldet sich das Trio aus Lancashire
nach sechs langen Jahren zurück; Jahre, in denen die grosse
Nachfrage nach Clubkonzerten erst mal gestillt werden musste.
Ihre aktuelle Schöpfung "Best Before End" zeigt
sich ebenso feinsinnig und abgestimmt wie sein Vorgänger:
zerbrechlich, zierlich und verträumt. Woodbine's Musik präsentiert
sich hüllenlos, klar und ungetrübt. Kein Ton scheint
aus der Reihe zu tanzen, das Zusammenspiel von Susan Dillans
und Graeme Swindons Stimme präsentiert sich stets bedacht
und unbeengt. Woodbines Musikalität zeigt sich mit akustischen
Gitarren, Tamburinen und Keyboards sehr zurückhaltend und
untermalt zusätzlich die Leichtigkeit des Gesangs. Ein Album,
das einen wirklich zum Davonfliegen motiviert, in den wolkenlosen
Himmel, wo das Ende niemals näher rückt.
Nebenbei erwähnt: "Morning Starts
Cold" ist das wohl süsseste britische Zückerchen,
das ich mir je auf der Zunge zergehen liess. Kein Wunder also,
dass "Best Before End" mit seinem dermassen grossen
Zuckeranteil mindestens haltbar bis in die Ewigkeit ist.
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