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Bücher, AutorInnen & Comics 11. Dezember 2004
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Annemarie Wildeisen | Fleischküche | Kochbuch | AT Verlag
Literatur zur Fleischeslust

Jetzt kaufen!
Fleisch. Allein bei dem Wort läuft einem doch schon das Wasser im Mund zusammen. Wer dieses vielleicht älteste Lebensmittel gerne in seinen leckersten Variationen geniesst, der sollte sich das neue Kochbuch 'Fleischküche' von Annemarie Wildeisen kaufen.

Von Lukas Hunziker.

120 Rezepte birgt der Fleischkochbuchschatz, den die Küchenkünstlerin Annemarie Wildeisen zusammengestellt hat. Ob Schweine-, Rinds- oder Kalbfleisch, ob Poulet, Ente oder Wild, ob für ein dickes oder ein dünnes Portemonnaie, die 'Fleischküche' bietet etwas für jeden Geschmack. Das Buch gliedert sich in eine Einführung in das Zubereiten von Fleisch und fünf Kapitel mit Rezepten zu einem Thema. Einige Beispiele gefällig?

Von edel bis preiswert
Im Kapitel "Die schnellen Zarten" finden sich relativ schnell zubereitete und einfache Rezepte, die man auch mal unter der Woche ausprobieren kann. Verlockend tönen da zum Beispiel die Knoblauchkoteletts in Rosmarin-Rahm oder die Hirschmedaillons an Wildrahmsauce. Das nächste Kapitel, "Die edlen Großen", führt danach ein in die Welt der Sonntagsbraten und Monsterrezepte, die teilweise auch etwas kostspieliger sind. Aber bei der Vorfreude auf eine Kalbsnuss an Champagnersauce vergisst man die Kosten gerne. Nach weiteren leckeren Rezepten in den Kapiteln "Im Ofen gebraten" und "Sanft geschmort" finden sich dann auch noch "Die Preiswerten".

Nicht gerade Studentenfutter
Seufzer um Seufzer stösst man aus, wenn man das Buch durchblättert. Man möchte alles sofort haben. Aber viele Rezepte erfordern entweder Kochgeschick und/oder eine potente Kreditkarte. Jeden Tag sind Lammrückenfilets mit Feigen an Cassissauce schon nicht drin. "Die Preiswerten" sind, nachdem man die anderen Rezepte gesehen hat, auch eher enttäuschend, da sie hauptsächlich aus Hackfleisch und Würsten bestehen.
Neben hervorragenden Rezepten bietet 'Fleischküche' auch für jedes dieser Rezepte Vorschläge für Beilagen und kleine Variationen. Damit verdoppeln sich die 120 Rezepte locker und teure Rezepte können durch preiswertere Variationen ersetzt werden. Schade ist, dass das Buch mehr Text als Bilder hat, obwohl es zu jedem Rezept ein Foto gibt. Dies ändert aber nichts daran, dass das Buch ein hervorragendes Kochbuch ist, an dem man sich kulinarisch auch noch tip top aufgeilen kann.

230 Seiten, 38 Sfr.

www.at-verlag.ch

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