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Ausgabe Nr. 125 vom 7. April 2005
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Im Fokus
Interview
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Theater-Tipps >
After Juliet

Krach in Chiozza
Franz von Assisi
Jacaré

Theater-Tipps im April für Zürich

12 MIN.MAX.
Maximal zwölf Minuten dauern die Kurzstücke, die eigens für die Plattform im Tanzhaus kreiert wurden, Solos und Gruppenstücke aus Zürich, aus der Romandie und aus dem Ausland. Dramaturgisch wird 12 MIN.MAX. dieses Mal vom Schauspieler, Regisseur und Performer Gilles Tschudi begleitet. Assorted Objects Of Power, Gouffre, Me And You, Little City, A La Recherche The Queen Perdue, Twelve Minutes Of Vicious Delight.
Tanzhaus Wasserwerk, Zürich, 8. April

Ausser Kontrolle
Boulevardkomödie von Ray Cooney. Die "Hauptperson" in dieser temporeichen Komödie ist eine sehr unbewegliche Leiche. Zwar unbeweglich, aber doch äusserst störend für den Zürcher Regierungsrat Stucki und die Sekretärin der Opposition, welche statt des erhofften Liebesglücks in einer Hotelsuite ebendiese Leiche finden. Um Stuckis Karriere und Ehe nicht zu gefährden, wird statt der Polizei Stuckis Sekretär herbeigerufen, um diese "Sache" möglichst unauffällig zu bereinigen. Da kommen Frau Stucki, Schwester Moser und ein eifersüchtiger Ehemann eher ungelegen... Diese temperamentvolle Farce voller Situationskomik wurde 1991 zur besten britischen Komödie des Jahres gewählt. Junge Bühne Zürich.
Theater Rigiblick, Zürich, 8. April

Billie der Bub
Monolog eines jungen Mannes. Michael Räber spielt in einer Inszenierung von Mélanie Huber den tragisch berüchtigten Revolverhelden Billy The Kid und versetzt das Publikum in die abenteuerliche Zeit des Wilden Westens. Billie erzählt nicht ohne Komik, mal herb-possierlich, mal verzweifelt aus seinem Leben, gesteht seine Sehnsüchte, seine Gutgläubigkeit, schwärmt von der Liebe, fesselt mit seinen Bubenstreichen und zückt noch lieber als den Colt die Ukulele...
Bühne s, Zürich, 13. April

Blumen für eine Blinde
An einem schönen Frühlingstag klingelt bei der berühmten blinden Schriftstellerin Helen Wilson das Telefon. Der Mann am anderen Ende scheint falsch verbunden zu sein. Er meldet sich an diesem Tag noch ein paar Mal. Am Abend steht er plötzlich mit einem Strauss Blumen in der Wohnung. Helen fordert ihn auf, zu gehen. Davon möchte er nichts wissen. Bald spürt sie, dass der Mann offensichtlich geistesgestört ist. Was will der Mann von ihr? Will er ihr Geld oder ihr Leben? Ist er etwa ein Triebtäter? Es folgt ein langer mysteriöser Abend voller Angst und Schrecken. Theater WIWA.
Kulturmarkt, Zürich, 28. April

Das Konzert
Hier werden Gedichte, Lieder und Szenen von Christian Morgenstern zu einem heiter-ironischen Konzerttheater verwoben und es entsteht eine eigenständige Performance - mit allem, was zum modernen Figurentheater gehört. Das Konzert besteht aus zwölf Sätzen mit den Bezeichnungen: Jaguar, Zebra, Nerz für Bassflöte und Klavier; Mandrill, Maikäfer, Pony für Akkordeon und Klavier; Muli, Auerochs, Wespenbär für Geige und Klavier; Locktauber, Robbenbär, Zehenbär für Gitarre, Klavier und Schütteleier. Voller Fantasie hat Frauke Jacobi den Fabelwesen aus den Gedichten ein Gesicht gegeben. Am Klavier bringt Tobias Rank die Figuren zum Singen und Tanzen. Theater Rank-Jacobi.
Theater Stadelhofen, Zürich, 7. April

Fabrica
Mit Fabrica schliesst Pablo Ventura seine Trilogie De Humani Corporis Fabrica ab, die den Einfluss der Technik auf das menschliche Leben untersucht. Der Titel der Trilogie greift in die Renaissance zurück. Fabrica wagt den Schritt in die Zukunft und spekuliert mit computergeneriertem Bewegungsmaterial über das künftige Wesen Mensch. Venturas Choreografie ist - wie in den beiden Vorgängerstücken - geprägt durch seine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Medien und die spartenübergreifende Zusammenarbeit mit Musik-, Video-, Computer- und Lichtkünstlern. Damit schafft er eine technisierte Umgebung für einen Menschen, dessen Leben ein Experimentierfeld für immer neue Mittel und Errungenschaften der Technologie ist. Ventura Dance Company.
Tanzhaus Wasserwerk, Zürich, 29. April

Fünfnachbusch - Maxundmurx
150 Jahre nach Wilhelm Buschs Max und Moritz tauchen diese in Paula Fünfecks Roadmovie wieder auf und sind die bösen Buben von heute. Ganz auf der Höhe einer perspektivlosen Zeit operieren die beiden voll aus dem gesellschaftlichen Murx heraus, unkorrekt und ohne Rücksicht auf Verluste, lebenshungrig, auf der Suche nach der ganz grossen Freiheit. Sechsmal schlittert das Loser-Duo von einer Chaosperformance in die nächste, brutal und komisch wie Tarantino. Beim siebten Mal geht's schief. Eine Koproduktion von Schlachthaus Theater Bern, Fabriktheater Rote Fabrik Zürich und GO Theaterproduktionen.
Rote Fabrik, Zürich, 20. April

Frank Goosen
Ein Haldenkind erzählt. Jetzt kommt "Mein Ich und sein Leben" - Goosens gesammelte Erzählungen, Glossen, Kolumnen und Kurzgeschichten erstmals in Buchform. Keine der Lebensphasen des praktizierenden Komikers entgeht seiner zugespitzten Beschreibung. Der Autor des Films «Liegen lernen» liest meisterhaft!
Theater im Hochhaus, Zürich, 8. April

Franz Hohler
Franz Hohler hierzulande vorstellen zu wollen, hiesse Eulen nach Athen tragen. Der Solo-Kabarettist und Satiriker, Liedermacher und Schriftsteller gehört nicht nur zu den profiliertesten, sondern auch zu den vielseitigsten Künstlern der Schweiz. Er ist im Radio («Zytlupe») und Fernsehen ebenso zu Hause wie in seinen Novellen und Erzählungen für Jung und Alt. Sein "Totemügerli" ist Kult, sein Lied "Es si alli so nätt" ein Klassiker. 2003 gönnte sich Franz Hohler, eine "Auszeit". Nun ist er wieder da: Im Herbst 2004 erschien sein Erzählband "Die Torte", und vor kurzem die "52 Wanderungen". Franz Hohler hat sich immer wieder politisch geäussert, zuletzt vor dem Bundeshaus in Bern zu Thomas Hirschhorn. Im Frühjahr 2005 geht er auf Lesereise in Universitäten und Schulen Lateinamerikas. Als Franz Hohler 2002 den Aargauer Kulturpreis erhielt, sagte Urs Widmer in seiner Laudatio: "Es ist unglaublich, was Franz Hohler alles kann."
Hotel Zürichberg, Zürich, 17. April

Futures
Was bleibt, wenn man 10 Millionen in den Sand gesetzt hat, der beste Freund tot ist und doch ständig auftaucht, das Gesicht des unsympathischen Typen im Spiegel des Kaufhauses das eigene ist und die glücklichsten Momente im Betrachten der träumenden Frau zu später Stunde liegen? Und man dabei nicht einmal sicher sein kann, ob sie noch lebt? Und solange keinen Schlaf findet, bis Wahrnehmung, Erinnerung und Phantasie eins werden - bis man den Alptraum des Schlaflosen träumt Die englische Dramatikerin Rebecca Prichard ist eine Spezialistin des harten britischen Tons. Ihre ersten Stücke wurden am Royal Court Theatre in London uraufgeführt, wo sie auch Hausautorin war. Für das Schauspielhaus Zürich hat sie die Geschichte eines jungen Mannes geschrieben, der sich erzählend zum Verschwinden bringt.
Schauspielhaus Bunk r! Zürich, 22. April

Glitzerhai
Auf dem Dach eines Hochhauses, ihrem geheimen Rückzugsort, wird die scheue Jackie von Polly überrascht. Nach anfänglichem Misstrauen vertraut sie ihr an, dass Russell, der «Turbo-Traumboy» der Schule, sie aufs Schlimmste schikaniert. Nach und nach tauchen weitere Jugendliche auf: Die schöne, aber hochnäsige Natascha mit ihren Freundinnen, die aufmüpfige Mädchenclique von Kim, Kathy und Hanna, der coole Shane und schliesslich Russell höchstpersönlich mitsamt seinem Gefolge. Aus anfänglichen Sticheleien werden handgreifliche Attacken. Die Situation droht zu eskalieren, als Polly in letzter Sekunde die rettende Idee kommt: Sie beginnt eine von Jackies Geschichten zu erzählen. Ganz allmählich zieht sie damit alle in ihren Bann und mitten in die Geschehnisse hinein, bis sich die Realität zu verändern beginnt. JugendTheaterClub des Schauspielhauses Zürich
Schauspielhaus Bunk r! Zürich, 15. April

Im Reich der wilden Lieder
Es ist das Programm der Band "Kabel": eine Einladung für eine nicht ungefährliche Reise durch Zeit und Stil. Die Band lässt alte Lieder neu aufleben und grüsst unverfroren die Beatles, Duke Ellington und Nina Hagen, auch Eigenkompositionen gehören dazu. Musikalische Berührungsängste kennen die drei jungen Jazzmusiker nicht, im Gegenteil, kühn führen sie das Publikum durch den alten SwingJazz, vorbei am düsteren Pop und rein in den deutschen Gassenhauer.
GZ Buchegg, Zürich, 19. April

Jazz No Jazz
Insgesamt zwanzig Konzerte mit einer breiten Palette gibt es in der Gessnerallee, acht im ewz-Unterwerk Selnau. Der Anlass, der neu im Frühjahr stattfindet, ist nicht nur für Jazz-Liebhaber, für Musikfans überhaupt. An beiden Austragungsorten gibt es auch Gratis-Konzerte. Veranstalter All Blues Konzert.
Gessnerallee, Zürich, 27. April

juliAMORomeo
Zwei verfehdete Familien, Montagu und Capulet, bekämpfen sich seit Jahren. Sie schwimmen im Geld und baden im Blut. Romeo vom Hause Montagu verliebt sich in Julia vom Hause Capulet und umgekehrt und gegenseitig. Ausgerechnet. Damit nimmt die Geschichte ihrer Liebe ihren Lauf. Das Ende kennen wir... Text und Regie Erich Furrer. Operation Shakespeare / netzwerkbühne.
keller62, Zürich, 12. April

Katarakt
Jürgen Holtz steht da, leicht gebeugt, glatzköpfig, gedrungen, fleischig muskulös; Er bewegt sich leicht schlurfend, so, als halte ihn ein inneres Laufwerk langsam, aber beständig in Bewegung. Auch im schweren Hocken fällt er nicht in sich zusammen, ruht eher tief aus. Der Mann spricht mit sich selbst, doch auf eine so wundersam kommunikative Art. Worüber er spricht? Über nichts, über manches, über alles. Darüber vor allem, was der Mensch wohl braucht, um wirklich Mensch sein zu können. Er braucht ein Einverständnis mit sich selbst, muss sich selbst akzeptieren, mögen, und er sollte Bedürfnis nach anderen haben, im nahen wie im weiteren Sinn, Verlangen nach Berührung und Haut, nach menschlichem Austausch. Der Alte ist neugierig sogar noch auf sich selbst.
Theater Rigiblick, Zürich, 20. April

Krach in Chiozza
Es wird geredet, gezankt und intrigiert, denn das Reden ist der Zeitvertreib der Frauen in Chiozza, dem ärmlichen Fischerstädtchen. Sie warten, ja, sie warten lange auf die Männer. So reden sie auch selbstverständlich über die Männer und das Heiraten. Lucietta, Orsetta und Checca sind eifersüchtig und stolz, sie beneiden sich und mögen sich aber eigentlich von Herzen gerne: Menschlich-allzu-Menschliches ist hier Thema. Während der langen Abwesenheit der Männer, die ihre Arbeit als Fischer verrichten, funktioniert alles gut, sie streiten zwar, aber sie versöhnen sich auch wieder. Aber es wird geredet, zu viel geredet und so ist mit der Rückkehr der Männer der Krach programmiert. Sie müssten nur schweigen, aber das können sie nicht.
Freies Gymnasium Zürich, Zürich, 8. April

Lazar
Zwei Forscher, mit Leidenschaft auf den Spuren des Gigantismus in der Pflanzenwelt, haben ein Problem: Ihr Chef, der dritte im Bunde des eingespielten Teams, ist und bleibt verschwunden. Ein Vakuum entsteht - Platz für konspirative Phantasie und bizarre Versuche, mit Angst, Verlust und Panik fertig zu werden. Vroom haben dafür eine komische und berührende Form gefunden, die mit spielerischer Leichtigkeit ganz ernst sein kann.
Gessnerallee, Zürich, 2. April

La Clemenza di Tito
bvp. Mozart (1756-1791) erhielt den Auftrag für diese Oper im Juli 1791. Bereits am 6. September fand die Uraufführung in Prag statt, anlässlich der Krönung Leopold II. zum böhmischen König. Dementsprechend wurde der Stoff ausgewählt. Der vom Volk geliebte Titus ist ein gütiger und weiser Herrscher, der sogar die gegen ihn gerichtete Verschwörung grossmütig verzeiht. Lange Zeit galt diese Opera seria als elitäres Werk, das nur zu besonderen Anlässen aufgeführt wurde. Das Opernhaus will damit auf das Mozart-Jahr 2006 hinweisen.
Opernhaus, Zürich, 24. April

Lost dog
In Japan ausgebildet und heute in Zürich wohnhaft, hat Hideto Heshiki in vielen europäischen Tanzcompagnies gearbeitet. In Anlehnung an die Geschichte eines Katers, der weder Ruhe noch Freiheit noch einen friedlichen Tod findet, erzählt Hideto Heshiki in seiner Inszenierung vom Gefühl der Verlorenheit und von einer Suche, deren Ziel sich nie wirklich offenbart.
Gessnerallee, Zürich, 1. April

Manchmal ist Wahnsinn Weisheit
Auf das Chansonprogramm «Von Berlin To Broadway» im letzten Herbst folgt das nächste. Deutsche Schlager aus den 20er und 30er Jahren, französische Chansons und satirisch-bissige Lieder treffen auf schweizerdeutsche Trouvaillen und amerikanische Musicalsongs. Holländer, Kreisler, Piaf, Rainer und andere illustre Gestalten der Musikgeschichte der letzten hundert Jahre bringen den Wahnsinn des Lebens der Weisheit ein Stück näher - oder umgekehrt... wild berry production mit Karin Berry und Stefan Wirth.
Keller62, Zürich, 27. April

Marx in Soho
Dramolett für eine Stimme von Howard Zinn. Marx in Soho - «a play on history» - wie der Untertitel im amerikanischen Original heisst, ist ein witzig-humoristisches Spiel, ein intelligent-geistreiches Vergnügen, ein heiter-gehaltvoller Monolog. Howard Zinn interessiert die Frage, ob sich Karl Marx aus unseren Köpfen gestohlen hat. Oder gestohlen wurde.
sogar theater, Zürich, 6. April.

Nacht der Träume
Ein Musiktheater für Menschen ab 6 Jahren. Für Kinder wie auch für Erwachsene soll diese Nacht zum Genuss werden, nicht zuletzt durch Mischung von Theater, Musik, Gesang und Figurenspiel: Securitaswächter Meier I und Meier II werden zu einem Nachtauftrag in den Stadtpark gerufen. Was sie jedoch bewachen sollen, wissen sie nicht. Auf der Suche nach dem zu bewachenden Objekt entdecken sie nicht nur Instrumente des vergangenen Nachmittagskonzerts, sondern auch einen seltsamen Baum mit bunten Traumblättern. Er spricht und wirft gleichzeitig die Ordnung der Meiers ordentlich über den Blätter-Haufen. Theater La Cascade.
keller62, Zürich, 20. April

Oblomov
Ilja Iljitsch Oblomov verbringt untätig seine Tage in der Hauptstadt. Sein wichtigstes Kleidungsstück ist der Schlafrock, der zu seinen ruhigen Gesichtszügen und seiner unbesorgten Körperhaltung passt. Seine Seele strahlt in aufrichtiger Klarheit aus den Augen. Entschlossen hängt er seinen Tagträumereien nach. Nur kurze Zeit erwacht er aus seiner Trägheit, als er sich in Olga verliebt. Doch auch ihr gelingt es nicht, ihn aus seiner Welt zu reissen. Der Gutsbesitzer Oblomov, von Lenin als "Krebsschaden" seines Landes verdammt, wurde von der damaligen Literaturkritik als der nutzlos gewordene Feudalherr des autokratischen Russlands, als Chiffre für Rückständigkeit und Verfall verurteilt. Oblomovs Freund dagegen, der liberale Unternehmer Stolz, verkörperte das gesellschaftspolitische Ideal des sozialen Fortschritts. Heute warnt uns "Oblomov" vor der sinnlosen Betriebsamkeit der zeitgenössischen Welt. Wir beneiden Oblomov, der am Nichtstun zugrunde geht, aufrecht und unbestechlich.
Schauspielhaus, Pfauen, Zürich, 23. April

One Night of Queen
Queen war eine der erfolgreichsten Rock-Gruppen der 70er und 80er Jahre. Doch das britische Quartett fand ein jähes Ende, als der Leadsänger Freddie Mercury im Herbst 1991 starb. Mit "One Night of Queen" kommt eine faszinierende zweistündige Show mit den Superhits Bohemian Rhapsody, We Will Rock You, A Kind Of Magic, We Are The Champions oder Radio Ga Ga und vielen mehr. Möglich macht dies Gary Mullen mit der Band The Works. Gary gewann bei einem TV-Wettbewerb in England mit seiner Freddie-Performance eine knappe Million Publikumsstimmen. Er trifft den Gesangsstil seines Idols in perfekter Weise und steht ihm auch stimmlich in nichts nach. Brian May, der legendäre Gitarrist von Queen, bestätigt denn auch, dass Gary Mullen ein absolut würdiger Darsteller von Freddie Mercury ist. Er verkörpert den Rock-Klassiker mit einer unglaublichen Genauigkeit.
Kongresshaus Zürich, Zürich, 21. April. Tickets unter www.topticket.ch oder Ticket Hotline 0900 55 222 5

Perform Performing
Eine Trilogie über den Sinn und Unsinn, Tanz als Arbeit zu betrachten.
1. Ein arbeitsloser Tänzer, Jochen Roller, macht sich auf den Weg durch die Arbeitswelt: Er entdeckt Choreographien am Fliessband in der Fabrik für Tiefkühlpizzen, lernt Text beim Briefekleben im Büro und probt Bewegungsabläufe mit dem Headset des Call Centers auf dem Kopf.
2. Dem Trend folgend, Kultur wie ein Unternehmen aufzuziehen, zeigt der Art Gigolo, was passiert, wenn marktwirtschaftliches Denken den Probenprozess bestimmt. So hinterfragt er die Idee staatlicher Kulturförderung und liefert den Beweis, warum alle Kultursubventionen abgeschafft werden können.
3. Jochen Roller trifft Jochen Roller. Er fragt eine Handvoll Doppelgänger, was diese unter seinem Namen in der und für die Gesellschaft tun und spürt so der identitätsstiftenden Funktion von Arbeit nach. Eine Koproduktion von Kampnagel Hamburg, Podewil Berlin, IndustrieKultur Saar und FFT Düsseldorf.
Rote Fabrik, Zürich, 28. April

Peter Sarbach
Mit seinem sechsten Album "Brav" startet Sarbach einmal mehr zu einer Tournee durch die Schweiz, aus Spargründen auf dem Dreigangfahrrad. Die Gitarre, mit denen er seine in Berner Mundart gehaltenen Lieder begleitet, befindet sich dabei in einem eigens dafür angefertigten Spezialkoffer. Wegen der Aerodynamik. Die Tournee - 30 Tage mit 30 Auftritten - beginnt im Raum Bern, führt dann ins Berner Oberland, anschliessend über den Brünig Pass in die Zentralschweiz, dann in Ost- und Nordschweiz und wieder zurück nach Bern.
Kellertheater GZ Buchegg, Zürich, 12. April

The New Electric Ballroom
A wondrous place - ein wundersamer Ort. Im Haus, in dem sich die Schwestern Ada, Breda und Clara vor vielen Jahren eingeschlossen haben, lebt eine Geschichte Nacht für Nacht von neuem auf: die Geschichte von Roller Royle. Damals, als Breda und Clara noch Teenager waren, hat der Popstar ihnen im New Electric Ballroom das Herz gebrochen. Roller Royle! Sie dachten, sie seien die Auserwählten und beide glaubten, die Nacht bei ihm verbringen zu dürfen. Doch schnell verlor sich der Traum, und eine andere, die blond war wie Doris Day, durfte mit ihm gehen. Seitdem sie damals vom New Electric Ballroom weggefahren sind, über die Pflastersteine zurück ins kleine Dorf am Meer, sind die beiden nicht wieder nach draussen gegangen. Vom Iren Enda Walsh, der mit "Disco Pigs" an allen europäischen Bühnen Erfolge feierte.
Schauspielhaus, Box im Schiffbau, Zürich, 20. April

Une pièce espagnole
Ein Spiel im Spiel im Spiel: Fünf Schauspieler treten auf und berichten von ihren Proben zu einem "spanischen Stück", in dem sie Figuren verkörpern, von denen zwei Schauspielerinnen sind, von denen eine gerade "ein bulgarisches Stück" probiert Yasmina Rezas in einer fragmentarischen Form geschriebene "menschliche Komödie" handelt von Schauspielern und von der engen Verschränkung von Leben und Bühne. Von Menschen, die an ihrer Existenz kranken, von Eitelkeit, Eifersucht und Einsamkeit. Die Autorin, international berühmt geworden durch "Kunst", hat ihr neues Stück dem Regisseur Luc Bondy gewidmet. Er hat die Uraufführung mit einem erstklassigen Ensemble am Pariser Théâtre de la Madeleine inszeniert. Série Française.
Schauspielhaus, Pfauen, Zürich, 6. April

Unter Eis
Paul, ein Berater, Mitte vierzig, wird aufgerufen, schon zum zehnten Mal, das Gate schliesst, boarding completed. Paul hört seinen Namen, immer wieder, er geniesst es. Einen Moment ist er nicht effizient. Er steht still. Er friert. Er stürzt in einem nicht enden wollenden Angstschub durch die Erinnerungen an seine Kindheit, seine Siege und seine Niederlagen, seine Frauen, an die er nur noch vage Erinnerungen hat. Seine unerfüllten Sehnsüchte kehren mit aller Macht zurück. Er könnte ein anderer Mensch sein. Doch die nächste Generation lauert schon auf einen Moment der Schwäche, das Ende seiner Karriere. Gastspiel der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, Autor und Regisseur Falk Richter.
Schauspielhaus, Box im Schiffbau, Zürich, 2. April

Vera Kaa mit Wotschmi
Wotschmi - oder Willst du mich? So heisst das neue Programm von Vera Kaa, mit auf der Mundart-Welle, die sehr erfolgreich durch unser Land rollt! Die Lieder von Vera Kaa besingen, was sie und Frauen ihrer Generation bewegt. Ein ganzes Jahr haben Vera Kaa, Simon Kistler und Remo Kessler, letzterer von der SchmetterBand, gearbeitet. Ob Chanson, Pop, Rock, Reggae, Jazz, Folk oder Ballade: ein ansprechendes Programm.
Theater am Hechtplatz, Zürich, 5. April

Wenn es 25 Stockwerke sind...
Dann sind es eben so viele. Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Stagnation, der Sog der Globalisierung hat uns erfasst... Das Unternehmen geht kaputt, das Ventil explodiert. Dein Leben war die Arbeit, aber jetzt gibt es sie nicht mehr. Wir setzten uns damit auseinander, dass in unserem Umfeld eigentlich nichts mehr funktioniert. Jeder arbeitet irgendwas, nur um beschäftigt zu sein, jeder träumt aber von ganz anderen Dingen. Wir sind die arbeitslosen Arbeitnehmer, unbarmherzigen Agentur-Kreativchefs, zarten Geschöpfe mit Befindlichkeiten, verstehenden Gutmenschen, wir sind abhängig. In der Performance ist der Schrank leer, aber wir sind voll. Die Kurzversion des Stücks feierte vergangenen Herbst bei Petits Fours erfolgreich Premiere.
Rote Fabrik, Zürich, 15. April

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