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Theater-Tipps im April für Zürich
12 MIN.MAX.
Maximal zwölf Minuten
dauern die Kurzstücke, die eigens für die Plattform
im Tanzhaus kreiert wurden, Solos und Gruppenstücke aus
Zürich, aus der Romandie und aus dem Ausland. Dramaturgisch
wird 12 MIN.MAX. dieses Mal vom Schauspieler, Regisseur und Performer
Gilles Tschudi begleitet. Assorted Objects Of Power, Gouffre,
Me And You, Little City, A La Recherche The Queen Perdue, Twelve
Minutes Of Vicious Delight.
Tanzhaus Wasserwerk, Zürich,
8. April
Ausser Kontrolle
Boulevardkomödie
von Ray Cooney. Die "Hauptperson" in dieser temporeichen
Komödie ist eine sehr unbewegliche Leiche. Zwar unbeweglich,
aber doch äusserst störend für den Zürcher
Regierungsrat Stucki und die Sekretärin der Opposition,
welche statt des erhofften Liebesglücks in einer Hotelsuite
ebendiese Leiche finden. Um Stuckis Karriere und Ehe nicht zu
gefährden, wird statt der Polizei Stuckis Sekretär
herbeigerufen, um diese "Sache" möglichst unauffällig
zu bereinigen. Da kommen Frau Stucki, Schwester Moser und ein
eifersüchtiger Ehemann eher ungelegen... Diese temperamentvolle
Farce voller Situationskomik wurde 1991 zur besten britischen
Komödie des Jahres gewählt. Junge Bühne Zürich.
Theater Rigiblick, Zürich,
8. April
Billie der Bub
Monolog eines jungen
Mannes. Michael Räber spielt in einer Inszenierung von Mélanie
Huber den tragisch berüchtigten Revolverhelden Billy The
Kid und versetzt das Publikum in die abenteuerliche Zeit des
Wilden Westens. Billie erzählt nicht ohne Komik, mal herb-possierlich,
mal verzweifelt aus seinem Leben, gesteht seine Sehnsüchte,
seine Gutgläubigkeit, schwärmt von der Liebe, fesselt
mit seinen Bubenstreichen und zückt noch lieber als den
Colt die Ukulele...
Bühne s, Zürich,
13. April
Blumen für eine
Blinde
An einem schönen
Frühlingstag klingelt bei der berühmten blinden Schriftstellerin
Helen Wilson das Telefon. Der Mann am anderen Ende scheint falsch
verbunden zu sein. Er meldet sich an diesem Tag noch ein paar
Mal. Am Abend steht er plötzlich mit einem Strauss Blumen
in der Wohnung. Helen fordert ihn auf, zu gehen. Davon möchte
er nichts wissen. Bald spürt sie, dass der Mann offensichtlich
geistesgestört ist. Was will der Mann von ihr? Will er ihr
Geld oder ihr Leben? Ist er etwa ein Triebtäter? Es folgt
ein langer mysteriöser Abend voller Angst und Schrecken.
Theater WIWA.
Kulturmarkt, Zürich,
28. April
Das Konzert
Hier werden Gedichte,
Lieder und Szenen von Christian Morgenstern zu einem heiter-ironischen
Konzerttheater verwoben und es entsteht eine eigenständige
Performance - mit allem, was zum modernen Figurentheater gehört.
Das Konzert besteht aus zwölf Sätzen mit den Bezeichnungen:
Jaguar, Zebra, Nerz für Bassflöte und Klavier; Mandrill,
Maikäfer, Pony für Akkordeon und Klavier; Muli, Auerochs,
Wespenbär für Geige und Klavier; Locktauber, Robbenbär,
Zehenbär für Gitarre, Klavier und Schütteleier.
Voller Fantasie hat Frauke Jacobi den Fabelwesen aus den Gedichten
ein Gesicht gegeben. Am Klavier bringt Tobias Rank die Figuren
zum Singen und Tanzen. Theater Rank-Jacobi.
Theater Stadelhofen, Zürich,
7. April
Fabrica
Mit Fabrica schliesst
Pablo Ventura seine Trilogie De Humani Corporis Fabrica ab, die
den Einfluss der Technik auf das menschliche Leben untersucht.
Der Titel der Trilogie greift in die Renaissance zurück.
Fabrica wagt den Schritt in die Zukunft und spekuliert mit computergeneriertem
Bewegungsmaterial über das künftige Wesen Mensch. Venturas
Choreografie ist - wie in den beiden Vorgängerstücken
- geprägt durch seine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen
Medien und die spartenübergreifende Zusammenarbeit mit Musik-,
Video-, Computer- und Lichtkünstlern. Damit schafft er eine
technisierte Umgebung für einen Menschen, dessen Leben ein
Experimentierfeld für immer neue Mittel und Errungenschaften
der Technologie ist. Ventura Dance Company.
Tanzhaus Wasserwerk, Zürich,
29. April
Fünfnachbusch - Maxundmurx
150 Jahre nach Wilhelm
Buschs Max und Moritz tauchen diese in Paula Fünfecks Roadmovie
wieder auf und sind die bösen Buben von heute. Ganz auf
der Höhe einer perspektivlosen Zeit operieren die beiden
voll aus dem gesellschaftlichen Murx heraus, unkorrekt und ohne
Rücksicht auf Verluste, lebenshungrig, auf der Suche nach
der ganz grossen Freiheit. Sechsmal schlittert das Loser-Duo
von einer Chaosperformance in die nächste, brutal und komisch
wie Tarantino. Beim siebten Mal geht's schief. Eine Koproduktion
von Schlachthaus Theater Bern, Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
und GO Theaterproduktionen.
Rote Fabrik, Zürich,
20. April
Frank Goosen
Ein Haldenkind erzählt.
Jetzt kommt "Mein Ich und sein Leben" - Goosens gesammelte
Erzählungen, Glossen, Kolumnen und Kurzgeschichten erstmals
in Buchform. Keine der Lebensphasen des praktizierenden Komikers
entgeht seiner zugespitzten Beschreibung. Der Autor des Films
«Liegen lernen» liest meisterhaft!
Theater im Hochhaus, Zürich,
8. April
Franz Hohler
Franz Hohler hierzulande
vorstellen zu wollen, hiesse Eulen nach Athen tragen. Der Solo-Kabarettist
und Satiriker, Liedermacher und Schriftsteller gehört nicht
nur zu den profiliertesten, sondern auch zu den vielseitigsten
Künstlern der Schweiz. Er ist im Radio («Zytlupe»)
und Fernsehen ebenso zu Hause wie in seinen Novellen und Erzählungen
für Jung und Alt. Sein "Totemügerli" ist
Kult, sein Lied "Es si alli so nätt" ein Klassiker.
2003 gönnte sich Franz Hohler, eine "Auszeit".
Nun ist er wieder da: Im Herbst 2004 erschien sein Erzählband
"Die Torte", und vor kurzem die "52 Wanderungen".
Franz Hohler hat sich immer wieder politisch geäussert,
zuletzt vor dem Bundeshaus in Bern zu Thomas Hirschhorn. Im Frühjahr
2005 geht er auf Lesereise in Universitäten und Schulen
Lateinamerikas. Als Franz Hohler 2002 den Aargauer Kulturpreis
erhielt, sagte Urs Widmer in seiner Laudatio: "Es ist unglaublich,
was Franz Hohler alles kann."
Hotel Zürichberg, Zürich,
17. April
Futures
Was bleibt, wenn man
10 Millionen in den Sand gesetzt hat, der beste Freund tot ist
und doch ständig auftaucht, das Gesicht des unsympathischen
Typen im Spiegel des Kaufhauses das eigene ist und die glücklichsten
Momente im Betrachten der träumenden Frau zu später
Stunde liegen? Und man dabei nicht einmal sicher sein kann, ob
sie noch lebt? Und solange keinen Schlaf findet, bis Wahrnehmung,
Erinnerung und Phantasie eins werden - bis man den Alptraum des
Schlaflosen träumt Die englische Dramatikerin Rebecca Prichard
ist eine Spezialistin des harten britischen Tons. Ihre ersten
Stücke wurden am Royal Court Theatre in London uraufgeführt,
wo sie auch Hausautorin war. Für das Schauspielhaus Zürich
hat sie die Geschichte eines jungen Mannes geschrieben, der sich
erzählend zum Verschwinden bringt.
Schauspielhaus Bunk r! Zürich,
22. April
Glitzerhai
Auf dem Dach eines Hochhauses,
ihrem geheimen Rückzugsort, wird die scheue Jackie von Polly
überrascht. Nach anfänglichem Misstrauen vertraut sie
ihr an, dass Russell, der «Turbo-Traumboy» der Schule,
sie aufs Schlimmste schikaniert. Nach und nach tauchen weitere
Jugendliche auf: Die schöne, aber hochnäsige Natascha
mit ihren Freundinnen, die aufmüpfige Mädchenclique
von Kim, Kathy und Hanna, der coole Shane und schliesslich Russell
höchstpersönlich mitsamt seinem Gefolge. Aus anfänglichen
Sticheleien werden handgreifliche Attacken. Die Situation droht
zu eskalieren, als Polly in letzter Sekunde die rettende Idee
kommt: Sie beginnt eine von Jackies Geschichten zu erzählen.
Ganz allmählich zieht sie damit alle in ihren Bann und mitten
in die Geschehnisse hinein, bis sich die Realität zu verändern
beginnt. JugendTheaterClub des Schauspielhauses Zürich
Schauspielhaus Bunk r! Zürich,
15. April
Im Reich der wilden Lieder
Es ist das Programm der
Band "Kabel": eine Einladung für eine nicht ungefährliche
Reise durch Zeit und Stil. Die Band lässt alte Lieder neu
aufleben und grüsst unverfroren die Beatles, Duke Ellington
und Nina Hagen, auch Eigenkompositionen gehören dazu. Musikalische
Berührungsängste kennen die drei jungen Jazzmusiker
nicht, im Gegenteil, kühn führen sie das Publikum durch
den alten SwingJazz, vorbei am düsteren Pop und rein in
den deutschen Gassenhauer.
GZ Buchegg, Zürich,
19. April
Jazz No Jazz
Insgesamt zwanzig Konzerte
mit einer breiten Palette gibt es in der Gessnerallee, acht im
ewz-Unterwerk Selnau. Der Anlass, der neu im Frühjahr stattfindet,
ist nicht nur für Jazz-Liebhaber, für Musikfans überhaupt.
An beiden Austragungsorten gibt es auch Gratis-Konzerte. Veranstalter
All Blues Konzert.
Gessnerallee, Zürich,
27. April
juliAMORomeo
Zwei verfehdete Familien,
Montagu und Capulet, bekämpfen sich seit Jahren. Sie schwimmen
im Geld und baden im Blut. Romeo vom Hause Montagu verliebt sich
in Julia vom Hause Capulet und umgekehrt und gegenseitig. Ausgerechnet.
Damit nimmt die Geschichte ihrer Liebe ihren Lauf. Das Ende kennen
wir... Text und Regie Erich Furrer. Operation Shakespeare / netzwerkbühne.
keller62, Zürich, 12.
April
Katarakt
Jürgen Holtz steht
da, leicht gebeugt, glatzköpfig, gedrungen, fleischig muskulös;
Er bewegt sich leicht schlurfend, so, als halte ihn ein inneres
Laufwerk langsam, aber beständig in Bewegung. Auch im schweren
Hocken fällt er nicht in sich zusammen, ruht eher tief aus.
Der Mann spricht mit sich selbst, doch auf eine so wundersam
kommunikative Art. Worüber er spricht? Über nichts,
über manches, über alles. Darüber vor allem, was
der Mensch wohl braucht, um wirklich Mensch sein zu können.
Er braucht ein Einverständnis mit sich selbst, muss sich
selbst akzeptieren, mögen, und er sollte Bedürfnis
nach anderen haben, im nahen wie im weiteren Sinn, Verlangen
nach Berührung und Haut, nach menschlichem Austausch. Der
Alte ist neugierig sogar noch auf sich selbst.
Theater Rigiblick, Zürich,
20. April
Krach in Chiozza
Es wird geredet, gezankt
und intrigiert, denn das Reden ist der Zeitvertreib der Frauen
in Chiozza, dem ärmlichen Fischerstädtchen. Sie warten,
ja, sie warten lange auf die Männer. So reden sie auch selbstverständlich
über die Männer und das Heiraten. Lucietta, Orsetta
und Checca sind eifersüchtig und stolz, sie beneiden sich
und mögen sich aber eigentlich von Herzen gerne: Menschlich-allzu-Menschliches
ist hier Thema. Während der langen Abwesenheit der Männer,
die ihre Arbeit als Fischer verrichten, funktioniert alles gut,
sie streiten zwar, aber sie versöhnen sich auch wieder.
Aber es wird geredet, zu viel geredet und so ist mit der Rückkehr
der Männer der Krach programmiert. Sie müssten nur
schweigen, aber das können sie nicht.
Freies Gymnasium Zürich,
Zürich, 8. April
Lazar
Zwei Forscher, mit Leidenschaft
auf den Spuren des Gigantismus in der Pflanzenwelt, haben ein
Problem: Ihr Chef, der dritte im Bunde des eingespielten Teams,
ist und bleibt verschwunden. Ein Vakuum entsteht - Platz für
konspirative Phantasie und bizarre Versuche, mit Angst, Verlust
und Panik fertig zu werden. Vroom haben dafür eine komische
und berührende Form gefunden, die mit spielerischer Leichtigkeit
ganz ernst sein kann.
Gessnerallee, Zürich,
2. April
La Clemenza di Tito
bvp. Mozart (1756-1791)
erhielt den Auftrag für diese Oper im Juli 1791. Bereits
am 6. September fand die Uraufführung in Prag statt, anlässlich
der Krönung Leopold II. zum böhmischen König.
Dementsprechend wurde der Stoff ausgewählt. Der vom Volk
geliebte Titus ist ein gütiger und weiser Herrscher, der
sogar die gegen ihn gerichtete Verschwörung grossmütig
verzeiht. Lange Zeit galt diese Opera seria als elitäres
Werk, das nur zu besonderen Anlässen aufgeführt wurde.
Das Opernhaus will damit auf das Mozart-Jahr 2006 hinweisen.
Opernhaus, Zürich, 24.
April
Lost dog
In Japan ausgebildet
und heute in Zürich wohnhaft, hat Hideto Heshiki in vielen
europäischen Tanzcompagnies gearbeitet. In Anlehnung an
die Geschichte eines Katers, der weder Ruhe noch Freiheit noch
einen friedlichen Tod findet, erzählt Hideto Heshiki in
seiner Inszenierung vom Gefühl der Verlorenheit und von
einer Suche, deren Ziel sich nie wirklich offenbart.
Gessnerallee, Zürich,
1. April
Manchmal ist Wahnsinn Weisheit
Auf das Chansonprogramm
«Von Berlin To Broadway» im letzten Herbst folgt
das nächste. Deutsche Schlager aus den 20er und 30er Jahren,
französische Chansons und satirisch-bissige Lieder treffen
auf schweizerdeutsche Trouvaillen und amerikanische Musicalsongs.
Holländer, Kreisler, Piaf, Rainer und andere illustre Gestalten
der Musikgeschichte der letzten hundert Jahre bringen den Wahnsinn
des Lebens der Weisheit ein Stück näher - oder umgekehrt...
wild berry production mit Karin Berry und Stefan Wirth.
Keller62, Zürich, 27.
April
Marx in Soho
Dramolett für eine
Stimme von Howard Zinn. Marx in Soho - «a play on history»
- wie der Untertitel im amerikanischen Original heisst, ist ein
witzig-humoristisches Spiel, ein intelligent-geistreiches Vergnügen,
ein heiter-gehaltvoller Monolog. Howard Zinn interessiert die
Frage, ob sich Karl Marx aus unseren Köpfen gestohlen hat.
Oder gestohlen wurde.
sogar theater, Zürich,
6. April.
Nacht der Träume
Ein Musiktheater für
Menschen ab 6 Jahren. Für Kinder wie auch für Erwachsene
soll diese Nacht zum Genuss werden, nicht zuletzt durch Mischung
von Theater, Musik, Gesang und Figurenspiel: Securitaswächter
Meier I und Meier II werden zu einem Nachtauftrag in den Stadtpark
gerufen. Was sie jedoch bewachen sollen, wissen sie nicht. Auf
der Suche nach dem zu bewachenden Objekt entdecken sie nicht
nur Instrumente des vergangenen Nachmittagskonzerts, sondern
auch einen seltsamen Baum mit bunten Traumblättern. Er spricht
und wirft gleichzeitig die Ordnung der Meiers ordentlich über
den Blätter-Haufen. Theater La Cascade.
keller62, Zürich, 20.
April
Oblomov
Ilja Iljitsch Oblomov
verbringt untätig seine Tage in der Hauptstadt. Sein wichtigstes
Kleidungsstück ist der Schlafrock, der zu seinen ruhigen
Gesichtszügen und seiner unbesorgten Körperhaltung
passt. Seine Seele strahlt in aufrichtiger Klarheit aus den Augen.
Entschlossen hängt er seinen Tagträumereien nach. Nur
kurze Zeit erwacht er aus seiner Trägheit, als er sich in
Olga verliebt. Doch auch ihr gelingt es nicht, ihn aus seiner
Welt zu reissen. Der Gutsbesitzer Oblomov, von Lenin als "Krebsschaden"
seines Landes verdammt, wurde von der damaligen Literaturkritik
als der nutzlos gewordene Feudalherr des autokratischen Russlands,
als Chiffre für Rückständigkeit und Verfall verurteilt.
Oblomovs Freund dagegen, der liberale Unternehmer Stolz, verkörperte
das gesellschaftspolitische Ideal des sozialen Fortschritts.
Heute warnt uns "Oblomov" vor der sinnlosen Betriebsamkeit
der zeitgenössischen Welt. Wir beneiden Oblomov, der am
Nichtstun zugrunde geht, aufrecht und unbestechlich.
Schauspielhaus, Pfauen, Zürich,
23. April
One Night of Queen
Queen war eine der erfolgreichsten
Rock-Gruppen der 70er und 80er Jahre. Doch das britische Quartett
fand ein jähes Ende, als der Leadsänger Freddie Mercury
im Herbst 1991 starb. Mit "One Night of Queen" kommt
eine faszinierende zweistündige Show mit den Superhits Bohemian
Rhapsody, We Will Rock You, A Kind Of Magic, We Are The Champions
oder Radio Ga Ga und vielen mehr. Möglich macht dies Gary
Mullen mit der Band The Works. Gary gewann bei einem TV-Wettbewerb
in England mit seiner Freddie-Performance eine knappe Million
Publikumsstimmen. Er trifft den Gesangsstil seines Idols in perfekter
Weise und steht ihm auch stimmlich in nichts nach. Brian May,
der legendäre Gitarrist von Queen, bestätigt denn auch,
dass Gary Mullen ein absolut würdiger Darsteller von Freddie
Mercury ist. Er verkörpert den Rock-Klassiker mit einer
unglaublichen Genauigkeit.
Kongresshaus Zürich,
Zürich, 21. April. Tickets unter www.topticket.ch
oder Ticket Hotline 0900 55 222 5
Perform Performing
Eine Trilogie über
den Sinn und Unsinn, Tanz als Arbeit zu betrachten.
1. Ein arbeitsloser Tänzer, Jochen Roller, macht sich auf
den Weg durch die Arbeitswelt: Er entdeckt Choreographien am
Fliessband in der Fabrik für Tiefkühlpizzen, lernt
Text beim Briefekleben im Büro und probt Bewegungsabläufe
mit dem Headset des Call Centers auf dem Kopf.
2. Dem Trend folgend, Kultur wie ein Unternehmen aufzuziehen,
zeigt der Art Gigolo, was passiert, wenn marktwirtschaftliches
Denken den Probenprozess bestimmt. So hinterfragt er die Idee
staatlicher Kulturförderung und liefert den Beweis, warum
alle Kultursubventionen abgeschafft werden können.
3. Jochen Roller trifft Jochen Roller. Er fragt eine Handvoll
Doppelgänger, was diese unter seinem Namen in der und für
die Gesellschaft tun und spürt so der identitätsstiftenden
Funktion von Arbeit nach. Eine Koproduktion von Kampnagel Hamburg,
Podewil Berlin, IndustrieKultur Saar und FFT Düsseldorf.
Rote Fabrik, Zürich,
28. April
Peter Sarbach
Mit seinem sechsten Album
"Brav" startet Sarbach einmal mehr zu einer Tournee
durch die Schweiz, aus Spargründen auf dem Dreigangfahrrad.
Die Gitarre, mit denen er seine in Berner Mundart gehaltenen
Lieder begleitet, befindet sich dabei in einem eigens dafür
angefertigten Spezialkoffer. Wegen der Aerodynamik. Die Tournee
- 30 Tage mit 30 Auftritten - beginnt im Raum Bern, führt
dann ins Berner Oberland, anschliessend über den Brünig
Pass in die Zentralschweiz, dann in Ost- und Nordschweiz und
wieder zurück nach Bern.
Kellertheater GZ Buchegg,
Zürich, 12. April
The New Electric Ballroom
A wondrous place - ein
wundersamer Ort. Im Haus, in dem sich die Schwestern Ada, Breda
und Clara vor vielen Jahren eingeschlossen haben, lebt eine Geschichte
Nacht für Nacht von neuem auf: die Geschichte von Roller
Royle. Damals, als Breda und Clara noch Teenager waren, hat der
Popstar ihnen im New Electric Ballroom das Herz gebrochen. Roller
Royle! Sie dachten, sie seien die Auserwählten und beide
glaubten, die Nacht bei ihm verbringen zu dürfen. Doch schnell
verlor sich der Traum, und eine andere, die blond war wie Doris
Day, durfte mit ihm gehen. Seitdem sie damals vom New Electric
Ballroom weggefahren sind, über die Pflastersteine zurück
ins kleine Dorf am Meer, sind die beiden nicht wieder nach draussen
gegangen. Vom Iren Enda Walsh, der mit "Disco Pigs"
an allen europäischen Bühnen Erfolge feierte.
Schauspielhaus, Box im Schiffbau,
Zürich, 20. April
Une pièce espagnole
Ein Spiel im Spiel im
Spiel: Fünf Schauspieler treten auf und berichten von ihren
Proben zu einem "spanischen Stück", in dem sie
Figuren verkörpern, von denen zwei Schauspielerinnen sind,
von denen eine gerade "ein bulgarisches Stück"
probiert Yasmina Rezas in einer fragmentarischen Form geschriebene
"menschliche Komödie" handelt von Schauspielern
und von der engen Verschränkung von Leben und Bühne.
Von Menschen, die an ihrer Existenz kranken, von Eitelkeit, Eifersucht
und Einsamkeit. Die Autorin, international berühmt geworden
durch "Kunst", hat ihr neues Stück dem Regisseur
Luc Bondy gewidmet. Er hat die Uraufführung mit einem erstklassigen
Ensemble am Pariser Théâtre de la Madeleine inszeniert.
Série Française.
Schauspielhaus, Pfauen, Zürich,
6. April
Unter Eis
Paul, ein Berater, Mitte
vierzig, wird aufgerufen, schon zum zehnten Mal, das Gate schliesst,
boarding completed. Paul hört seinen Namen, immer wieder,
er geniesst es. Einen Moment ist er nicht effizient. Er steht
still. Er friert. Er stürzt in einem nicht enden wollenden
Angstschub durch die Erinnerungen an seine Kindheit, seine Siege
und seine Niederlagen, seine Frauen, an die er nur noch vage
Erinnerungen hat. Seine unerfüllten Sehnsüchte kehren
mit aller Macht zurück. Er könnte ein anderer Mensch
sein. Doch die nächste Generation lauert schon auf einen
Moment der Schwäche, das Ende seiner Karriere. Gastspiel
der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, Autor und Regisseur
Falk Richter.
Schauspielhaus, Box im Schiffbau,
Zürich, 2. April
Vera Kaa mit Wotschmi
Wotschmi - oder Willst
du mich? So heisst das neue Programm von Vera Kaa, mit auf der
Mundart-Welle, die sehr erfolgreich durch unser Land rollt! Die
Lieder von Vera Kaa besingen, was sie und Frauen ihrer Generation
bewegt. Ein ganzes Jahr haben Vera Kaa, Simon Kistler und Remo
Kessler, letzterer von der SchmetterBand, gearbeitet. Ob Chanson,
Pop, Rock, Reggae, Jazz, Folk oder Ballade: ein ansprechendes
Programm.
Theater am Hechtplatz, Zürich,
5. April
Wenn es 25 Stockwerke sind...
Dann sind es eben so
viele. Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Stagnation,
der Sog der Globalisierung hat uns erfasst... Das Unternehmen
geht kaputt, das Ventil explodiert. Dein Leben war die Arbeit,
aber jetzt gibt es sie nicht mehr. Wir setzten uns damit auseinander,
dass in unserem Umfeld eigentlich nichts mehr funktioniert. Jeder
arbeitet irgendwas, nur um beschäftigt zu sein, jeder träumt
aber von ganz anderen Dingen. Wir sind die arbeitslosen Arbeitnehmer,
unbarmherzigen Agentur-Kreativchefs, zarten Geschöpfe mit
Befindlichkeiten, verstehenden Gutmenschen, wir sind abhängig.
In der Performance ist der Schrank leer, aber wir sind voll.
Die Kurzversion des Stücks feierte vergangenen Herbst bei
Petits Fours erfolgreich Premiere.
Rote Fabrik, Zürich,
15. April
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