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Thomas Küng: "Gebrauchsanweisung
für die Schweiz" | Hörbuch | Roofmusic
Mit Ironie und Liebe zur Schweiz
Kann man eine Gebrauchsanweisung
für ein Land schreiben? Man kann, wie uns Thomas Küng
beweist. Von schweizerischen Sportarten wie Hornussen über
die "Sprache der Eingeborenen" bis zur Politik wird
alles behandelt das einem Fremden die Orientierung in der Schweiz
eventuell erleichtern könnte.
Von Claudia Wehrli.
Die Gebrauchsanweisung für
die Schweiz verrät Ihnen alles was sie schon immer über
die Schweiz und ihre Bewohner wissen wollten. Zum Beispiel was
Sie zum Dessert mitbringen sollten, falls Sie je bei einem Schweizer
eingeladen sein sollten. Oder wie Sie sich im Strassenverkehr
zu verhalten haben um nicht als "Auswärtiger"
aufzufallen.
Kantönligeist und andere
Klischees
Schweizer sind pünktlich, das ist einfach so. Na gut, es
könnte eventuell vorkommen, dass jemand eine Minute zu früh
bis zwei Minuten zu spät zu einem Treffen erscheint, aber
dann ist die Toleranzgrenze auch schon erreicht. Und falls doch
einmal ein Schweizer zu spät kommen sollte, ist er wahrscheinlich
ein "Welscher" oder ein Tessiner und somit eigentlich
sowieso ein Franzose, bzw. Italiener. Jedenfalls der Meinung
der Deutschschweizer nach. Doch auch die Deutschschweizer untereinander
sind sich nicht so einig wie man das vermuten könnte, die
Ostschweizer werden wegen ihres Dialektes verspottet, die Zürcher
gelten als arrogant und die Berner werden wegen ihrer angeblichen
Langsamkeit nicht für voll genommen. Und die Liste ist noch
nicht zu Ende. Thomas Küng jongliert mit Klischees über
die Schweiz und ihre Bewohner, die er so erläutert, dass
Herr und Frau Schweizer zugeben müssen, dass es in Tat und
Wahrheit kein Klischee, sondern die reine Wahrheit ist.
Humoristisches Portrait
Das von Jörg Kachelmann gelesene Werk ist durchwegs amüsant
und informativ. Es klärt einen über die Eigenheiten
von Schweizern auf, zum Beispiel über das Mysterium der
abweisende Freundlichkeit. Die treffen sie immer dann an, wenn
sie sich zum Beispiel zu jemandem ins Zugabteil setzen, Sie von
demjenigen mit einem "Grüezi" begrüsst werden
und dann den Rest der Reise kein Wort mehr von ihm hören,
ausser beim Aussteigen ein "en schöne Tag no"
oder ein "Adieu".
Eine sehr gelungene, witzige
Gebrauchsanleitung, die auch wirklich als solche zu gebrauchen
ist, für die Schweiz. Mit Ironie und Liebe zum Land wurde
ein wirklich hörenswertes Portrait unseres kleinen Alpenstaates
geschrieben und vertont.
2 CD's, 2 Std. 37 Min., EUR 17.50
Sprecher: Jörg Kachelmann
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