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Bücher, AutorInnen & Comics 11. Dezember 2004
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Christian Schünemann: "Der Frisör" | Krimi | Diogenes
Ein Frisör ermittelt

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Lifestyle-Journalistin Alexandra Kaspari wird in ihrem Büro erschlagen. Kurz davor hat sie sich bei ihrem Lieblings-Frisör Thomas Prinz die Haare färben lassen. Grund genug für ihn, als Hobby-Agent den Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Von Stephan Sigg.

Tomas Prinz ist der Udo Walz Münchens. Sein Salon ist die Topadresse in Sachen Haarschnitt und deshalb geben sich hier die Prominenten die Klinke in die Hand. Auch die erfolgreiche Lifestyle-Journalistin Alexandra Kaspari gehörte zum betuchten Kreis. Doch kurz nach ihrem letzten Frisör-Termin wird sie in ihrem Büro erschlagen. Nicht nur für die Redaktion und Angehörige, sondern auch für den schwulen Frisör Tomas Prinz ein grosser Schock. Die Ermittlungen bringen schon bald verschiedene dunkle Geheimnisse ans Licht und zeigen, dass Alexandras Weste alles andere als weiss war.

Ein illustrer Verdächtigenkreis
Tomas Prinz wird schnell klar, dass er die Ermittlungen selber in die Hand nehmen muss. Obwohl er seine Talente bisher vor allem in der Kreation von neuen Trend-Frisuren investierte, hat er schon bald einen auserlesenen Kreis von Verdächtigen. Nicht nur Alexandras Ex-Mann, sondern auch ihr koksender Sohn haben kein stichfestes Alibi. Zudem tobte in der Redaktion seit langem ein erbitterter Intrigen-Krieg.

Kurzweiliges Lesevergnügen
Christian Schünemann hat ein Unterhaltungskrimi per Excellenze geschrieben. Braucht ein Frisör die richtigen Farbkomponenten, um an die erfolgreiche Haartönung zu kommen, hat Christian Schünemann all das in sein Buch gepackt, was es zum kurzweiligen Lesevergnügen macht: Spannung, Überraschung und eine Menge Ironie. Der deutsche Autor zieht den Leser mit seiner Geschichte über das Frisören- und Journalisten-Milieu in den Bann. Man kann nur hoffen, dass Tomas Prinz auch in Zukunft den Fön liegen lässt und stattdessen die Arbeit der Münchner Kriminalpolizei übernimmt!

253 Seiten, CHF 34.90

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Nächste Lesen-Ausgabe: 11. Januar 2005 <<< | Seitenanfang | >>>

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