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Porcupine Tree | Dead Wing | Warner
Die Dunkle Seite des Frühlings
Von Philipp Albrecht.
Porcupine Tree aus England gehören
schon bald zum alten Eisen. Unmengen von Tonträgern haben
sie seit Beginn der 90er unters Volk gebracht und doch erst an
die 500'000 Exemplare abgesetzt. Trotzdem dürfen sie auf
eine eingefleischte Fangemeinde in England, Deutschland in den
USA und selbst in Japan zählen. Seit Jahren schon prophezeien
ihnen Kritiker den internationalen Durchbruch und bezeichnen
sie als neue Pink Floyd. So auch jetzt mit Dead Wing.
Bisher hat's nicht richtig klappen wollen. Ob's jetzt klappt,
ist wiederum fraglich, denn für viele ist Porcupine Tree
nach wie vor zu hart. Album für Album werden sie zwar weicher
und melodiöser, aber noch immer zieren hie und da harte
(aber präzise) Gitarren ihre 8 bis 12-Minüter.
Dead Wing besticht aber weiterhin mit ausdrucksstarken
Hymnen, langen, ausgeprägten Gitarrensoli, verzerrten Gesangspassagen
und sphärischen Keyboardlinien. Für das neue Album
hat die Band extra eine Website einrichten lassen (www.deadwing.com),
mit düsteren Bildern, Kurz-Dokus und seltsamen Streams.
Dunkel ist die Welt von Porcupine Tree, drum: Dead Wing
erst nach Sonnenuntergang einlegen, sonst wird's schon tagsüber
finster, und wer will das schon zu dieser Jahreszeit!
www.porcupinetree.com
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