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wie diese" | Science Fiction (Speed)
Der letzte Mann auf Erden wird von
Verbrecherinnen beschützt
Eigentlich ist es der
Traum jedes heterosexuellen Jünglings, der einzige Mann
auf Erden zu sein. Doch fernab jedes sexuellen Gedankens schildert
dieser Comic eine Welt, die ebenso von Machtbestreben erfüllt
ist.
Von Matti Johan Martin.
Die Utopie eines reinen weiblichen
friedlichen Planeten, die einige wenige Feministinnen wohl noch
im Kopf haben, wird drastisch verworfen. Die hier dargestellte
postapokalyptische Welt, in der 99,9% der männlichen Bevölkerung
einer mysteriösen Seuche zum Opfer gefallen ist, ist alles
andere als friedlich. Da viele Berufe wie Piloten oder Kraftwerkstechniker
fast ausschliesslich von Männern ausgeübt werden, liegt
in dieser Welt vieles im argen. Es fehlt an Strom und anderem.
Hinzu kommen fanatische Feministinnen (die Amazonen), deren Anführerin
eigentlich nur an einer totalitären Terrorherrschaft mit
ihr an der Spitze interessiert ist, die fröhlich vor sich
morden. Diese verfolgen den letzten Mann auf Erden, der von einer
Genetikerin und einer Geheimagentin begleitet wird. Ziel dieser
kleinen ,Fellowship' ist ein weit entferntes Labor, in welchem
die Genetikerin herausfinden will, wieso der letzte Mann und
sein männliches Äffchen och am Leben sind.
Gelebte Utopie
Auf ihrem Weg treffen die drei GefährtInnen auf eine gelebte
Utopie auf eine wohl funktionierende Gemeinschaft, einer Insel
im Chaos, das Städtchen Marrisville in Ohio. Doch auch dieses
Städtchen birgt sein Geheimnis. Und als Höhepunkt treffen
auch noch die männerverachtenden Amazonen ein.
Kann sich das Trio wieder aus dieser Bredouille befreien?
Handwerk
Der Plot ist gut erzählt. Die Zeichnungen, die dem amerikanischen
Mainstreamstandard entsprechen, sind nicht so schnell ,geschnitten'
wie in Superheldencomics üblich. Eigentlich ein gewohntes
Produkt aus dem Hause Vertigo (dem DC-Unterlabel für Erwachsene),
welches Speed in seiner gewohnt guten Qualität auf den deutschen
Markt gebracht hat.
127 Seiten, CHF 24.90
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